Archiv von 'Tipps für Neulinge' Bereich

3 Möglichkeiten, Deine Komfortzone diese Woche zu verlassen

Wer neue Leute kennenlernen möchte, kennt vielleicht dieses Problem: Es fühlt sich teilweise unbequem an. Wir müssen nicht nur unseren Sessel zuhause verlassen und aus der Haustür gehen, wir fühlen uns eventuell auch ein wenig unsicher.

Das ist ganz normal. Die Begründung ist eine psychologische: Unser Gehirn ist darauf eingestellt, immer wieder denselben Routinen zu folgen. Die Logik unseres Unterbewusstseins: Unsere bisherigen Gewohnheiten haben es geschafft, dass wir bis heute am Leben sind – sie sind also positiv und damit aufrechtzuerhalten.
Neues auszuprobieren stellt hingegen für unser Gehirn eher ein Risiko dar. Wer zu Jäger- und Sammlerzeiten z.B. keine Hemmungen hatte, eine unbekannte Beere zu probieren, konnte schneller mit Vergiftungen rechnen, als derjenige, der einfach immer die gleichen sicheren Beeren aß.
Heutzutage müssen wir in der Regel nicht mehr jeden Tag um unser Leben kämpfen – und trotzdem reagiert unser Gehirn auf Neues genauso wie vor Millionen von Jahren. Daher kommt es, dass man oft einen inneren Widerstand spürt, wenn man etwas Neues ausprobieren möchte, z.B. neue Leute treffen.

Ganz können wir dieses Gefühl nie abschütteln. Am besten ist es daher, uns daran zu gewöhnen, regelmäßig neue Dinge zu tun. Ich möchte Dir heute drei Dinge vorstellen, die Du diese Woche tun kann, um raus aus Deiner Komfortzone zu kommen:

– Besuche einen neuen Ort
Die meisten Leute können die Orte, die sie regelmäßg besuchen an einer Hand abzählen. Dabei gibt es so viel zu entdecken. Wer Flecke seiner Stadt noch nicht kennt, kann diesen mal einen Besuch abstatten. Wer umliegende Dörfer, Wälder und Seen noch nicht begutachtet hat, kann sich diese einmal ansehen. Doch auch der Besuch einer neuen Kneipe, eines Clubs oder eines neuen Parks ist ein Anfang.

– Beweg Dich anders fort
Wer immer die gleichen Orte besucht, benutzt meistens auch die gleichen Fortbewegungsmittel. Warum nicht einmal von Auto auf Fahrrad umsteigen? Oder bei kürzeren Strecken zu Fuß laufen? Und auch eine Tour mit dem Bus kann interessant sein. Bewegen wir uns anders fort, entdecken wir bekannte (oder unbekannte) Gegenden in anderer Geschwindigkeit und Intensität.

– Probiere eine neue Aktivität aus
Schon mal in der Sauna gewesen oder Go-Kart gefahren? Schon mal mit Schwertern gekämpft oder Yoga gemacht? Wer die Augen offen hält, findet jeden Tag Möglichkeiten, neue Aktivitäten auszuprobieren. Am leichtesten ist das, wenn wir uns einer Gruppe anschließen, bei der einige Mitglieder schon etwas Erfahrung mitbringen. Du kannst solche Leute auch leicht bei New in Town finden: Frage einfach danach, wer Interesse daran, Dir seine Hobbys näherzubringen. Im Gegenzug kannst Du anbieten, Deine Hobbys anderen zu zeigen.

Welche der obigen Ideen probierst Du diese Woche aus? Nimm ein paar Deiner neuen New In Town Freunde mit!

Weitere Verbesserungen bei new-in-town

Wie bereits im letzten Artikel angekündigt, gibt es weitere Neuerungen. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Es gibt eine Premium-Mitgliedschaft: Event-Promoter für € 50 pro Jahr ohne automatischer Verlängerung. Event-Promotoren können in ihrer Heimatstadt eigen Events anbieten und Gruppen eröffnen.
  • Die Mitgliederliste wurde neu gestaltet. Jetzt kann man auch die Mitgliederbilder direkt sehen, sowie werden mögliche Partner und Kinder als Ikone angezeigt  und die möglichen Befehle sind als Ikonen dargestellt:
  • Nachricht schreiben
  • Als Kontakt hinzufügen
  • Profil des Mitglieds aufrufen
  • Auch der Text ‚Über mich‘ ist einfacher und schneller erreichbar in der Willkommensbox hinterlegt.

Eure Lisa

PS: Es gibt eine Gruppe, die alle new-in-townMitglieder nutzen dürfen: new-in-town Tipps

Meine ersten Ü-Ticket-Veranstaltungen

Servus nities,

vor einiger Zeit berichtete ich Euch von meiner tollen Entdeckung ü-ticket (ue-ticket).
Für diejenigen, die den Artikel verpasst haben, hier nochmal der Link:
http://blog.new-in-town.com/2012/meine-neue-entdeckung-u-ticket/

Als Mitglied bei ü-ticket bekommt man unter anderem pro Quartal kostenlos bis zu zwei Mal zwei Tickets für kulturelle Veranstaltungen in Frankfurt am Main, Mainz und Umgebung. Die Kategorie für die Angebote lässt sich selbstverständlich vorher frei wählen. Kartenangebote darf man aber auch ablehnen und auf andere warten.

Ich bin jetzt ein paar Wochen dabei und habe bei allen beiden Vorschlägen für die Überraschungstickets sofort zugegriffen, denn ich bekam richtig tolle Angebote:

Zuerst flatterten mir Kartenangebote für das Varieté Tigerpalast in Frankfurt in den virtuellen Briefkasten und das zweite Mal für die Burgfestspiele in Bad Vilbel. Wenn man bedenkt, dass die gefragten Karten regulär 28,- (Burgfestspiele) und 78,- Euro (Tigerpalast) pro Person kosten, ist ü-ticket alleine deswegen schon eine supertolle Sache.

Was mir an der Sache auch gut gefällt ist, dass ich ja immer jemanden mitnehmen darf. Das pflegt Freundschaften. So führe ich bereits eine lange Warteliste mit Anfragen von interessierten Freunden, die mich auf die eine oder andere kulturelle Veranstaltung begleiten wollen. Ein ü-aktiv-Abo, bei dem ich die Begleitung von ü-ticket gleich mit buchen kann, brauche ich also nicht. Da ich jedoch so viele Leute gar nicht mitnehmen kann, empfahl ich meinen Freunden, sich doch selbst mal bei ü-ticket anzumelden.

Bei meinem ersten Event im Tigerpalast (zu dem mich eine Liebe Kollegin begleitete) war ich noch etwas unsicher, wie das Ganze wohl abläuft. Würden wir einen übriggebliebenen, einen sogenannten „billigen Platz“ bekommen? Erwartungsvoll legte ich beim Einlass, eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn, meinen E-Mail-Ausdruck vor. Dort wurde dieser in reguläre Eintrittskarten umgetauscht. Ein gut gelaunter Mitarbeiter des Varietés führte uns zu den Plätzen. Wir staunten nicht schlecht, als wir nach ganz vorne geführt wurden, direkt vor die Bühne. „Nun kann man das so oder so sehen“, überlegten meine Kollegin und ich laut, „entweder ist das jetzt der beste Platz oder der schlechteste.“ Bei einer Liveshow besteht ja immer das Risiko, auf die Bühne geholt zu werden und sich so richtig zu blamieren. Wir entschieden uns jedoch für die erste Variante unserer Gedankengänge und so war es dann auch: Wir hatten einen der besten Plätze überhaupt. Es gab keinen Akteur, der einen von uns zum Zersägen auf die Bühne gebeten hat, wir bekamen keinen Jongliergegenstand an den Kopf geworfen und brauchten bei den Einlagen auch nicht zu assistieren. Allerdings wurde meine Begleitung einmal Ziel eines Wasserstrahls, den ein Komiker aus einer Wasserpistole abfeuerte. Aber das hat sie ihm wohl sofort verziehen. Überhaupt war dieser ungeschickte Artist so lustig, dass ich vom vielen Lachen noch am nächsten Tag meine Bauchmuskeln spürte.
Wir hatten nach dem schönen Abend noch lange was zu erzählen und ich freute mich schon auf den nächsten ü-ticket-Vorschlag.

Dieser kam nur wenige Wochen später: Die Burgfestspiele standen an. Das Stück „Kiss me Kate“ klang ganz nett, dachte ich. Diesmal wollte ich männliche Begleitung mitnehmen.
Leider hatte es an dem Tag fast ununterbrochen geregnet, sodass Schirme, Decken und Jacken bei dem teilüberdachten Freilichtevent nicht fehlen durften. Da ich die Burg von einer anderen Aufführung her bereits kannte, wusste ich, dass das Stück auch bei Schauer gespielt werden würde. Wir waren zeitlich etwas zu früh dran und entschieden uns, noch an einem Einführungsgespräch über das bevorstehende Stück teilzunehmen. Das hätten wir lieber sein lassen sollen. Die fachliche und geschichtliche Erklärung der Zusammenhänge der Liebesbeziehung zwischen dieser Kate und ihren Männern klang doch etwas zu sehr nach einem sentimentalen Musical, als nach einer Komödie, auf die wir doch so Lust hatten. Als Letzteres wurde das Stück nämlich auch auf der Internetseite beschrieben: „‘Kiss me Kate‘ erzählt die komödiantische Liebesgeschichte eines widerborstigen Schauspielerpaares“, hieß es da im Wortlaut.
Wie gesagt, nach der Einführung waren wir doch etwas irritiert. Das nächste Mal lassen wir das lieber. Nach Rotwein und Brezel beziehungsweise Bier und Bockwurst im Burghof sah die Welt gleich wieder anders aus. Die Wolken zogen davon und der Gong, der zum Platznehmen aufforderte, ertönte. Auch hier muss ich sagen, wir hatten super Plätze. Denn zu Beginn war ich mal wieder etwas skeptisch, ob wir vielleicht vorne sitzen würden, was dort jedoch kein guter Platz gewesen wäre. Vorne ist es nicht überdacht. Nein, wir wurden in Reihe 21 geführt. Das ist der hintere, mittlere Block. Super! Top!

Das Stück an sich wurde wie üblich mit einer Pause aufgeführt und war dann doch besser, als die Einleitung es vermuten ließ. Der Hammer war es zwar auch nicht, aber da kann ja ü-ticket nichts dafür. Ich persönlich mag eben gerne etwas Komödiantisches und lache gerne. Das Stück war in manchen Teilen doch etwas zu langatmig. Egal, schön war es trotzdem.

Jetzt habe ich meine beiden Quartalstickets leider alle verbraucht und muss auf das nächste Quartal warten. Sollte ich kulturell auszuhungern drohen, darf ich ja immer noch mein ü-extra-Abo nutzen. Damit habe ich Zugang zu Last-Minute-Angeboten, die ich gezielt buchen kann. Das muss ich demnächst auch unbedingt mal ausprobieren …

Eure Katja

Sponsored Post: TwoTickets.de ist Veranstaltungskalender und Freikarten Club in einem.


TwoTickets.de ist Veranstaltungskalender und Freikarten Club in einem. Unter dem Motto „Die Stadt ist draußen“ erhalten seine Nutzer in ganz Deutschland kulturelle Tipps von Bühne über Klassik, Kunst & Wissen, Musik, Film bis Sport und Party.
Mitglieder des Freikarten Clubs erhalten für einen geringen Monatsbetrag Freikarten nach ihrem Geschmack. Immer 1×2 Tickets, so können sie gleich den besten Freund oder die beste Freundin mitnehmen.
Wer sich bei TwoTickets.de kostenlos registriert, kann selbst als Kulturentdecker mitmachen: eigene Erfahrungsberichte schreiben oder die anderer bewerten und auch eigene Vorschläge für Veranstaltungen einbringen.

Schule oder Studium beendet. Was nun?

Servus nities,

heute widme ich mich den Berufsanfängern. Die Ferien sind vorbei und für so manch einen heißt es, ab in die Ausbildung. Wer sich rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz gekümmert hat, liegt klar im Vorteil. Jetzt noch eine Lehrstelle zu finden, das ist schier unmöglich. Wem es nächstes Jahr bevorsteht, der fängt am besten gleich mit der Suche an. Doch was macht man, wenn man nicht weiß, wo seine Stärken liegen, wobei man sich wohlfühlen und was man gerne beruflich machen würde? Ich habe letzte Woche das „Monster der Unentschlossenheit“ vorgestellt. Es ist gar nicht so selten, dass man in jungen Jahren einfach noch nicht weiß, was man beruflich machen möchte. Schließlich hat man noch nicht viel ausprobiert und kennengelernt. Die Agentur für Arbeit bietet das Berufsinformationszentrum BIZ an. Natürlich kann man sich auch online ( http://www.arbeitsagentur.de/nn_6786/Navigation/Dienststellen/RD-H/Frankfurt/Agentur/Buerger/BIZ/BIZ-Nav.html ) informieren oder man geht direkt hin. Ich weiß noch, dass ich vor vielen Jahren mit meiner Schulklasse auch hingegangen bin. Dort gibt es Videofilme und Sammelordner, die fast jeden Beruf vorstellen. Sollte man also schon einen Job im Auge haben, ist es sehr sinnvoll, sich hier über die Ausbildungsdauer, Vergütung, körperliche und handwerkliche Anforderungen, Arbeitsorte, wirtschaftliche Aussichten etc. zu informieren. Man könnte sich auch einen Praktikumplatz suchen und vor der eigentlichen Ausbildung ausprobieren, ob einem der Beruf wirklich zusagt. Was aber, wenn man so absolut nicht weiß, was man möchte?

Die Agentur für Arbeit und auch zahlreiche Bücher bieten Tests an, anhand dieser man seine Stärken und Schwächen erkennen soll. Arbeite ich gerne im Freien oder in einem Büro? Alleine oder im Team? Bin ich ein „Macher“, kann ich andere motivieren oder überzeugen oder führe ich lieber Anweisungen aus? Bin ich handwerklich geschickt, habe gerne mit Menschen zu tun oder eben nicht? Rede ich gerne oder bin ich eher ein introvertierter Typ? Kann ich mich in Menschen hinein versetzen, bin mitfühlend? Bin ich künstlerisch begabt oder habe ich zwei linke Hände, bin dafür gut im logischen Denken? Fragen über Fragen, die einem den Weg weisen sollen. Man beschäftigt sich damit und findet hoffentlich seinen Traumjob. Außerdem gibt es für Berufseinsteiger ja die Berufsberatung. Dennoch rate ich dazu, mindestens ein Auge offen zu lassen und sich nichts aufschwätzen zu lassen. Damals, als ich von der Schule aus solche Tests machen musste, hatte ich auch keine Idee. Ziemlich schnell redete man mir den Beruf der Arzthelferin (mittlerweile heißt es „Medizinische Fachangestellte“) schön, weil es eben noch viele freie Ausbildungsplätze gab. Dabei wollte ich das gar nicht werden. Ich konnte mich gar nicht mehr aus den Klauen der Berufsberaterin entreißen, so festgefahren war sie in ihrer fixen Idee, mich in diesem Beruf unterkriegen zu wollen. Ich weiß nicht, vielleicht bekommen die Damen und Herren Berufsberater Provision für jede erfolgreiche Vermittlung? Letztlich habe ich mich gefügt und eine Ausbildung zur Arzthelferin begonnen, für 3 Wochen! Dann wechselte ich den Ausbildungsbetrieb und landete in einem Foto Atelier und lernte, was ich heute noch bin, Fotografin. Also immer aufpassen. Es gibt ein nettes Büchlein, was mir diesbezüglich kürzlich in die Hände gefallen ist. Es erzählt die Geschichte der 24jährigen BWL-Studentin Susanne Meier. („Warum Elefanten nicht gerne auf Bäume klettern“, von Claudia Schönrock im Laudatio Verlag). Sie ist nach ihrem Studium auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Susanne erzählt von ihrem Leben, ihren Träumen, von ihrem Freund und all den Dingen, die sie auf der Suche nach ihrem Traumjob erlebt, als fortlaufende Geschichte. Elefanten klettern nicht gerne auf Bäume bedeutet eben nichts anderes, als dass nicht jeder Mensch die gleichen Eigenschaften und Fähigkeiten ausweist. Was dem einen Spaß macht, kann für den anderen eine Strafe sein. Man muss sich selber eben erst auch kennen lernen.
In dem Taschenbuch erhält der Leser gute Tipps, bekommt Ratschläge und wird auf Stolpersteine hingewiesen. Susanne durchläuft alle Stationen, die einem begegnen können. Von der Jobsuche, über Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche vereinbaren und wahrnehmen, Fragen richtig beantworten, dem Assessment-Center,
wie man Rückmeldungen zu nehmen hat und vieles mehr. Wie es mit Susanne und ihrem Freund ausgeht und für welchen Job sie sich entscheidet, das verrate ich Euch nicht. Schließlich ist es eine Geschichte, kein Sachbuch und Geschichten verrät man nicht. 😉 Wer für ein Studium oder Ausbildungsplatz umziehen muss, der braucht sich auch keine grauen Haare wachsen zu lassen und Angst haben, alleine zu sein. Es geht doch allen so. Mit new-in-town seid Ihr nicht alleine. In fast jeder großen Stadt gibt es mittlerweile NIT-Gruppen, mit denen Ihr über die Pinnwand Kontakt aufnehmen oder die Ihr über die Umkreissuche ausfindig machen könnt. Ihr könnt Euch für den Anfang auch eine nette WG suchen. Wer schnell neue Freunde findet, der gewöhnt sich auch an die neue Stadt und dem fällt letztlich auch der Neustart leichter. Außerdem könnt Ihr ja auch aktiv werden, selber einen Pinnwandeintrag eingeben und so vielleicht von anderen nities „Geheimtipps“ über Firmen, Städte und anderen Dingen erhalten. Nach der Schule oder dem Studium wird zwar einiges anders werden, aber nicht schlechter. Ihr steht dann ein ganzes Stück selbstständiger in Eurem Leben und verdient Eure eigenen Brötchen. Selbst wenn Ihr irgendwas beginnt, Ihr müsst es ja nicht – wie es früher bei Euren Großeltern noch oftmals der Fall war – Eurer Leben lang machen. Man kann immer noch umswitchen, umschulen und etwas ganz anderes lernen.

Eure Katja

Der Frühstückstreff (Teil 2) – Fortsetzung von „Verabredungen einhalten“

Liebe nities,

ich habe neulich eine Fortsetzung der Geschichte über den Frühstückstreff angekündigt. Da ich meine Versprechen weitgehend einzuhalten versuche, bekommt ihr sie heute. Über die Vorbereitung dazu habe ich ja bereits am 20. November berichtet. Nach längerer Überlegung habe ich mich für einen Erfahrungsbericht meiner eigenen ersten Teilnahme entschieden, berichte also aus der Position des Gastes. Voilà:

Sonntagmorgen 11 Uhr, irgendwann im Sommer 2008 in einer bekannten Mainmetropole: Ich saß mit einer Menge, mir vollkommen unbekannten Menschen, in einem, mir jedoch nicht ganz so unbekannten Lokal in Bahnhofsnähe. „feel at Home“, heißt die Lokalität und hier fühle ich mich wirklich immer recht heimisch. Wie viele Winterabende habe ich hier nicht bereits mit Freunden gemeinsam bei Tee, Glühwein oder einem heißen Apfel mit Brettspielen und endlosen Gesprächen verbracht? Im Sommer sitzen wir natürlich auf der Terrasse und trinken einen Sauergespritzten, ne Apfelsaftschorle oder so was. Nun war ich also zum Frühstücken hier. Ich bestellte erstmal ein kleines Frühstück mit einem großen Milchkaffee und schaute mich in der Runde um.
Außer meinem Kumpel Tobias kannte ich damals niemanden und saß etwas verloren herum. Einige schienen sich bereits untereinander zu kennen, andere hingegen schauten genau so unsicher durch die Gegend wie ich. Tobias, Organisator dieses Treffens, war Herr der Lage, kannte fast jeden. Er genoss, dass die weibliche Anzahl seiner Gäste in einer deutlichen Zahl überwog. Er wirkte überdreht und zappelte auf seinem Platz herum. Irgendwie fühlte ich mich ein wenig genervt von der hibbeligen Art. Vielleicht versuchte er auch nur, alle Gäste gleichzeitig zu unterhalten, vermutete ich. So drehte ich mich auch nach rechts, nach links, beugte mich vor zu meinem Gegenüber und versuchte mit den Mädels in Kontakt zu treten. Also irgendwie kam ich mit so niemand wirklich ins Gespräch und konnte mich erst recht nicht mit jemandem identifizieren. Auf mich wirkten einige der Leute in dem Kreis zuerst einmal überdreht und gespielt, doch das Gefühl veränderte sich später, als ich die nities näher kennenlernte …
Eine Martina, kräftig gebaut, bunt geschminkt und lustig drauf, führte damals grell piepsend das Gespräch. Es ging natürlich um „new in town“ und wen sie schon alles auf diese Weise kennengelernt hatte. „Kennt ihr auch die Einträge des LuckyXY?“, fragte sie in die Runde.

„Wer kennt die nicht!?“

Der Typ mit dem Pseudonym „LuckyXY“ war fast jedem aktiven „new-in-town-Mitglied“ bekannt. Sein Standardeintrag war einer über seine „privaten Grillpartys“, wofür er immer neue Leute suchte, natürlich Frauen, weil „zufällig kurzfristig welche wegen Krankheit absagen mussten!“ Jeder amüsierte sich im Stillen über den „armen Mann“, bei dem die Frauen „zufällig“ so oft kurzfristig erkrankten.

Genauso bekannt war die sich ständig wiederholende Anzeige einer Nerges, die in falschem Deutsch für sich und ihren Mann „allgemeine Freundschaften“ suchte und dabei jedes Mal betonte, dass sie „nichts Sexuelles“ suchten, aber dafür „mobil seien“…

„Nerges…! Oh ja, die kennt auch jeder!“

Na ja, wir unterhielten uns noch über diese und jene Anzeige in der „Pinnwand“ des Internetforums, ohne natürlich unseren eigenen Nickname bzw. unsere wahrscheinlich genauso albern klingenden Anzeigen zu erwähnen. Gut, dass es Nicknames gab!

„Hat eigentlich schon mal jemand LuckyXY oder Nerges getroffen?“, fragte ich in die Runde und alle starrten mich an. Sicher hatte ich die unmöglichste Frage aller Fragen gestellt! Eine Frage, die tabu war, die man nicht stellen durfte.

„Natürlich nicht!“

„Wer antwortet denn auf so was?“, lauteten die fast schon empörten Antworten aus allen Richtungen.

„Ahm, doch…“, meldete sich leise ein Stimmchen von ganz hinten. „Ich habe ihn mal getroffen. Aber es war ganz durch Zufall. Er ist bei einem Treffen von anderen dabei gewesen. Er heißt mit richtigem Namen Mike und ist in der Tat ein seltsamer Vogel.“

Gesichter drehten sich zu Annabelle , einer zierlichen, blonden, Mittdreißigerin.

„Erzähl mal!“, wurde sie wissbegierig aufgefordert.

„Na ja, das ist ein etwas schleimiger Typ, so unseres Alters. Er  kommt sich ziemlich toll vor, glaube ich. Wir waren damals auch auf einem Frühstücksbrunch zusammen. Er stützte sich immer auf den Tisch, lehnte sich vor und begann fast jeden Satz mit „Also ich bin einer, wo… usw.“.

Wir grinsten und stellten uns diesen Typen bildlich vor. Annabelle  machte ihn nach und schaute Imken, die ihr gegenübersaß, dabei in die Augen: „Also ich bin einer, wo, wenn er in einer Beziehung ist, ganz schön tolerant ist.“ „Also ich bin einer, wo, wenn er in einer Beziehung ist, auch schon mal Geschirr spült.“

Wir lachten, plötzlich kam Stimmung auf und wir überlegten, wie Nerges sein könnte.
„Also ich will aber nix Sexuelles“, meldete sich Tobias mit piepsigem Stimmchen und wir hielten uns grölend den Bauch.

„Wirklich nicht?“, fragte ich meinen Lieblingskumpel ironisch zwinkernd.

„Nee du, aber dafür bin ich auch mobil!“

Nachdem wir uns über die seltsamen Einträge lustig gemacht hatten, unsere eigenen selbstverständlich für uns behielten, unterhielten wir uns über uns Anwesende. Letztlich tauschten wir noch Handynummern für spontane Anrufe zwecks sinnvoller Freizeitgestaltung aus. Wenn man über dreißig und Single war, konnte in einem Abend alleine zu Hause bereits der Anfang einer großen, unendlich scheinenden Depression liegen. Dem versucht NIT entgegenzusteuern!

Keiner war als Einziger neu im Kreis. Den meisten nities, die gekommen waren, ging es so. Oft sei es aber leider auch so, erzählte mir später einmal eine der netten Bedienungen, dass die Leute sich nicht an den Tisch trauen oder, nachdem sie nur kurz den Kopf zur Tür herein steckten, wieder gingen. Zu Beginn kam ich mir auch fremd vor, konnte mit den anderen so gar nichts anfangen, doch das änderte sich im Laufe des Vormittags. Man muss die Menschen erst einmal näher kennenlernen. Ich bin damals jedenfalls froh gewesen, dass ich nicht nach den ersten zehn Minuten wieder gegangen bin. Es ist ein interessantes Zusammentreffen gewesen, aus dem sich später mein Wunsch, selber Frühstückstreffs zu organisieren, entwickelt hat.

Es gibt hier ja auch fest organisierte Frühststücktreffs, das „breakfast to meet“, direkt von NIT aus beispielsweise. Vielleicht habt ihr auch mal Lust, euch in das Kennenlern-Abenteuer zu stürzen? Ihr habt keine Zeit für so was, meint ihr? Wie lautet da mein gern zitierter Spruch in diesem Fall: „Essen müssen wir doch alle mal was!“  😉

Eure Katja

Die Qual der Wahl – bei der Freundschaftssuche

Liebe nities,

ihr habt die Möglichkeit, den nachfolgenden Artikel zu lesen oder eben nicht.
Das sind zwei Möglichkeiten: Ja oder Nein.
Einige werden sagen: „Wieso? Es gibt doch auch noch eine dritte Möglichkeit. Ich kann den Text anlesen, muss nicht alles lesen.“ – Richtig, aber da haben wir es schon. Wir haben die Wahl, noch eine. Die Möglichkeit, nachfolgenden Text zu lesen oder nicht, das ist noch eine verhältnismäßig leichte Entscheidung, die ihr fällen müsst oder könnt. Doch den ganzen Tag über geht es so weiter. Wir müssen stetig irgendwelche Entscheidungen treffen und dafür gibt es nicht nur ein „Ja oder ein Nein“.

In Bezug auf new-in-town begegnet einem die Qual der Wahl schon beim Aufspüren potentieller neuer Freunde. Es scheint ein zu großes, ein unüberschaubares Angebot an Usern zu herrschen, die man kontaktieren kann. Doch welchen User schreibe ich überhaupt erst einmal an? Mit wem verabrede ich mich und wie muss diese Person „gestrickt“ sein? Schreibe ich letztlich überhaupt jemanden an oder lasse ich es ganz bleiben? Schnell fühlen wir uns durch die Masse an Möglichkeiten überfordert.

Letzte Woche berichtete der „Spiegel“ (Ausgabe 45/2010) in seiner Titelgeschichte „Eine/r für alles – Warum Männer/Frauen immer noch zu viel von Frauen/Männern erwarten“ über ein solches Thema. Genauer geht es um das Überangebot an Möglichkeiten bei der Partnersuche im Internet. Damit ihr die 11 Seiten nicht alle lesen müsst, fasse ich sie für euch zusammen und weite das Thema auf die „allgemeine Freundschaftssuche“ aus.

Der „Terror der Möglichkeiten“, wird der Zustand in dem wir leben, in dem Artikel mehrmals genannt. Eingeleitet wird der Bericht mit einem Beispiel, das mir persönlich besonders gut gefällt und eine Brücke zu meinem Blog der letzten Woche baut, die Rechtschreibung:

Ein Rechtsanwalt, natürlich gut verdienend, blond, schlank, hoch gewachsen, 36 Jahre alt und Single überlegt, ob er nicht mal die Rezeptionistin seiner Kanzlei ansprechen sollte. Sie sieht hübsch aus und lächelt ihm immer so freundlich zu. Wirklich, die Dame interessiert ihn. Doch irgendwann einmal überreicht sie ihm einen Zettel mit einer Notiz, auf dem sich ein – für ihn – gravierender Rechtschreibfehler befindet. So zweifelt der gute Mann, ob er überhaupt mit einer Frau zusammen sein könnte, die eine „Rechtschreibschwäche“ hat. So was geht gar nicht für ihn. Doch verpasst er durch sein schnelles Urteil nicht vielleicht die Chance, eine ganz tolle Frau kennen zu lernen? Hat er nicht auch Schwächen? Vielleicht kann sie gut kochen, hat Charme und Humor, kann sein Leben durch viele Dinge bereichern? Doch er schaut nur auf einen fehlenden Buchstaben.
Wir schauen nicht mehr richtig hin, wollen unser Gegenüber gar nicht erst näher kennen lernen, denn das kostet ja Zeit. Wir nehmen uns jedoch keine Zeit mehr. Zack, der erste Eindruck wurde gefällt und ist oftmals ausschlaggebend für unser weiteres Vorgehen. Doch dieser ist nicht immer richtig!

Mit wem möchte ich Kontakt aufnehmen und wen würde ich gerne treffen? Zu oft werden Erwartungen gestellt, die nicht erfüllt werden – meist nie erfüllt werden können? Der „Freund“ sollte so viele Ansprüche erfüllen. Wenn er das nicht kann, dann sucht man eben weiter. Die Auswahl ist ja groß.
Doch was kann man selber bieten? Ist man selber auch so perfekt, wie man es von anderen erwartet?
Unter „perfekt“ sollte man aber nicht verstehen, dass jemand eine 1A-Ausbildung vorweisen kann, beliebt in seinem – selbstverständlich – riesigen Freundeskreis ist, viel Geld verdient, sich geschichtlich sowie politisch bestens auskennt und überall mitreden kann. Nein, ich rede von menschlichen Kompetenzen, den „Beziehungskompetenzen“, wie die Psychologen es heute nennen.

Wer kann zuhören, wer ist für einen da, fügt sich auch mal anderen und toleriert Andersartigkeiten? Geredet wird viel über das Thema, doch eingehalten wird es in der Praxis selten. Viele wollen es auch nicht. Warum auch? Es gibt doch andere Möglichkeiten, viel Auswahl. Warum sollte man sich anpassen, verstellen oder die Schwächen anderer tolerieren? Dass man selber auch nicht perfekt ist, das wollen wir oftmals nicht hören. Geprägt von psychologischen Tipps wie „Sei du selber“ führen wir innerlich einen stillen Kampf: „Ich soll doch immer ich selber sein, also verstelle ich mich nicht.“ Nein, andere Menschen und ihre Individualität zu tolerieren und zu akzeptieren bedeutet doch nicht, sich selber zu verstecken oder umzustellen.

Ein „Terror der Möglichkeiten“, Tag für Tag. Ich möchte so, ich sollte aber so. Ich könnte dies, aber ich könnte auch jenes. Sollte ich rechts abbiegen, links oder geradeaus weiter laufen? Nena beschrieb diese Dinge Anfang der 90er Jahre in einer Liedstrophe des gleichnamigen Songs so: „Es gibt so viele Möglichkeiten, wofür soll ich mich entscheiden? Für das eine oder andere. Ich kann lieb sein oder streiten. Wenn ich gar nicht mehr weiß was ich will, dann verlass ich mich auf mein Gefühl…“
Doch gerade durch das Internet und der damit verbundenen eher unpersönlichen Kontaktaufnahme geht das typische „Bauchgefühl“ schnell verloren.
Außerdem mögen wir doch Abwechslung, das Auf und Ab im Leben. Nur keine Pausen machen und bloß nicht auf der Stelle treten. Vielleicht gibt es deswegen einige User, die auch nach Jahren keinen festen Freundeskreis gefunden haben? Bei den meisten nities ist es ja so, dass sie sich nach einiger Zeit in einer festen „Clique“ integriert haben. Die Internetaktivitäten in Bezug auf Freundschafts- oder Partnersuche werden also eingeschränkt oder gelegentlich – vielleicht sogar als Paar – nur noch erweitert.
Doch einige suchen und suchen und suchen. Möchten sie keine festen Bindungen eingehen oder ist diese Art des „Hijackings“ eine Möglichkeit, Kompromissen davon zu laufen? Das Internet wird als „All you can eat Buffet“ beschrieben. Man kann sich nehmen, was man will und soviel man will. Doch ob man mit der endlosen Suche zufrieden ist?

Kann man jemals finden, was man sucht? Haben wir das Gefühl für langjährige Freundschaften und Beziehungen verlernt? Klicken wir bei der ersten Meinungsverschiedenheit oder einem Streit gleich das nächstbeste Profil an oder können wir mit unseren Freunden oder dem Partner auch mal so richtig streiten, um uns dann wieder zu vertragen? Wie viel und was wird in Freundschaften und Beziehungen investiert? Was können wir selber dazu beitragen?

Doch der Artikel im „Spiegel“ verurteilt nicht, was das Thema Liebe, Partnerschaften und Ehen angeht. Er spricht von einem veränderten Verhalten in der heutigen, sich ständig verändernden Zeit. Frauen sind emanzipierter und unabhängiger, als noch vor einigen Jahren. Wurden früher Ehen für die Ewigkeit geschlossen, gibt es heute „Lebensabschnittsgefährten“. Man sollte sich einfach nur bewusst machen, dass die Zeiten sich ändern, die Liebe evtl. nur eine begrenzte Zeit dauert. Dann sollte es aber hoffentlich eine gute Zeit gewesen sein.

Und wie „backt“ man sich nun eine gute Freundschaft:
Ich denke, Kompromisse und Toleranz, so lauten die Hauptzutaten. Dazu kommt ein Schuss Handlungsbereitschaft, eine Messerspitze Neugier und eine Prise Offenheit. Quirlt man das alles zusammen, hat man den Nährboden einer erfüllten Freundschaft.

Eure Katja

Deutsche Sprache – schwere Sprache (…manchmal auch für eine nativ speaker Bloggerin) ;-)

Liebe nities,

heute möchte ich gerne die Reform der deutschen Rechtschreibung ein wenig auf die Schippe nehmen. Da ich noch mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen bin, ist diese mir selbstverständlich viel vertrauter und sympathischer.

Da ich aber hoffentlich noch lernfähig bin, will ich versuchen (!), mich – auch speziell für Akademiker – in Zukunft grammatikalisch ein wenig korrekter auszudrücken. Jedoch bin ich auch ein phantasievoller Mensch und in vielerlei Hinsicht trifft der Ausdruck „leicht chaotischer Künstlertyp“ auf mich zu. Ich lasse schon mal gerne „die Fünf gerade“ sein.

Wie bereits gesagt, die Reform der deutschen Rechtschreibung ist heute das Thema…
Oft sitze ich versunken vor meinem Blog und frage mich wie ganz banale Wörter nun eigentlich geschrieben werden. Auf einmal fallen mir so viele Möglichkeiten ein. Man kann das Wort ja nun so schreiben oder so. Man kann es groß schreiben oder klein. Auch zusammen und getrennt geht laut meinem Duden. Oder Stopp, habe ich mit meiner Ausgabe des dicken, gelben Werkes vielleicht nicht die allerneuste Ausgabe? Vielleicht ist seit dem Kauf im letzten Jahr wieder etwas reformiert worden?
Ich schreibe gerne! Schreiben macht Spaß, Schreiben informiert, Schreiben ist Kommunikation. Wenn ich also schreibe, dann kommen mir die Ideen schneller als ich tippen kann. (Deswegen rede ich wohl auch viel zu schnell, aber das ist ein anderes Thema, vielleicht was „typisch“ frauliches? 😉 ) Somit geht es mir um die Idee, den Inhalt. Schöner wäre es natürlich, wenn die Leser auch verstehen, was ich schreibe. Aber ich denke, das kann man, oder? Ebenso wäre es besser, wenn ich als Vorbild diente, nämlich mich grammatikalisch total korrekt ausdrücken würde. Oftmals wird in der Konversation – mündlich sowie schriftlich und gerade in Blogs, die „locker vom Hocker“ daher geplaudert klingen sollen – jedoch auch unverkennbar die Umgangssprache benutzt. Bewusst werden neue Wörter erfunden und etwas „komisch Klingendes“ von irgendwas abgeleitet. Ich hoffe, die Akademiker und Deutschlehrer unter euch haben damit kein Problem? 😉

Weiter geht’s mit der Grammatik:

„Partizip, Genitiv, Präteritum, Kausativsätze, Konjugation, Präfix, Suffix…“, kann man das essen? Nein, das sind grammatikalische Begriffe, deren Bedeutung ich sogar meist noch erklären kann. Dennoch: Oh man, lang, lang ist’s her!

Aber es geht uns Deutschen nicht alleine so. Schauen wir mal kurz in das Ausland:
Habt ihr vielleicht erst kürzlich die Meldung über den US-Schriftsteller Jonathan Franzen gelesen, von dessen Buch ‚Freedom‘ zehntausende in Großbritannien erschienene Exemplare zurückgerufen werden mussten? Warum? Wegen Fehler in der Rechtschreibung und Zeichensetzung! Zehntausende von Büchern…
Beruhigend und irgendwie sympathisch zu hören, dass es bei einem Bestsellerautor auch ein wenig mit der Rechtschreibung hapert. 😉

Das ist aber keine Entschuldigung, ich weiß! Ich will mich auch gar nicht rausreden für das, was mich persönlich nach der Schulzeit verlassen hat.

„Aber es gibt doch Lektoren“, werden einige von Euch nun zurecht einwerfen. Natürlich gibt es diese, aber ganz ehrlich, meine Erfahrungen mit Lektoren sind so gut auch nicht. Ich habe in zwei unterschiedlichen Verlagen, die Lektoren beschäftigen, zwei komplett verschiedene Bücher verlegt bekommen. Nach einer kurzen Überprüfung von deren Aufgabe war ich froh, dass ich Familienmitglieder habe, die damals noch mal alles durchgeschaut hatten! Das war auch notwendig und zwar „nach“ der Arbeit eines professionellen Lektors.

Man selber ist ja regelrecht blind für die eigene Rechtschreibung: Mir und mich, die Groß- und Kleinschreibung, zusammen oder getrennt… Dazu dann all die Fremdwörter. Deutsche Sprache – schwere Sprache. Puh!

Ganz ehrlich, seit der Rechtschreibreform fühle ich mich wie vorm Turm in Babylon stehend. Ich spreche zwar nicht plötzlich eine ganz andere Sprache, habe mittlerweile jedoch meine Sicherheit für meine Muttersprache ein wenig verloren.
Geht es euch auch so?

Ich habe eine gute Freundin, deren Mails oft grammatikalisch und von der Rechtschreibung her so chaotisch sind, dass ich wirklich nicht immer verstehe, was sie meint. Sie ist auch nativ speaker, benutzt jedoch auch gerne mal Umgangssprachliches. Manchmal lag mir dazu auch schon eine Bemerkung auf der Zunge. „Mensch, sieht sie das denn nicht“, denke ich dabei oft. Man sieht es nur bei anderen, lautet meine Erkenntnis. Aber in Anbetracht dessen, dass viele Menschen einfach „so nebenher“ mal eine E-Mail oder SMS schreiben, kann man schon verstehen, dass sich manchmal etwas Komisches entwickelt. Die Funktion T9 bei den Handys z.B. brachte bei mir mitunter schon ganz neue Sätze hervor. Die Technik denkt eben nicht mit. Denken müssen wir selber.

Zurück zu den Blogs: Liebe nities, da schreibe ich in meinem Blog „Du hast 0 neue Nachrichten“ als eventuellen Grund eines Kontaktabbruchs könnte die Rechtschreibung in Frage kommen. Damit ist nicht gemeint, dass man ab und an mal ein Fehlerchen macht. Niemand soll jetzt Angst haben, jemandem zu schreiben! Gerade „nities“ sind ja nicht immer aus Deutschland, sind zugezogen! Wenn ihr freundlich schreibt, dann kann niemand etwas sagen. NIT ist doch eine Plattform für Leute, die neu in der Stadt sind, mitunter auch neu in Deutschland. Es kann immer mal vorkommen, dass ein schlauer Deutschlehrer unter uns weilt, der von seinem Job auch in der Freizeit nicht ablassen kann. Erfahrungsgemäß nehmen es manche Anwälte (ich hänge gleich die Entschuldigung dran, dass ich nicht generell alle meine, aber eben Erfahrung gesammelt habe) auch gerne sehr genau. Sei’s drum! Dann suchen diese sich Ihresgleichen und die anderen nities sich eben ihre Freunde.

Was mich angeht, ich bin keine Studierte, ich versuche „normal“ zu schreiben. So, dass es jeder versteht, so wie es mir einfällt und so wie es zu mir passt. Drum schreibe ich ja Freizeitthemen und Freizeitromane, anstelle von Fachliteratur. Nehmt es mir nicht übel, okay. 😉

Und da jeder Blog mit einer Frage oder der Aufforderung zum Kommentieren enden soll, bitte ich euch um eure Erfahrungen mit nities (nicht mit der Bloggerin! ;-)) zum Thema Rechtschreibung. Ist es ganz schlimm oder könnt ihr damit leben? Seid ihr selber eher ein Künstlertyp oder jemand, der akribisch nach Fehlern anderer sucht?

Eure Katja

„Tatort“ Internet

Liebe nities,

Keine neue Nachricht“ zu haben, womit sich meine Gedanken im Blog der letzten Woche beschäftigten, ist schon irgendwie deprimierend. Einige User versuchen deshalb einem leeren Briefkasten und der damit verbundenen gefühlsmäßigen gähnenden Langeweile entgegenzuwirken, indem sie auf Internetseiten wie beispielsweise Facebook so viele „Freunde“ wie möglich „sammeln“. Wer viele Freunde hat, den kennt man, der wirkt interessant, dem wird geschrieben. So wird oftmals sogar wahllos jeder noch so fremde Kontaktwunsch bestätigt ohne überhaupt zu wissen, wer diese Person, der „Freund“, überhaupt ist. Ist man erst einmal miteinander vernetzt, lassen sich noch mehr Infos über einen ersehen. Mehr als oftmals gut ist.

Neu ist das Thema „Kriminalität im Internet“ nicht, ich weiß, aber von Zeit zu Zeit müssen wir uns einfach auch mal wieder damit beschäftigen.

Es ist ja alles schön und gut mit den vielen Kontaktbörsen. Man meldet sich irgendwo auf einer der vielen Internetseiten an, weil man neue Leute kennen lernen möchte. Sei es nun, dass man verschollene Schulfreunde aufspüren oder ganz neue Kontakte in seiner Umgebung knüpfen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten und Foren zu bestimmten Themen.

Was ist aber, wenn es User gibt, die sich nicht mit der allerbesten Absicht in diesen Foren tummeln? Davon gibt es sogar nicht gerade wenige! Dem suchenden Täter werden potentielle Opfer im Internet wie auf einem Silbertablett serviert.

Aktuell berichten die Medien über den Mord an der 23-Jährigen Melanie aus Peine. Sie hatte ihren Mörder, einen 27-Jährigen, auch im Internet kennen gelernt. Der junge Mann gab sich als Frau aus und hatte eine Freundin gesucht.

Wie viele Menschen stellen ohne groß drüber nachzudenken persönliche Angaben für jedermann zugänglich ins Netz?

„Wer soll sich schon gerade für mich interessieren?“ „Bei mir gibt es eh nichts zu holen.“ „Ich bin doch vollkommen uninteressant.“ So lauten die Argumente, mit denen wir uns selber bei aufkommenden Fragen diesbezüglich besänftigen. Doch das interessiert den „netten Nachbarn von nebenan“ nicht. Auch und gerade so genannte „Normalos“ sind leichte Beute für Kriminelle, denen es nicht mal unbedingt um Reichtümer geht. Nicht selten suchen und finden Voyeure und Pädophile ihre Beute im Netz. Ausgerechnet denen wird es oftmals sogar recht leicht gemacht: private Fotos, Angaben zur Person, dem Beziehungsstatus und der kompletten Adresse mit Telefonnummer, Meinungen zu bestimmten Themen, Urlaubsankündigungen und die Teilnahme an bestimmten Events werden öffentlich gepostet.

Vor wenigen Wochen erst, machte die Meldung über eine Geburtstagsfeier eines Teenagers aus einer englischen Kleinstadt ihre Runde, bei der sich mehrere tausend Gäste zur Party angemeldet hatten. Versehentlich klickte die junge Frau bei ihrer Einladung auf Facebook auf den Button „senden an alle“, anstelle auf „senden an alle Freunde“. So ging die Einladung auch an alle, an wirklich alle, nämlich an alle User von Facebook, was über tausend Mitglieder dazu bewog, zu kommen. Ein Aufgebot von mehreren Polizei-Sonderstaffeln war notwendig, um die Kleinstadt vor dem Schlimmsten, einer Geburtstagsparty mit zigtausend Gästen, zu bewahren. Natürlich hatte die junge Frau ihre komplette Adresse angegeben…

Der Einbrecher fühlt sich doch direkt aufgefordert, wenn jemand so was schreibt wie „Bin jetzt erst einmal zwei Wochen auf Mallorca, juhu“. Das wäre sogar noch ein eher harmloser Fall von Kriminalität. Was ist mit den Männern, die sich in lokalen Internetforen mit Kindern und Jugendlichen verabreden, um mit ihnen Sex zu haben? Erst kürzlich berichtete der „Stern“ über dieses Tabu-Thema. Kontakt- und Freizeitbörsen sind einst in guter Absicht entstanden, doch leider dringen auch hier Kriminelle immer weiter vor und haben mitunter sogar leichte Beute.

Kinder und Jugendliche sind statistisch gesehen ohnehin viel lockerer mit Informationen und Fotos, die sie einstellen. Wer zu viel Infos preisgibt ist sich seines Leichtsinns oft gar nicht bewusst.

Wir kennen es doch auch von uns selber. „Spionieren“ wir nicht auch aus purer Neugier die eine oder andere Seite von Freunden und Freundes-Freunden aus? Wen kennt die Person noch, was macht sie gerne und sogar wo ist diese Person an diesem und jenem Tag und was macht sie gerade? An welchem Event nimmt sie teil, was kann man auf Fotos erkennen. Selbst potentielle Chefs schauen mittlerweile gerne mal im Internet nach, was sie über den Mitarbeiter oder Bewerber finden.

Auch wenn die Struktur hier bei new-in-town etwas anonymer aufgebaut ist als beispielsweise in diversen anderen Netzwerken, so beklagen doch einige von euch auch hier gewisse Belästigungen, möchten User sperren lassen (das könnt ihr übrigens unter den „neuen Apps“) oder melden sich aufgrund solcher Belästigungen ab.

Habt ihr es hier schon mal mit wirklich bösen Absichten, Kriminalität oder sonst was zu tun gehabt? Erzählt uns davon! Die Kommentare hier werden immer anonym veröffentlicht, darum braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, dass jemand euch erkennt. Wer hat hier oder anderswo im Netz schon kriminelle Erfahrungen gemacht? Wie konntet ihr euch wehren oder fühlt ihr euch aktuell bedroht? Schreibt uns!

Eure Katja

„Du hast 0 neue Nachrichten“

…oder: Die gescheiterte Kontaktaufnahme

Servus nities,

Mist, es ist deutlich kühler geworden und beginnt nachts sogar schon zu frieren! Also auf Wanderschaft gehen werde ich dies Jahr wohl doch nicht mehr. Erst recht nicht auf den Feldberg, wo gefühlsmäßig sicher bald schon der erste Schnee liegen wird! Brrrrr. Ich hatte letzte Woche ja noch ganz euphorisch weitere Wanderbeteiligungen meinerseits angekündigt. Nee, nee, nee, es muss was anderes her! Werde gleich mal schauen, was die Pinnwand so bietet.

Apropos „Kontaktaufnahme und Treffen“:
Im Gespräch mit anderen Leuten beklagen diese immer wieder mangelnde Kontaktbereitschaft. Meine nitie-Bekannte „coci_ffm“ hat mir erzählt, dass sie immer wieder potentielle Freizeitkandidaten anschreibt, es aber selten zu einem Treffen kommt. „Irgendwann melden die sich nicht mehr, einfach so?!“, klagte sie.


Erst dachte ich, es läge bestimmt an ihr oder daran, dass zwischen ihr und den bestimmten Usern einfach kein Funken rüber springen würde, die Chemie einfach nur nicht stimme. Doch dann, auf dem Stammtisch, erzählten auch „lissi“, „kosimix_1982“ und „fischkopp“ von ähnlichen Erfahrungen.
„So oft schreibe ich Leute an, die Freizeitpartner für genau die Sache suchen, die ich auch gerne mache. Wenn ich sie diesbezüglich anschreibe, ein paar Vorschläge mache oder ein Treffen anrege, dann hör ich nie wieder was von denen. Dabei sehe ich doch, dass derjenige die Mail gelesen hat. Ich verstehe das nicht.“

Da sich die gleichen Fragen häufen, will ich es heute mal zum Thema meines Blogs machen und bitte euch wie immer um eure Meinung. Diskutiert mit anderen, tauscht euch aus! Geht es euch auch so oder seid ihr sogar manchmal diejenigen, welche Kontakte abbrechen oder abgebrochen haben? Wenn ja, warum? Gehen euch bestimmte User auf die Nerven? Habt ihr doch keine Lust mehr, bestimmte Dinge gemeinsam zu machen oder habt ihr zu viele Antworten erhalten? Hat sich vielleicht jemand ungünstig ausgedrückt? Was sind die Gründe?
Vielleicht sind auch einige heute ganz neu dabei und wissen noch nicht, wie sie es mit der Freundschaftssuche am besten anstellen sollen? Ich erkläre mal ein bisschen, wie eine vorbildliche Kontaktaufnahme verlaufen könnte:

Also, die richtige Seite habt ihr ja schon aufgerufen, (sonst wärt ihr ja nicht hier 😉 ) dann klickt ihr oben bei den unterschiedlichen Reitern auf die „Pinnwand“. Es erscheint eine neue Seite. Dort gebt ihr nun unter „Stadt“ eure Stadt ein. Nun könnt ihr noch weitere Dinge suchen, wie z.B. die „Entfernung“ zu eurer gewählten Stadt oder eine bestimmte „Kategorie“ (=Hobbys), müsst dies aber nicht alles anwählen. Nun auf „Suchen“ klicken und sich freuen, was da alles erscheint.
Oder ihr schreibt Leute direkt auf der „Pinnwand“ an, auf ihre neusten Einträge. Das ist meist sinnvoller als die zuerst vorgestellte Methode, da diese nities AKTUELL bestimmte Gleichgesinnte suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine freundliche Antwort auf eine aktuelle Suche nach einem Freizeitpartner ablehnt ist wesentlich geringer, als eine (möglicherweise) „Karteileiche“ anzuschreiben, die gerade Nichts und Niemanden sucht.

Solltet ihr weiterhin überhaupt keine Antwort erhalten, dann würde ich als Grund zuerst einmal Netzwerkprobleme diagnostizieren und an den Support überweisen bzw. verweisen.
Solltet ihr ein paar Nachrichten erhalten, aber die Schreibbereitschaft aller, wirklich aller (!) User, nach kurzer Zeit wieder abflachen, dann müsst ihr als Ursache vielleicht doch mal euren Schreibstil überdenken und solltet euch fragen, ob ihr nicht vielleicht doch selber einen Grund des Rückzugs bietet.

Aber ansonsten würde ich sagen, in gewisser Weise ist es wohl auch normal, dass Menschen unterschiedlich reagieren und handeln. Das macht es ja auch irgendwie spannend. Es gibt virtuell eben genau so viele Unterschiede wie im wahren Leben.

Nun möchte ich aber, dass ihr eure Chance nutzt und hier ein wenig über solche Dinge diskutiert!
Wie denkt ihr über die Arten der Kontaktaufnahme oder besonders des plötzlichen Abbruchs? Sind „virtuelle Menschen“ nicht mehr in der Lage zu kommunizieren? Ist das einfache „Nichtstun“ die beste Lösung, um jemanden los zu werden? Auf welcher Seite steht ihr oder was habt ihr hier schon so erlebt? Ich will es wissen!

Eure Katja