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Oh du schöne Fastenzeit

Servus nities,

ich sitze gerade vor meinem Laptop und arbeite. Zu meiner Rechten befindet sich eine angebrochene Tüte Schokokekse, in die ich hin und wieder, doch meist unbewusst, fingere. Ich entschuldige meinen ungesunden Snack vor mir selber mit der Erklärung, mich konzentrieren zu müssen. Schließlich habe ich einen ziemlich stressigen Job, brauche Nervennahrung. Aber dabei ist doch gerade Fastenzeit.

Fastenzeit? Was bedeutet das eigentlich für uns? Hat dieser Brauch überhaupt für jemanden unter Euch eine Bedeutung? Fastet oder verzichtet tatsächlich einer?
Ich muss gestehen, dass ich noch nie gefastet habe. Weder aus religiösen Gründen noch der Gesundheit wegen. Ich vermute, dass meine Mitmenschen meine Laune nicht ertragen würden, wenn ich mir das Naschen verbieten würde. Das will ich schließlich niemandem antun. Ich gebe zu, ich brauche meine, mich fröhlich stimmende, Kohlenhydrate.

Vor ein paar Jahren habe ich ein einziges Mal versucht, der Gesundheit wegen zu fasten. Nach zwei Tagen war ich so hungrig und hatte eine so enorm schlechte Laune, dass ich damit aufgehört habe. Ein Freund sagte damals zu mir: „Du kannst dir auch mit dem Hammer auf den Daumen hauen und warten, bis der Schmerz nachlässt.“ Damit wollte er seine Abneigung gegen das Fasten ausdrücken. Aber es soll in den sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern ja an Jesus Christus gedacht werden, nicht an die Dinge, auf die man bewusst verzichten möchte. Man soll dabei zur Ruhe kommen, in sich hinein horchen, auf gewisse Dinge verzichten und feinfühliger auf seine Umwelt und Mitmenschen werden. Die Sinne würden geschärft werden, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, heißt es.

Ich habe Silvia gefragt, die regelmäßig fastet und sogar Seminare zum Thema Fasten gibt: „Ich habe mit 13 Jahren zum ersten Mal aus religiösen Gründen gefastet. Damals habe ich aber nur die Süßigkeiten weggelassen, einfach, um Gott näher zu sein. Zu Ostern gab es in unserer Familie dann ein großes Fest.“
Noch heute macht Silvia das so, wobei sie jetzt sogar auch auf Alkohol, Essengehen und Tanzveranstaltungen verzichtet.

Arbeitskollege Nils ist mir aufgefallen, weil er, ein regelmäßiger Raucher, derzeit seltener draußen vor der Tür zu finden ist. Er nimmt die Fastenzeit zum Anlass, um sich das Rauchen abzugewöhnen, bzw. es zu reduzieren. „So ganz schaffe ich es nicht, mit dem Aufhören, aber ich versuche es seit Jahren. Meist in der Fastenzeit, das bietet sich an. Aber leider freue ich mich jetzt schon auf Ostern, wenn die Fastenzeit vorbei ist. Natürlich kann ich nicht ganz aufhören, aber ich reduziere es mit den Kippen.“ Streng religiös sei er nicht, betont er, aber man könne ja mal ein bisschen in sich kehren.

Gerade in Zeiten wie diesen. Ich sage nur: Erdbeben, Überschwemmungen, radioaktive Verseuchung, Fukushima. Mal ein paar Wochen ein bisschen mehr als sonst nachzudenken über gewisse Dinge, sich überlegen, was wirklich wichtig ist und zählt in der Welt, sich besinnen und dabei auf lieb gewonnene, aber eigentlich überflüssige Dinge zu verzichten, das täte jedem von uns vielleicht mal ganz gut.

Was meint Ihr? Fastet jemand von Euch oder verzichtet auch einfach nur auf den täglichen Griff in die Süßigkeitenschale, Zigaretten, Alkohol oder das Auto? Wie geht es Euch dabei?

Eure Katja

Wo lebt ihr am liebsten?



Liebe nities,

nicht in jedem Bundesland wird Fasching gefeiert, wie ich im Artikel der letzten Woche ja bereits angedeutet habe. Apropos: Wo kommt ihr denn eigentlich alle so her? Lebt ihr schon lange in eurer jetzigen Stadt? Seid ihr freiwillig hier oder war es eine Entscheidung eurer Familien, des Jobs oder der Umstände?
Fühlt ihr Euch dort, wo ihr jetzt lebt, wohl oder schaut ihr euch schon nach einem anderen Wohnort um. Wie seid ihr aufgenommen worden? Gibt es tatsächlich Unterschiede zu Ost und West, Nord und Süd?

Die 32-jährige Französin Claudine hat Erfahrung in Sachen Wohnortwechsel. In einer Kleinstadt in Nordfrankreich geboren zog sie bereits als Kleinkind mit Ihrer Familie nach Deutschland. An Frankreich hat sie keine Erinnerung mehr. Ihr Vater hatte damals einen Job in einer Spedition in Schüttorf, der Region Grafschaft Bentheim, angenommen. Eine Gegend, die kaum jemand kennt. Zwischenzeitlich leichten Bekanntheitsgrad erlangt durch die späte Taufe von Nina Hagen, der Diskothek Index oder in den 80er Jahren durch das Schüttorfer Open Air mit Auftritten von beispielsweise Joe Cocker. Auch Popsänger Sasha soll Verwandte dort wohnen gehabt haben. Doch damals wurde es Claudine und ihrer Schwester nicht leicht gemacht, sich zu integrieren. Sprachen die Schwestern doch mit einem seltsamen Akzent, der dort, auf dem Hochdeutsch sprechenden Ländchen, fremd klang. Ältere Leute in der Gegend unterhielten sich mitunter auf Plattdeutsch, was sie hingegen lustig fanden, aber auch nicht verstanden haben.
Zum Spielen hatten sie viel Platz. So tobten die Kinder durch Wälder, über Wiesen, kletterten auf Bäume und bauten Hütten, doch meistens alleine. Claudine möchte jedoch ihre Kindheit nicht missen und ist froh, nicht in einer miefigen Großstadt aufgewachsen zu sein.

Als sie die Schule abgeschlossen hatte, zog sie für eine Ausbildung nach Cuxhaven. Dort fühlte sie sich aber auch nicht so richtig wohl. Zwar versuchten ihre Kolleginnen und Kollegen dort, sie mit einzubeziehen und in irgendwelche Vereine einzuführen, doch Claudine vermisste es, unter sich sein zu können, sie fühlte sich beobachtet. Ähnlich wie auf dem Lande in ihrer Kindheit, achteten die Leute dort nämlich ganz genau darauf, was die anderen machten oder was nicht. So wies eine Nachbarin Claudine einmal doch glatt drauf hin, dass sie versehentlich eine Pizzaverpackung in die Restmülltonne anstelle ins Altpapier geworfen hatte. Claudine fragte sich, ob man wohl auch in größeren Städten den Müll der Nachbarn kontrollierte? Sie blieb etwa ein Jahr in Cuxhaven, da bekam sie ein besseres Jobangebot am ganz anderen Ende des Landes: in München.
Hier hatte sie den Vorteil, bereits eine Cousine zu haben, an die sie sich wenden konnte und die ihr half, sich einzuleben. Marie, so hieß diese, machte sie auch mit new-in-town bekannt. Erst war Claudine skeptisch. War sie nicht in einer Kleinstadt aufgewachsen und durch ihr konservatives Elternhaus zur Vorsicht in Sachen Internet erzogen? Doch Marie nahm sie ein paar Mal mit zu Verabredungen und bald wurde auch Claudine aktiv. München fand die ganz toll. Sie schwärmte von der Offenheit der Menschen, der tollen Innenstadt, dem Kaffee, den Parkanlagen im Sommer, den Biergärten und dem Oktoberfest. München war einfach klasse. So viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern, so viele verschiedene Dialekte und Akzente. Niemand brauchte sich hier irgendwie fremd zu fühlen. Allerdings versteht sie bis heute nicht jedes bayrische Wort, aber das verstehen sicher nur Ureinwohner.

Zwischenzeitlich lebt Claudine in Heidelberg. Auch eine Fügung ihres Jobs. Zu Beginn hatte sie erneut leichte Verständigungsschwierigkeiten mit dem Kurpfälzischen. Doch auch dort leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache und es gibt viele aktive new-in-town-Gruppen. Was ihr noch auffiel und was sie genoss, das waren die unterschiedlichen Küchen und Spezialitäten der Regionen, in denen sie bereits gelebt hatte. Gab es in Cuxhaven oft frischen Fisch, in München Weißwurst & Brez'n, liebte sie in Heidelberg den süßen Studentenkuss.

Es ist wirklich überall etwas anders. Die Mentalität der Leute, das Essen, die Lebenseinstellung, das Klima, das Wetter und das Leben. Wie geht es euch denn so in den Punkten? Wo fühlt ihr euch wohl, wie habt ihr euch eingelebt und welche Stadt könnt ihr empfehlen? Erzählt doch mal.

Eure Katja

Deutsche Sprache – schwere Sprache (…manchmal auch für eine nativ speaker Bloggerin) ;-)

Liebe nities,

heute möchte ich gerne die Reform der deutschen Rechtschreibung ein wenig auf die Schippe nehmen. Da ich noch mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen bin, ist diese mir selbstverständlich viel vertrauter und sympathischer.

Da ich aber hoffentlich noch lernfähig bin, will ich versuchen (!), mich – auch speziell für Akademiker – in Zukunft grammatikalisch ein wenig korrekter auszudrücken. Jedoch bin ich auch ein phantasievoller Mensch und in vielerlei Hinsicht trifft der Ausdruck „leicht chaotischer Künstlertyp“ auf mich zu. Ich lasse schon mal gerne „die Fünf gerade“ sein.

Wie bereits gesagt, die Reform der deutschen Rechtschreibung ist heute das Thema…
Oft sitze ich versunken vor meinem Blog und frage mich wie ganz banale Wörter nun eigentlich geschrieben werden. Auf einmal fallen mir so viele Möglichkeiten ein. Man kann das Wort ja nun so schreiben oder so. Man kann es groß schreiben oder klein. Auch zusammen und getrennt geht laut meinem Duden. Oder Stopp, habe ich mit meiner Ausgabe des dicken, gelben Werkes vielleicht nicht die allerneuste Ausgabe? Vielleicht ist seit dem Kauf im letzten Jahr wieder etwas reformiert worden?
Ich schreibe gerne! Schreiben macht Spaß, Schreiben informiert, Schreiben ist Kommunikation. Wenn ich also schreibe, dann kommen mir die Ideen schneller als ich tippen kann. (Deswegen rede ich wohl auch viel zu schnell, aber das ist ein anderes Thema, vielleicht was „typisch“ frauliches? 😉 ) Somit geht es mir um die Idee, den Inhalt. Schöner wäre es natürlich, wenn die Leser auch verstehen, was ich schreibe. Aber ich denke, das kann man, oder? Ebenso wäre es besser, wenn ich als Vorbild diente, nämlich mich grammatikalisch total korrekt ausdrücken würde. Oftmals wird in der Konversation – mündlich sowie schriftlich und gerade in Blogs, die „locker vom Hocker“ daher geplaudert klingen sollen – jedoch auch unverkennbar die Umgangssprache benutzt. Bewusst werden neue Wörter erfunden und etwas „komisch Klingendes“ von irgendwas abgeleitet. Ich hoffe, die Akademiker und Deutschlehrer unter euch haben damit kein Problem? 😉

Weiter geht’s mit der Grammatik:

„Partizip, Genitiv, Präteritum, Kausativsätze, Konjugation, Präfix, Suffix…“, kann man das essen? Nein, das sind grammatikalische Begriffe, deren Bedeutung ich sogar meist noch erklären kann. Dennoch: Oh man, lang, lang ist’s her!

Aber es geht uns Deutschen nicht alleine so. Schauen wir mal kurz in das Ausland:
Habt ihr vielleicht erst kürzlich die Meldung über den US-Schriftsteller Jonathan Franzen gelesen, von dessen Buch ‚Freedom‘ zehntausende in Großbritannien erschienene Exemplare zurückgerufen werden mussten? Warum? Wegen Fehler in der Rechtschreibung und Zeichensetzung! Zehntausende von Büchern…
Beruhigend und irgendwie sympathisch zu hören, dass es bei einem Bestsellerautor auch ein wenig mit der Rechtschreibung hapert. 😉

Das ist aber keine Entschuldigung, ich weiß! Ich will mich auch gar nicht rausreden für das, was mich persönlich nach der Schulzeit verlassen hat.

„Aber es gibt doch Lektoren“, werden einige von Euch nun zurecht einwerfen. Natürlich gibt es diese, aber ganz ehrlich, meine Erfahrungen mit Lektoren sind so gut auch nicht. Ich habe in zwei unterschiedlichen Verlagen, die Lektoren beschäftigen, zwei komplett verschiedene Bücher verlegt bekommen. Nach einer kurzen Überprüfung von deren Aufgabe war ich froh, dass ich Familienmitglieder habe, die damals noch mal alles durchgeschaut hatten! Das war auch notwendig und zwar „nach“ der Arbeit eines professionellen Lektors.

Man selber ist ja regelrecht blind für die eigene Rechtschreibung: Mir und mich, die Groß- und Kleinschreibung, zusammen oder getrennt… Dazu dann all die Fremdwörter. Deutsche Sprache – schwere Sprache. Puh!

Ganz ehrlich, seit der Rechtschreibreform fühle ich mich wie vorm Turm in Babylon stehend. Ich spreche zwar nicht plötzlich eine ganz andere Sprache, habe mittlerweile jedoch meine Sicherheit für meine Muttersprache ein wenig verloren.
Geht es euch auch so?

Ich habe eine gute Freundin, deren Mails oft grammatikalisch und von der Rechtschreibung her so chaotisch sind, dass ich wirklich nicht immer verstehe, was sie meint. Sie ist auch nativ speaker, benutzt jedoch auch gerne mal Umgangssprachliches. Manchmal lag mir dazu auch schon eine Bemerkung auf der Zunge. „Mensch, sieht sie das denn nicht“, denke ich dabei oft. Man sieht es nur bei anderen, lautet meine Erkenntnis. Aber in Anbetracht dessen, dass viele Menschen einfach „so nebenher“ mal eine E-Mail oder SMS schreiben, kann man schon verstehen, dass sich manchmal etwas Komisches entwickelt. Die Funktion T9 bei den Handys z.B. brachte bei mir mitunter schon ganz neue Sätze hervor. Die Technik denkt eben nicht mit. Denken müssen wir selber.

Zurück zu den Blogs: Liebe nities, da schreibe ich in meinem Blog „Du hast 0 neue Nachrichten“ als eventuellen Grund eines Kontaktabbruchs könnte die Rechtschreibung in Frage kommen. Damit ist nicht gemeint, dass man ab und an mal ein Fehlerchen macht. Niemand soll jetzt Angst haben, jemandem zu schreiben! Gerade „nities“ sind ja nicht immer aus Deutschland, sind zugezogen! Wenn ihr freundlich schreibt, dann kann niemand etwas sagen. NIT ist doch eine Plattform für Leute, die neu in der Stadt sind, mitunter auch neu in Deutschland. Es kann immer mal vorkommen, dass ein schlauer Deutschlehrer unter uns weilt, der von seinem Job auch in der Freizeit nicht ablassen kann. Erfahrungsgemäß nehmen es manche Anwälte (ich hänge gleich die Entschuldigung dran, dass ich nicht generell alle meine, aber eben Erfahrung gesammelt habe) auch gerne sehr genau. Sei’s drum! Dann suchen diese sich Ihresgleichen und die anderen nities sich eben ihre Freunde.

Was mich angeht, ich bin keine Studierte, ich versuche „normal“ zu schreiben. So, dass es jeder versteht, so wie es mir einfällt und so wie es zu mir passt. Drum schreibe ich ja Freizeitthemen und Freizeitromane, anstelle von Fachliteratur. Nehmt es mir nicht übel, okay. 😉

Und da jeder Blog mit einer Frage oder der Aufforderung zum Kommentieren enden soll, bitte ich euch um eure Erfahrungen mit nities (nicht mit der Bloggerin! ;-)) zum Thema Rechtschreibung. Ist es ganz schlimm oder könnt ihr damit leben? Seid ihr selber eher ein Künstlertyp oder jemand, der akribisch nach Fehlern anderer sucht?

Eure Katja

„Tatort“ Internet

Liebe nities,

Keine neue Nachricht“ zu haben, womit sich meine Gedanken im Blog der letzten Woche beschäftigten, ist schon irgendwie deprimierend. Einige User versuchen deshalb einem leeren Briefkasten und der damit verbundenen gefühlsmäßigen gähnenden Langeweile entgegenzuwirken, indem sie auf Internetseiten wie beispielsweise Facebook so viele „Freunde“ wie möglich „sammeln“. Wer viele Freunde hat, den kennt man, der wirkt interessant, dem wird geschrieben. So wird oftmals sogar wahllos jeder noch so fremde Kontaktwunsch bestätigt ohne überhaupt zu wissen, wer diese Person, der „Freund“, überhaupt ist. Ist man erst einmal miteinander vernetzt, lassen sich noch mehr Infos über einen ersehen. Mehr als oftmals gut ist.

Neu ist das Thema „Kriminalität im Internet“ nicht, ich weiß, aber von Zeit zu Zeit müssen wir uns einfach auch mal wieder damit beschäftigen.

Es ist ja alles schön und gut mit den vielen Kontaktbörsen. Man meldet sich irgendwo auf einer der vielen Internetseiten an, weil man neue Leute kennen lernen möchte. Sei es nun, dass man verschollene Schulfreunde aufspüren oder ganz neue Kontakte in seiner Umgebung knüpfen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten und Foren zu bestimmten Themen.

Was ist aber, wenn es User gibt, die sich nicht mit der allerbesten Absicht in diesen Foren tummeln? Davon gibt es sogar nicht gerade wenige! Dem suchenden Täter werden potentielle Opfer im Internet wie auf einem Silbertablett serviert.

Aktuell berichten die Medien über den Mord an der 23-Jährigen Melanie aus Peine. Sie hatte ihren Mörder, einen 27-Jährigen, auch im Internet kennen gelernt. Der junge Mann gab sich als Frau aus und hatte eine Freundin gesucht.

Wie viele Menschen stellen ohne groß drüber nachzudenken persönliche Angaben für jedermann zugänglich ins Netz?

„Wer soll sich schon gerade für mich interessieren?“ „Bei mir gibt es eh nichts zu holen.“ „Ich bin doch vollkommen uninteressant.“ So lauten die Argumente, mit denen wir uns selber bei aufkommenden Fragen diesbezüglich besänftigen. Doch das interessiert den „netten Nachbarn von nebenan“ nicht. Auch und gerade so genannte „Normalos“ sind leichte Beute für Kriminelle, denen es nicht mal unbedingt um Reichtümer geht. Nicht selten suchen und finden Voyeure und Pädophile ihre Beute im Netz. Ausgerechnet denen wird es oftmals sogar recht leicht gemacht: private Fotos, Angaben zur Person, dem Beziehungsstatus und der kompletten Adresse mit Telefonnummer, Meinungen zu bestimmten Themen, Urlaubsankündigungen und die Teilnahme an bestimmten Events werden öffentlich gepostet.

Vor wenigen Wochen erst, machte die Meldung über eine Geburtstagsfeier eines Teenagers aus einer englischen Kleinstadt ihre Runde, bei der sich mehrere tausend Gäste zur Party angemeldet hatten. Versehentlich klickte die junge Frau bei ihrer Einladung auf Facebook auf den Button „senden an alle“, anstelle auf „senden an alle Freunde“. So ging die Einladung auch an alle, an wirklich alle, nämlich an alle User von Facebook, was über tausend Mitglieder dazu bewog, zu kommen. Ein Aufgebot von mehreren Polizei-Sonderstaffeln war notwendig, um die Kleinstadt vor dem Schlimmsten, einer Geburtstagsparty mit zigtausend Gästen, zu bewahren. Natürlich hatte die junge Frau ihre komplette Adresse angegeben…

Der Einbrecher fühlt sich doch direkt aufgefordert, wenn jemand so was schreibt wie „Bin jetzt erst einmal zwei Wochen auf Mallorca, juhu“. Das wäre sogar noch ein eher harmloser Fall von Kriminalität. Was ist mit den Männern, die sich in lokalen Internetforen mit Kindern und Jugendlichen verabreden, um mit ihnen Sex zu haben? Erst kürzlich berichtete der „Stern“ über dieses Tabu-Thema. Kontakt- und Freizeitbörsen sind einst in guter Absicht entstanden, doch leider dringen auch hier Kriminelle immer weiter vor und haben mitunter sogar leichte Beute.

Kinder und Jugendliche sind statistisch gesehen ohnehin viel lockerer mit Informationen und Fotos, die sie einstellen. Wer zu viel Infos preisgibt ist sich seines Leichtsinns oft gar nicht bewusst.

Wir kennen es doch auch von uns selber. „Spionieren“ wir nicht auch aus purer Neugier die eine oder andere Seite von Freunden und Freundes-Freunden aus? Wen kennt die Person noch, was macht sie gerne und sogar wo ist diese Person an diesem und jenem Tag und was macht sie gerade? An welchem Event nimmt sie teil, was kann man auf Fotos erkennen. Selbst potentielle Chefs schauen mittlerweile gerne mal im Internet nach, was sie über den Mitarbeiter oder Bewerber finden.

Auch wenn die Struktur hier bei new-in-town etwas anonymer aufgebaut ist als beispielsweise in diversen anderen Netzwerken, so beklagen doch einige von euch auch hier gewisse Belästigungen, möchten User sperren lassen (das könnt ihr übrigens unter den „neuen Apps“) oder melden sich aufgrund solcher Belästigungen ab.

Habt ihr es hier schon mal mit wirklich bösen Absichten, Kriminalität oder sonst was zu tun gehabt? Erzählt uns davon! Die Kommentare hier werden immer anonym veröffentlicht, darum braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, dass jemand euch erkennt. Wer hat hier oder anderswo im Netz schon kriminelle Erfahrungen gemacht? Wie konntet ihr euch wehren oder fühlt ihr euch aktuell bedroht? Schreibt uns!

Eure Katja

„Du hast 0 neue Nachrichten“

…oder: Die gescheiterte Kontaktaufnahme

Servus nities,

Mist, es ist deutlich kühler geworden und beginnt nachts sogar schon zu frieren! Also auf Wanderschaft gehen werde ich dies Jahr wohl doch nicht mehr. Erst recht nicht auf den Feldberg, wo gefühlsmäßig sicher bald schon der erste Schnee liegen wird! Brrrrr. Ich hatte letzte Woche ja noch ganz euphorisch weitere Wanderbeteiligungen meinerseits angekündigt. Nee, nee, nee, es muss was anderes her! Werde gleich mal schauen, was die Pinnwand so bietet.

Apropos „Kontaktaufnahme und Treffen“:
Im Gespräch mit anderen Leuten beklagen diese immer wieder mangelnde Kontaktbereitschaft. Meine nitie-Bekannte „coci_ffm“ hat mir erzählt, dass sie immer wieder potentielle Freizeitkandidaten anschreibt, es aber selten zu einem Treffen kommt. „Irgendwann melden die sich nicht mehr, einfach so?!“, klagte sie.


Erst dachte ich, es läge bestimmt an ihr oder daran, dass zwischen ihr und den bestimmten Usern einfach kein Funken rüber springen würde, die Chemie einfach nur nicht stimme. Doch dann, auf dem Stammtisch, erzählten auch „lissi“, „kosimix_1982“ und „fischkopp“ von ähnlichen Erfahrungen.
„So oft schreibe ich Leute an, die Freizeitpartner für genau die Sache suchen, die ich auch gerne mache. Wenn ich sie diesbezüglich anschreibe, ein paar Vorschläge mache oder ein Treffen anrege, dann hör ich nie wieder was von denen. Dabei sehe ich doch, dass derjenige die Mail gelesen hat. Ich verstehe das nicht.“

Da sich die gleichen Fragen häufen, will ich es heute mal zum Thema meines Blogs machen und bitte euch wie immer um eure Meinung. Diskutiert mit anderen, tauscht euch aus! Geht es euch auch so oder seid ihr sogar manchmal diejenigen, welche Kontakte abbrechen oder abgebrochen haben? Wenn ja, warum? Gehen euch bestimmte User auf die Nerven? Habt ihr doch keine Lust mehr, bestimmte Dinge gemeinsam zu machen oder habt ihr zu viele Antworten erhalten? Hat sich vielleicht jemand ungünstig ausgedrückt? Was sind die Gründe?
Vielleicht sind auch einige heute ganz neu dabei und wissen noch nicht, wie sie es mit der Freundschaftssuche am besten anstellen sollen? Ich erkläre mal ein bisschen, wie eine vorbildliche Kontaktaufnahme verlaufen könnte:

Also, die richtige Seite habt ihr ja schon aufgerufen, (sonst wärt ihr ja nicht hier 😉 ) dann klickt ihr oben bei den unterschiedlichen Reitern auf die „Pinnwand“. Es erscheint eine neue Seite. Dort gebt ihr nun unter „Stadt“ eure Stadt ein. Nun könnt ihr noch weitere Dinge suchen, wie z.B. die „Entfernung“ zu eurer gewählten Stadt oder eine bestimmte „Kategorie“ (=Hobbys), müsst dies aber nicht alles anwählen. Nun auf „Suchen“ klicken und sich freuen, was da alles erscheint.
Oder ihr schreibt Leute direkt auf der „Pinnwand“ an, auf ihre neusten Einträge. Das ist meist sinnvoller als die zuerst vorgestellte Methode, da diese nities AKTUELL bestimmte Gleichgesinnte suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine freundliche Antwort auf eine aktuelle Suche nach einem Freizeitpartner ablehnt ist wesentlich geringer, als eine (möglicherweise) „Karteileiche“ anzuschreiben, die gerade Nichts und Niemanden sucht.

Solltet ihr weiterhin überhaupt keine Antwort erhalten, dann würde ich als Grund zuerst einmal Netzwerkprobleme diagnostizieren und an den Support überweisen bzw. verweisen.
Solltet ihr ein paar Nachrichten erhalten, aber die Schreibbereitschaft aller, wirklich aller (!) User, nach kurzer Zeit wieder abflachen, dann müsst ihr als Ursache vielleicht doch mal euren Schreibstil überdenken und solltet euch fragen, ob ihr nicht vielleicht doch selber einen Grund des Rückzugs bietet.

Aber ansonsten würde ich sagen, in gewisser Weise ist es wohl auch normal, dass Menschen unterschiedlich reagieren und handeln. Das macht es ja auch irgendwie spannend. Es gibt virtuell eben genau so viele Unterschiede wie im wahren Leben.

Nun möchte ich aber, dass ihr eure Chance nutzt und hier ein wenig über solche Dinge diskutiert!
Wie denkt ihr über die Arten der Kontaktaufnahme oder besonders des plötzlichen Abbruchs? Sind „virtuelle Menschen“ nicht mehr in der Lage zu kommunizieren? Ist das einfache „Nichtstun“ die beste Lösung, um jemanden los zu werden? Auf welcher Seite steht ihr oder was habt ihr hier schon so erlebt? Ich will es wissen!

Eure Katja

Neu in der Stadt, neuer Job und neue Liebe

Liebe nities,

als ich mich Mitte der 90er Jahre in der Ausbildung zur Fotografin befand, da gab es NIT noch nicht und auch das Internet besaß noch nicht diesen hohen Stellenwert. Es gab jedoch selbstverständlich Zeitungen und Zeitschriften, die Anzeigen veröffentlichten. So las ich in der Fachzeitschrift „photopresse“ einmal folgende Anzeige:

„Liebes Team der photopresse,

ich habe über Sie einen Ausbildungsplatz gefunden, wofür ich mich hiermit herzlich bedanken will, anschließend einen guten Job und nun dachte ich mir, vielleicht könnten Sie mir auch bei der Suche nach einer Frau behilflich sein?“

Die Fachzeitschrift veröffentlichte die Anzeige dieses sympathisch klingenden Fotografen tatsächlich. Ob er eine Frau gefunden hat, das hat man allerdings nie erfahren. Ich fand diese humorvolle Anzeige inmitten der Stellengesuche ziemlich lustig und sie blieb mir bis dato im Gedächtnis.

Warum ich euch davon erzähle:

Eigentlich ist new-in-town.de ja auch keine Partnerbörse. Dieses wird immer wieder betont. Meist gehen ja leider eher Beschwerden von Usern ein, die sich vom anderen Geschlecht belästigt fühlen und gewisse Kandidaten sperren lassen möchten. Über ein paar Beschwerden berichtete ich ja bereits in den vergangenen Wochen.
Wenn es allerdings doch einmal so richtig in der Liebe „funken“ sollte, mit Blitz und Donner, Herzflattern und schlaflosen Nächten, dann freut man sich natürlich trotzdem.

Uns erreichte aktuell eine Dankeschön E-Mail eines Users, dem dieses widerfahren ist. Wir möchten uns auch bedanken! Ohne euch, euer Mitmachen und euer Feedback – was aber im Bezug auf die Blogs gerne noch etwas mehr werden darf  😉 – würde sich hier gar nichts weiterentwickeln.

Zurück zum Thema:

„Neu in der Stadt, neuer Job und neue Liebe – mit new-in-town“, hat am 04. September bei Sylvia und Jochen aus Mannheim mit einem „Ja“ vor dem Traualtar seinen Höhepunkt erreicht.

Eigentlich hatten beide Mitte 2007 „nur“ einen Sportpartner über new-in-town gesucht, schrieben sie. So kann es gehen! Wir freuen uns sehr für die beiden und wünschen weiterhin viele glückliche Momente und dass sie auch gemeinsam NIT treu bleiben.

Habt ihr so etwas ähnliches hier auch schon erlebt? Hat der ein oder andere unter euch über diese Plattform vielleicht genauso zufällig die Liebe seines Lebens gefunden? Schreibt uns, wir sind neugierig! Bitte kommentiert den Artikel direkt hier und schreibt es nicht dem Support, der sich ja mit Benutzerproblemen beschäftigt! 😉

Eure Katja

Warum new-in-town für manche so wichtig ist

Hallo, seit Deinem letzten Besuch bei new-in-town sind mittlerweile 8 Wochen ins Land gezogen. Wir wollten uns mal erkundigen, ob es für Deine lange Abwesenheit einen konkreten Grund gibt. Solltest Du Probleme mit dem Login der der Bedienung haben, schick uns doch einfach eine E-Mail und wir werden uns darum kümmern…

Danke für die Mail, das ist wirklich hilfreich. Ich mag new-in-town. Als Engländerin neu in Heidelberg habe ich durch eure Webseite viele Freunde kennengelernt und werde mich auf new-in-town verlassen und freuen, wenn ich nach Braunschweig ziehe!
Danke!