Archiv von 'Umfrage' Bereich

Wenn die Nachbarn nerven

Servus nities,

Glück war das Thema der letzten Woche. Habt Ihr noch eine Idee, was Glück für Euch persönlich bedeutet? Ihr könnt immer noch etwas zu dem Artikel der letzten Woche beitragen. Glück hat man aber auch, wenn man nette, friedliche Nachbarn hat. Doch leider hat das nicht jeder.

Nachbarschaftsstreitigkeiten gibt es immer wieder. Kinder, die im Treppenhaus spielen oder mit einem Bobby Car durch die Wohnung düsen. Studenten, die nachts nach Hause kommen oder gar die Nacht zum Tag machen, natürlich mit viel Besuch, lauter Musik und Türenknallen. Musiker, die in einem Mehrfamilienhaus stundenlang auf ihren Instrumenten üben. Ältere, schwerhörige Leute, die den Fernseher bis zum Anschlag aufdrehen und alle umliegenden Wohnungen mit Hörspielen versorgen. Mülltüten vor der Wohnungstür, die auf jemanden zu warten scheinen, der sie entsorgt. Herumspazieren in der Wohnung auf Stöckelschuhen. Der berühmte Ast, der von Nachbars Garten rüber in den eigenen wächst. Der ungepflegte Vorgarten oder der Jägerzaun, der einen Anstrich nötig hat und dessen Anblick die Anwohner stört. Stundenlanges Telefonieren, Grillen oder Parties auf dem Balkon. Nachbars Hund, der ständig bellt oder die Katze, die sich mit ihrer auf der falschen Fußmatte abgelegten Beute bedankt. Nicht abgehängte Wäsche auf der Leine in der Gemeinschaftswaschküche oder Haare in der Maschinentrommel. Essensgerüche, lautes Autotürenknallen oder das Warten im Auto bei laufendem Motor. Es gibt tausend Gründe sich über seine Nachbarn zu ärgern oder diese zu Missmut gegen sich selber zu veranlassen. Kennt Ihr das auch?

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man Rücksicht aufeinander nimmt. Doch manchmal hat man den Eindruck, jeder scheint nur an sich selber zu denken. Wenn man sich beschwert, dann gilt man als Spießer und wird sogar beschimpft. Andersherum verstehen wir es vielleicht nicht, wenn sich jemand bei uns beschwert, wo wir uns gar keiner Schuld bewusst sind. Viele Dinge geschehen vielleicht ganz unbewusst? Auch haben andere Kulturen eine ganz andere Vorstellung vom Zusammenleben. Jeder hat Eigenarten und vielleicht auch Rituale.

Laut einer neuen Studie von zuhause.de sind es aber nicht die Rentner, die Schwierigkeiten machen. Es sind eher jüngere Leute. Man mag meinen, dass Senioren eher nach Störenfrieden suchen, da sie viel Zeit haben. Doch laut der Statistik sind sie eher zu Gesprächen bereit, wenn es Unstimmigkeiten gibt. Da sie oftmals ein nachlassendes Gehör haben, sind sie toleranter, was Lautstärke angeht. Anders herum können ihre lauten Fernseher die Jüngeren stören.

Interessant ist auch die Konfliktlösung der einzelnen Generationen. Demnach suchen 44 Prozent der über 60-Jährigen zunächst das Gespräch. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind das lediglich 19 Prozent. Vier Prozent davon rufen sogar gleich die Polizei, was der Generation 60 plus im Leben nicht einfallen würde. Generell ist es aber besser, die Differenzen mit dem Nachbarn ohne Polizei zu lösen.

Insgesamt verstehen sich die Nachbarn untereinander aber ganz gut. Die Mehrheit der Befragten (45 Prozent) gibt an, sich gut mit dem neben, unter oder über ihm wohnenden Nachbarn zu verstehen. Jeder Zweite, der hin und wieder genervt ist, erträgt die Situation einfach und wartet ab. Nur vier Prozent fühlen sich oft oder ständig genervt.
Wenn es gar nicht mehr geht, sollte man sich – nach einem persönlichen Gespräch mit dem Verursacher – an den Vermieter wenden oder vom Mieterschutzverein beraten lassen.

Wie ist es bei Euch im Haus? Wohnt Ihr in einem Mehrfamilienhaus, zur Untermiete, in einer WG oder alleine und wie versteht Ihr Euch mit den Nachbarn? Nerven sie Euch? Nervt Ihr sie vielleicht? Wie geht Ihr damit um?

Eure Katja

Oh du schöne Fastenzeit

Servus nities,

ich sitze gerade vor meinem Laptop und arbeite. Zu meiner Rechten befindet sich eine angebrochene Tüte Schokokekse, in die ich hin und wieder, doch meist unbewusst, fingere. Ich entschuldige meinen ungesunden Snack vor mir selber mit der Erklärung, mich konzentrieren zu müssen. Schließlich habe ich einen ziemlich stressigen Job, brauche Nervennahrung. Aber dabei ist doch gerade Fastenzeit.

Fastenzeit? Was bedeutet das eigentlich für uns? Hat dieser Brauch überhaupt für jemanden unter Euch eine Bedeutung? Fastet oder verzichtet tatsächlich einer?
Ich muss gestehen, dass ich noch nie gefastet habe. Weder aus religiösen Gründen noch der Gesundheit wegen. Ich vermute, dass meine Mitmenschen meine Laune nicht ertragen würden, wenn ich mir das Naschen verbieten würde. Das will ich schließlich niemandem antun. Ich gebe zu, ich brauche meine, mich fröhlich stimmende, Kohlenhydrate.

Vor ein paar Jahren habe ich ein einziges Mal versucht, der Gesundheit wegen zu fasten. Nach zwei Tagen war ich so hungrig und hatte eine so enorm schlechte Laune, dass ich damit aufgehört habe. Ein Freund sagte damals zu mir: „Du kannst dir auch mit dem Hammer auf den Daumen hauen und warten, bis der Schmerz nachlässt.“ Damit wollte er seine Abneigung gegen das Fasten ausdrücken. Aber es soll in den sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern ja an Jesus Christus gedacht werden, nicht an die Dinge, auf die man bewusst verzichten möchte. Man soll dabei zur Ruhe kommen, in sich hinein horchen, auf gewisse Dinge verzichten und feinfühliger auf seine Umwelt und Mitmenschen werden. Die Sinne würden geschärft werden, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, heißt es.

Ich habe Silvia gefragt, die regelmäßig fastet und sogar Seminare zum Thema Fasten gibt: „Ich habe mit 13 Jahren zum ersten Mal aus religiösen Gründen gefastet. Damals habe ich aber nur die Süßigkeiten weggelassen, einfach, um Gott näher zu sein. Zu Ostern gab es in unserer Familie dann ein großes Fest.“
Noch heute macht Silvia das so, wobei sie jetzt sogar auch auf Alkohol, Essengehen und Tanzveranstaltungen verzichtet.

Arbeitskollege Nils ist mir aufgefallen, weil er, ein regelmäßiger Raucher, derzeit seltener draußen vor der Tür zu finden ist. Er nimmt die Fastenzeit zum Anlass, um sich das Rauchen abzugewöhnen, bzw. es zu reduzieren. „So ganz schaffe ich es nicht, mit dem Aufhören, aber ich versuche es seit Jahren. Meist in der Fastenzeit, das bietet sich an. Aber leider freue ich mich jetzt schon auf Ostern, wenn die Fastenzeit vorbei ist. Natürlich kann ich nicht ganz aufhören, aber ich reduziere es mit den Kippen.“ Streng religiös sei er nicht, betont er, aber man könne ja mal ein bisschen in sich kehren.

Gerade in Zeiten wie diesen. Ich sage nur: Erdbeben, Überschwemmungen, radioaktive Verseuchung, Fukushima. Mal ein paar Wochen ein bisschen mehr als sonst nachzudenken über gewisse Dinge, sich überlegen, was wirklich wichtig ist und zählt in der Welt, sich besinnen und dabei auf lieb gewonnene, aber eigentlich überflüssige Dinge zu verzichten, das täte jedem von uns vielleicht mal ganz gut.

Was meint Ihr? Fastet jemand von Euch oder verzichtet auch einfach nur auf den täglichen Griff in die Süßigkeitenschale, Zigaretten, Alkohol oder das Auto? Wie geht es Euch dabei?

Eure Katja

Fukushima – Was ist wirklich wichtig?

Liebe nities,

wenn man sich die Meldungen, Berichte und Bilder anschaut, die uns seit einigen Tagen aus Fernost erreichen, fragt sich der ein oder andere sicher, wie die Zukunft aussehen mag. Was wird aktuell in den nächsten Tagen und Wochen noch in Fukushima passieren und wie wirkt sich dieses auf die Erde aus? Dabei steht das Schlimmste erst bevor! Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird man jedoch erst in einigen Jahren beurteilen können.
Wir, die in Europa zu weit weg leben, um vom Super-GAU in Fukushima unmittelbar betroffen zu sein, sollten uns dennoch nicht verschließen vor den Ereignissen. Auch wir werden die indirekten Folgen der Katastrophe auf irgendeine Weise zu spüren bekommen. Seien es nun wirtschaftliche Folgen, Umweltschäden, verseuchte Lebensmittel oder die Dinge, welche Terroristen in Bezug auf die Zerstörung eines AKWs möglicherweise einfallen könnten, welche ich nicht einmal auszusprechen wage. Es kann bei uns genauso zu Störungen eines unserer Kernkraftwerke kommen, jederzeit. So traten erst neulich im Frankfurter Stadtteil Fechenheim ätzende Gase aus einem Chemiewerk aus. Das ist natürlich nichts gegenüber einem Störfall in einem AKW.
Super-GAU, so definiert das Bundesamt für Strahlenschutz einen größten anzunehmenden Unfall. Das sagt schon alles …

Diese Woche war am 17. März St. Patricks Day – der irische Nationalfeiertag und angeblich der lustigste Feiertag im Jahr. Die Frage stellte sich natürlich auch hier: Diesen Tag angesichts der Ereignisse nachdenklich begegnen oder feiern. Dazu hat mir ein St. Patricks Zitat gefallen, dass ‘ein bester Freund wie ein vierblättriges Kleeblatt ist: Schwer zu finden und ein Glück ihn zu haben.’ Die Japaner reisen derzeit vermehrt zurück nach Japan als umgekehrt, weil man mit Familie und Freunde in dieser schweren Zeit zusammen sein will. Deshalb ist es immer ein Fest wert, wenn man mit Familie und Freunden zusammenkommt.

Was mich aber mal interessieren würde, hat sich bei Euch durch die Ereignisse in Japan etwas verändert? Wie geht es Euch? Ist Euch mulmig zumute? Schaut Ihr Euch die Berichte im Internet oder Fernsehen an, diskutiert ihr drüber oder geht das alles unbeeindruckt an Euch vorbei? Hat vielleicht tatsächlich schon jemand bewusst für sich etwas verändert? Lässt jemand öfter mal sein Auto stehen und steigt auf das Fahrrad um oder hat bereits jemand zum Ökostrom gewechselt? Habt Ihr Angst vor der Zukunft und davor, Kinder in die Welt zu setzen? Fürchtet Ihr, dass die Welt am 21.12.2012 untergeht, wie es uns der Mayakalender prophezeit? Denkt Ihr, Fukushima ist ein Vorbote dessen? Oder haltet Ihr das alles für Quatsch und Panikmache?

Ist jemand vielleicht optimistisch, was die Zukunft angeht? Der technische Fortschritt bringt ja nicht immer nur Negatives zustande. So setzt beispielsweise der Stromanbieter Mainova die Zukunft auf ein sogenanntes E-Haus (Kundenmagazin Mainova „kontakt“ 1/2011). In dem Modell das „vernetzte Haus“, sollen unterschiedliche Geräte und Technik miteinander kommunizieren, was das Wohnen energieeffizienter, komfortabler und sicherer machen soll. Unabhängig davon gibt es ferner die Möglichkeit, mit Solarzellen zu heizen, Elektroautos zu fahren und ökologische Lebensmittel zu kaufen. Alleine schon die Überproduktion unserer Lebensmittel zu verringern, kommt der Umwelt zugute. Es geht, indem jeder Einzelne von uns einfach nicht mehr im Übermaß einkauft, Brot auch noch isst, wenn es schon einen Tag alt ist, anstelle gleich ein neues zu kaufen. Vielleicht lernen wir doch irgendwann einmal dazu und merken, was wir der Umwelt antun? Oft wird die Entschuldigung aufgeführt, dass eine Person ja sowieso nichts ausrichten und verändern könnte. „Schadet doch nicht, wenn ich das Auto nehme, jeder fährt Auto. Da macht mein kleines Auto auch nichts mehr aus“, sagt man sich. Doch jeder Einzelne kann für sich etwas ändern. Angerechnet auf mehrere Jahre macht es eben doch Sinn, ob eine Person mehr zur sparsamen und ökologischen Lebensweise wechselt. Vielleicht sieht die Zukunft dann doch nicht so düster aus? Es liegt an uns, und wie wir mit unserer Umwelt umgehen, an jedem Einzelnen. Was meint Ihr?

Doch leider werden ja meist die guten Vorsätze nach wenigen Wochen wieder vergessen. Geredet wird nur drüber, wenn wirklich etwas passiert. Dies kann man die Tage wieder einmal mehr feststellen. Was lernen wir also draus? Nichts?

Eure Katja

Anonymität macht mutig

Hallo nities,

ob Ihr geduzt oder gesiezt werden wollt ist euch anscheinend nicht so wichtig, oder? Ich habe mir letzte Woche eine hitzige Diskussionsrunde erhofft. ;-) Falls euch doch noch etwas dazu einfällt, lasset es uns wissen. Ich würde nämlich zu gerne wissen, ob ihr Fremde duzt oder siezt.

Heute geht es um ein negatives Resultat, welches aufgrund von Anonymität entstehen kann.
Vergangene Woche machte die „Frankfurter Neue Presse“ mehrmals auf das Thema Mobbing an Schulen aufmerksam:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/mobbing-an-den-schulen-der-stadt_rmn01.c.8619992.de.html

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/fieses-internetmobbing_rmn01.c.8623250.de.html

Durch das Internet geht es heute nicht mehr nur um Zettelchen mit bösen Sprüchen, die in Schulklassen über Außenseiter in Umlauf gebracht werden. Es geht auch nicht mehr um einen gemeinen Spruch an der Tafel oder Geflüster in den Pausen. Jetzt wird in größerem Umfang in Internet gemobbt, anonym.

Zusammengefasst geht es in den Artikeln der Tageszeitung darum, dass gewisse Internetseiten von Schulen leider nicht durch pfiffige Berichte oder herausragenden Ideen auffallen. Vielmehr werden die Foren dazu genutzt, sich über Mitschüler und Lehrer lustig zu machen, sie übel zu beschimpfen oder systematisch zu mobben. So wird über eine Gymnasiastin berichtet, welche zum Opfer wurde. Oftmals entsprechen die Geschädigten nicht der klassischen Norm der Mehrheit, haben etwas Auffallendes an sich, sind vielleicht tatsächlich auch etwas unbeliebt in einer Gruppe Klassenkameraden oder werden aus Neid und Missgunst angegriffen. Ein unbedeutendes Ereignis genügt, um eine Lawine auszulösen, dessen Umfang sich der Urheber vielleicht sogar gar nicht bewusst ist. Vielleicht wollte man die Person anfangs einfach nur etwas ärgern. Doch schnell finden andere Gefallen dran, irgendwo ablästern zu können, antworten auf einen Kommentar und ein Mobbing-Virus breitet sich aus. Der Betroffene kann vielleicht selber nicht fassen, wieso nun scheinbar alle über ihn herziehen. Doch der Tratsch und die Folgen sind nicht mehr aufzuhalten.

So was gibt es selbstverständlich nicht nur an Schulen. Auf vielen Internetseiten kann man sich anonym zu einem Thema äußern. Das macht die Leute, die sich vielleicht sonst nicht trauen, öffentlich den Mund aufzumachen, natürlich stark. Auf seriösen Netzwerken wird ein Kommentar vor Veröffentlichung geprüft, ob er von beleidigendem Inhalt ist. Das muss auch so sein. Wir prüfen das auch. Genauso, wie wir nicht jeden Pinnwandeintrag ungeprüft veröffentlichen können. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf das sich einige Menschen zu beziehen versuchen, ist schlichtweg falsch. Höflichkeit gilt immer noch und das Recht, anderen zu schaden, hat niemand. Auch im Netz kann und sollte man sich nicht alles erlauben. So kam es im Artikel über die Schülerin so weit, dass sie keinen Ausweg mehr sah, als die Schule zu wechseln. Man muss sich mal in ihre Situation versetzen, nicht zu wissen, wer für die vernichtenden Einträge verantwortlich ist. Dabei kann es jeden treffen. Auf einmal ist man selber durch irgendwas zur Zielscheibe geworden. Man sollte sich wirklich genau überlegen, was man schreibt. Jedoch scheinen das einige Menschen nicht zu beherrschen und manche wollen den anderen ja auch bewusst schaden.

Wenn ein NIT-User beispielsweise anonym seinen Frust über andere User oder mögliche unschöne Erlebnisse auf die Pinnwand schreiben möchte, um sich Luft zu verschaffen, so können wir ihm nicht helfen. Der Eintrag würde zensiert werden, also nicht erscheinen, aber da der Eintrag anonym verfasst wurde, können wir ihm inoffiziell keine Lösungsvorschläge bieten, wie er sein Problem lösen könnte. Es gibt einen Support, welcher sachkundig bei allen Fragen rund ums Thema beizustehen versucht, aber dazu brauchen wir mindestens eine gültige E-Mail-Adresse, um überhaupt helfen zu können. Daran sieht man, einige Menschen scheinen keine Lösung zu suchen, möchten nur den Frust loswerden, natürlich anonym.

Geht es, wie aktuell, nur um die Bewertungen der Handlungen eines simplen Medienspielchens wie das Dschungelcamp, so überschwemmen entsprechende Kommentare bezüglich der Artikel der jeweiligen Internetseiten die Foren. Die Antworten finden auf gleichem intellektuellem Level statt, wie das Thema selbst. Das soll in dem Fall aber so sein. Schließlich stellten sich die Teilnehmer selber dafür zur Verfügung und wussten, was auf sie zukommt. Umso mehr drüber geredet wird, umso erfolgreicher die Sendung – Masse, statt Klasse. Dabei werden Kommentare, egal ob anonym oder mit Namen, gern gesehen.

Hier bei NIT dürft ihr euch selbstverständlich auch Nicknamen angeben, Hauptsache, ihr versteckt euch spätestens bei einem persönlichen Treffen nicht hinter einem Pseudonym. Freundschaft besteht nämlich aus Vertrauen.

Seid ihr auch schon mal im Internet beleidigt oder gemobbt worden? Wie hat sich die Sache aufgelöst und wusstet ihr, wer dahinter steckte? Nun dürft auch ihr eure Meinung dazu äußern, sogar anonym. Doch bitte denkt dran, die üblichen Regeln zu beachten.  ;-)

Mit nicht-anonymen Grüßen
Eure Katja

“Tatort” Internet

Liebe nities,

Keine neue Nachricht“ zu haben, womit sich meine Gedanken im Blog der letzten Woche beschäftigten, ist schon irgendwie deprimierend. Einige User versuchen deshalb einem leeren Briefkasten und der damit verbundenen gefühlsmäßigen gähnenden Langeweile entgegenzuwirken, indem sie auf Internetseiten wie beispielsweise Facebook so viele „Freunde“ wie möglich „sammeln“. Wer viele Freunde hat, den kennt man, der wirkt interessant, dem wird geschrieben. So wird oftmals sogar wahllos jeder noch so fremde Kontaktwunsch bestätigt ohne überhaupt zu wissen, wer diese Person, der „Freund“, überhaupt ist. Ist man erst einmal miteinander vernetzt, lassen sich noch mehr Infos über einen ersehen. Mehr als oftmals gut ist.

Neu ist das Thema „Kriminalität im Internet“ nicht, ich weiß, aber von Zeit zu Zeit müssen wir uns einfach auch mal wieder damit beschäftigen.

Es ist ja alles schön und gut mit den vielen Kontaktbörsen. Man meldet sich irgendwo auf einer der vielen Internetseiten an, weil man neue Leute kennen lernen möchte. Sei es nun, dass man verschollene Schulfreunde aufspüren oder ganz neue Kontakte in seiner Umgebung knüpfen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten und Foren zu bestimmten Themen.

Was ist aber, wenn es User gibt, die sich nicht mit der allerbesten Absicht in diesen Foren tummeln? Davon gibt es sogar nicht gerade wenige! Dem suchenden Täter werden potentielle Opfer im Internet wie auf einem Silbertablett serviert.

Aktuell berichten die Medien über den Mord an der 23-Jährigen Melanie aus Peine. Sie hatte ihren Mörder, einen 27-Jährigen, auch im Internet kennen gelernt. Der junge Mann gab sich als Frau aus und hatte eine Freundin gesucht.

Wie viele Menschen stellen ohne groß drüber nachzudenken persönliche Angaben für jedermann zugänglich ins Netz?

„Wer soll sich schon gerade für mich interessieren?“ „Bei mir gibt es eh nichts zu holen.“ „Ich bin doch vollkommen uninteressant.“ So lauten die Argumente, mit denen wir uns selber bei aufkommenden Fragen diesbezüglich besänftigen. Doch das interessiert den „netten Nachbarn von nebenan“ nicht. Auch und gerade so genannte „Normalos“ sind leichte Beute für Kriminelle, denen es nicht mal unbedingt um Reichtümer geht. Nicht selten suchen und finden Voyeure und Pädophile ihre Beute im Netz. Ausgerechnet denen wird es oftmals sogar recht leicht gemacht: private Fotos, Angaben zur Person, dem Beziehungsstatus und der kompletten Adresse mit Telefonnummer, Meinungen zu bestimmten Themen, Urlaubsankündigungen und die Teilnahme an bestimmten Events werden öffentlich gepostet.

Vor wenigen Wochen erst, machte die Meldung über eine Geburtstagsfeier eines Teenagers aus einer englischen Kleinstadt ihre Runde, bei der sich mehrere tausend Gäste zur Party angemeldet hatten. Versehentlich klickte die junge Frau bei ihrer Einladung auf Facebook auf den Button „senden an alle“, anstelle auf „senden an alle Freunde“. So ging die Einladung auch an alle, an wirklich alle, nämlich an alle User von Facebook, was über tausend Mitglieder dazu bewog, zu kommen. Ein Aufgebot von mehreren Polizei-Sonderstaffeln war notwendig, um die Kleinstadt vor dem Schlimmsten, einer Geburtstagsparty mit zigtausend Gästen, zu bewahren. Natürlich hatte die junge Frau ihre komplette Adresse angegeben…

Der Einbrecher fühlt sich doch direkt aufgefordert, wenn jemand so was schreibt wie „Bin jetzt erst einmal zwei Wochen auf Mallorca, juhu“. Das wäre sogar noch ein eher harmloser Fall von Kriminalität. Was ist mit den Männern, die sich in lokalen Internetforen mit Kindern und Jugendlichen verabreden, um mit ihnen Sex zu haben? Erst kürzlich berichtete der „Stern“ über dieses Tabu-Thema. Kontakt- und Freizeitbörsen sind einst in guter Absicht entstanden, doch leider dringen auch hier Kriminelle immer weiter vor und haben mitunter sogar leichte Beute.

Kinder und Jugendliche sind statistisch gesehen ohnehin viel lockerer mit Informationen und Fotos, die sie einstellen. Wer zu viel Infos preisgibt ist sich seines Leichtsinns oft gar nicht bewusst.

Wir kennen es doch auch von uns selber. „Spionieren“ wir nicht auch aus purer Neugier die eine oder andere Seite von Freunden und Freundes-Freunden aus? Wen kennt die Person noch, was macht sie gerne und sogar wo ist diese Person an diesem und jenem Tag und was macht sie gerade? An welchem Event nimmt sie teil, was kann man auf Fotos erkennen. Selbst potentielle Chefs schauen mittlerweile gerne mal im Internet nach, was sie über den Mitarbeiter oder Bewerber finden.

Auch wenn die Struktur hier bei new-in-town etwas anonymer aufgebaut ist als beispielsweise in diversen anderen Netzwerken, so beklagen doch einige von euch auch hier gewisse Belästigungen, möchten User sperren lassen (das könnt ihr übrigens unter den „neuen Apps“) oder melden sich aufgrund solcher Belästigungen ab.

Habt ihr es hier schon mal mit wirklich bösen Absichten, Kriminalität oder sonst was zu tun gehabt? Erzählt uns davon! Die Kommentare hier werden immer anonym veröffentlicht, darum braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, dass jemand euch erkennt. Wer hat hier oder anderswo im Netz schon kriminelle Erfahrungen gemacht? Wie konntet ihr euch wehren oder fühlt ihr euch aktuell bedroht? Schreibt uns!

Eure Katja

„Du hast 0 neue Nachrichten“

…oder: Die gescheiterte Kontaktaufnahme

Servus nities,

Mist, es ist deutlich kühler geworden und beginnt nachts sogar schon zu frieren! Also auf Wanderschaft gehen werde ich dies Jahr wohl doch nicht mehr. Erst recht nicht auf den Feldberg, wo gefühlsmäßig sicher bald schon der erste Schnee liegen wird! Brrrrr. Ich hatte letzte Woche ja noch ganz euphorisch weitere Wanderbeteiligungen meinerseits angekündigt. Nee, nee, nee, es muss was anderes her! Werde gleich mal schauen, was die Pinnwand so bietet.

Apropos „Kontaktaufnahme und Treffen“:
Im Gespräch mit anderen Leuten beklagen diese immer wieder mangelnde Kontaktbereitschaft. Meine nitie-Bekannte „coci_ffm“ hat mir erzählt, dass sie immer wieder potentielle Freizeitkandidaten anschreibt, es aber selten zu einem Treffen kommt. „Irgendwann melden die sich nicht mehr, einfach so?!“, klagte sie.


Erst dachte ich, es läge bestimmt an ihr oder daran, dass zwischen ihr und den bestimmten Usern einfach kein Funken rüber springen würde, die Chemie einfach nur nicht stimme. Doch dann, auf dem Stammtisch, erzählten auch „lissi“, „kosimix_1982“ und „fischkopp“ von ähnlichen Erfahrungen.
„So oft schreibe ich Leute an, die Freizeitpartner für genau die Sache suchen, die ich auch gerne mache. Wenn ich sie diesbezüglich anschreibe, ein paar Vorschläge mache oder ein Treffen anrege, dann hör ich nie wieder was von denen. Dabei sehe ich doch, dass derjenige die Mail gelesen hat. Ich verstehe das nicht.“

Da sich die gleichen Fragen häufen, will ich es heute mal zum Thema meines Blogs machen und bitte euch wie immer um eure Meinung. Diskutiert mit anderen, tauscht euch aus! Geht es euch auch so oder seid ihr sogar manchmal diejenigen, welche Kontakte abbrechen oder abgebrochen haben? Wenn ja, warum? Gehen euch bestimmte User auf die Nerven? Habt ihr doch keine Lust mehr, bestimmte Dinge gemeinsam zu machen oder habt ihr zu viele Antworten erhalten? Hat sich vielleicht jemand ungünstig ausgedrückt? Was sind die Gründe?
Vielleicht sind auch einige heute ganz neu dabei und wissen noch nicht, wie sie es mit der Freundschaftssuche am besten anstellen sollen? Ich erkläre mal ein bisschen, wie eine vorbildliche Kontaktaufnahme verlaufen könnte:

Also, die richtige Seite habt ihr ja schon aufgerufen, (sonst wärt ihr ja nicht hier ;-) ) dann klickt ihr oben bei den unterschiedlichen Reitern auf die „Pinnwand“. Es erscheint eine neue Seite. Dort gebt ihr nun unter „Stadt“ eure Stadt ein. Nun könnt ihr noch weitere Dinge suchen, wie z.B. die „Entfernung“ zu eurer gewählten Stadt oder eine bestimmte „Kategorie“ (=Hobbys), müsst dies aber nicht alles anwählen. Nun auf „Suchen“ klicken und sich freuen, was da alles erscheint.
Oder ihr schreibt Leute direkt auf der „Pinnwand“ an, auf ihre neusten Einträge. Das ist meist sinnvoller als die zuerst vorgestellte Methode, da diese nities AKTUELL bestimmte Gleichgesinnte suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine freundliche Antwort auf eine aktuelle Suche nach einem Freizeitpartner ablehnt ist wesentlich geringer, als eine (möglicherweise) „Karteileiche“ anzuschreiben, die gerade Nichts und Niemanden sucht.

Solltet ihr weiterhin überhaupt keine Antwort erhalten, dann würde ich als Grund zuerst einmal Netzwerkprobleme diagnostizieren und an den Support überweisen bzw. verweisen.
Solltet ihr ein paar Nachrichten erhalten, aber die Schreibbereitschaft aller, wirklich aller (!) User, nach kurzer Zeit wieder abflachen, dann müsst ihr als Ursache vielleicht doch mal euren Schreibstil überdenken und solltet euch fragen, ob ihr nicht vielleicht doch selber einen Grund des Rückzugs bietet.

Aber ansonsten würde ich sagen, in gewisser Weise ist es wohl auch normal, dass Menschen unterschiedlich reagieren und handeln. Das macht es ja auch irgendwie spannend. Es gibt virtuell eben genau so viele Unterschiede wie im wahren Leben.

Nun möchte ich aber, dass ihr eure Chance nutzt und hier ein wenig über solche Dinge diskutiert!
Wie denkt ihr über die Arten der Kontaktaufnahme oder besonders des plötzlichen Abbruchs? Sind „virtuelle Menschen“ nicht mehr in der Lage zu kommunizieren? Ist das einfache „Nichtstun“ die beste Lösung, um jemanden los zu werden? Auf welcher Seite steht ihr oder was habt ihr hier schon so erlebt? Ich will es wissen!

Eure Katja

Gedankengänge zum Nationalfeiertag: Was ist gut dran, in Deutschland zu leben?

Liebe nities,

am 3. Oktober ist es wieder soweit, die Wiedervereinigung jährt sich zum 20. Mal. Aus diesem Anlass wollen wir mal ein wenig in uns gehen und uns überlegen, was gut dran ist, in Deutschland zu leben.

Ich will euch weitgehend mit politischen Aspekten verschonen, wir kennen die Entstehung und den Hintergrund hoffentlich ohnehin alle. Viel mehr möchte ich von EUCH wissen, wie ihr die Sache mit der Wiedervereinigung, dem zusammengewachsenen Deutschland und all dem, was danach kam und wie es sich hier lebt, jetzt seht?
(ARD-DeutschlandTrend hat zu dem Thema auch schon eine Umfrage gestartet:
http://de.news.yahoo.com/blogs/allgemein/umfrage-leben-im-vereinten-deutschland-p120186.html – Wäre jedoch schön, wenn ihr HIER kommentiert. ;-) Yahoo hat doch schon viel zu viele Antworten, das liest sich doch eh niemand alles durch.)

Gerhard Schröder, unser ehemaliger Kanzler, wollte im November 2004 den Nationalfeiertag etwas verlegen, nämlich auf den ersten Sonntag im Oktober, damit die Wirtschaft angekurbelt werde. Dieser Vorschlag stieß damals auf heftige Gegenwehr, so dass er nach einer kurzen, aber heftigen Debatte verworfen wurde. Mittlerweile ist es aber wieder so, dass die Geschäfte öffnen dürfen. Sogar jetzt, im Jahre 2010, am 20. Jahrestag, der direkt auf einen Sonntag fällt, gibt es vielerorts einen verkaufsoffenen Sonntag. Nix mit Feiertag für viele Menschen der in Geschäften arbeitenden Bevölkerung. Aber es geht ja nicht nur darum, einen Feiertag zusätzlich zu genießen, es gibt noch ganz viele andere Gründe, Vor- und Nachteile, die mit dem 3. Oktober verbunden sind.
In den zwanzig Jahren sind beide Teile Deutschlands zusammengewachsen oder sollten es zumindest sein. Dies ist auch jetzt noch nicht immer einfach. Zu viele Unterschiede gab und gibt es zwischen Ost und West.
Aber jetzt seid ihr gefragt! Überlegt euch, was ihr gut oder weniger gut findet, in Deutschland zu leben. Vielleicht kommen auch einige nities von euch aus Ostdeutschland und sehen die Sache anders. Erzählt es uns! Alle Kommentare werden anonym (also nur mit Nickname und ohne E-Mail Adresse) veröffentlicht.

Horst Köhler (Bundespräsident von 2004-2010) hat meine Frage bereits (vor einigen Jahren) beantwortet und sagte Folgendes:
“Seit dem Jahr 1990 leben die Deutschen in Ost und West wieder in einem gemeinsamen Staat. Wir haben in dieser Zeit viel gemeinsam erreicht und manches übereinander gelernt. Wir sind bescheidener in unseren Erwartungen und realistischer in unserer Selbsteinschätzung geworden. Noch immer stehen wir vor großen Herausforderungen. Wir haben aber auch alle Voraussetzungen, sie zu meistern. Unser Land hat nicht ohne Grund überall auf der Welt einen guten Namen. Er steht für Erfindergeist, Fleiß und organisatorisches Geschick, für die Kulturnation, für sozialen Frieden und Rechtssicherheit, für große Erfahrung auf den Weltmärkten und für Spitzenprodukte. Es gibt allen Grund zur Zuversicht.”

Was mir spontan noch dazu einfällt: In Deutschland läuft vieles im Gegensatz zu anderen Ländern “geregelter” ab. Die hochgelobte “Deutsche Pünktlichkeit, Ordnung und Zuverlässigkeit” zum Beispiel. Spuckt ihr in diversen Großstädten euren Kaugummi auf die Straße, so müsst ihr mitunter 20 Euro dafür blechen. In fernöstlichen Ländern dient die Straße als Abfalleimer. Umweltschutz ist ein Fremdwort.

Und Contra: Schauen wir uns in Deutschland das Wetter an, so möchten nicht wenige am liebsten auswandern. Auch die Preise die spätestens durch den Euro in die Höhe geschnellt sind, machen es einem nicht gerade leicht, in Deutschland zu leben. Jetzt finden vielerorts wieder Volksfeste statt. Neulich erst habe ich mit einigen nities die Frankfurter “Dippemess” besucht. Ein Backfischbrötchen kostete dort beispielsweise 6,50 Euro. Den DM-Preis darf man sich nicht ausrechnen, dann vergeht einem der Appetit. Eine Rundfahrt im Riesenrad machte 4,00 Euro aus und die Fahrt mit den Öffentlichen fast 4,60 Euro. Fährt man dann noch Achterbahn, trinkt etwas oder schießt – als Mann – seiner Liebsten eine Rose oder kauft ein paar Lose, so muss man als Normalverdiener für einen Besuch auf dem Rummelplatz umgerechnet 2-3 Stunden arbeiten. Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern aussieht, aber mir scheint, dass das Leben in Deutschland ausgesprochen teuer ist.

So, jetzt ihr. Was meint ihr dazu? Schreibt, kommentiert und diskutiert.

Eure Katja

PS: Ich möchte noch erwähnen, dass diese, meine Gedankengänge zum Thema, “Was ist gut in Deutschland zu leben?”, natürlich nicht alle unmittelbar etwas mit dem Nationalfeiertag zu tun haben. Auch möchte ich mich bei dem Thema nicht zu sehr “aus dem Fenster lehnen”. Ich bin keine politisch aktive Person, gehöre keiner Partei an und sonst was. Ich tippe hier nur ein paar Gedankengänge ein, die euch zwar anregen sollen, auch etwas zu schreiben, aber auch nicht falsch verstanden werden sollen. Wir befinden uns immer noch auf einer Freizeit-Kontaktbörse.  :-)

Wie wahrscheinlich ist es, ab 30 noch 'beste' Freunde zu finden?

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