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Viel Spaß bei der Ostereiersuche

Hallo nities,

ich habe den Eindruck, Weihnachten ist eben erst vorbei. Teilweise liegen meine Geschenke noch herum und selbst weihnachtlichen Süßkram habe ich noch übrig. Jetzt ist schon Ostern und der Schokohase kann sich gleich neben den jungfräulichen Schokoweihnachtsmann in den Kühlschrank legen.

Was macht Ihr so an Ostern? Verreist Ihr oder ist ein Familienbesuch geplant? Verabredet Ihr Euch mit der Familie, Freunden oder Eurem Schatz zu einem Osterbrunch? Viele Hotels und Cafés bieten das ja an. Ich rate Euch dabei jedoch zu einer Reservierung.

Wer Single ist, Zuhause bleibt und dessen Freunde alle verreisen, der wird sich sicher langweilen. Was kann man also machen? Ich sag nur: Pinnwand anschauen oder rechtzeitig selber etwas inserieren.

Könnt Ihr Euch noch an die Osterfeiertage erinnern, als Ihr Kinder gewesen seid? Wie war das? Seid Ihr zur Kirche gegangen wie zu Weihnachten? Kamen Tanten und Onkels zu Besuch? Oder seid Ihr mit Euren Eltern im Urlaub gewesen? Besonders beliebt in der Jahreszeit sind ja Skiurlaube, habe ich mir sagen lassen. Berichtet doch mal! Wer geht Ihr regelmäßig Ski fahren? Wo kann man das gut?

Ich erinnere mich noch gut an die Ostereiersuche im heimischen Garten mit selbstgebastelten Körbchen aus dem Kindergarten. Glück hatten wir natürlich, wenn das Wetter mitspielte, denn sonst musste leider alternativ das Wohnzimmer herhalten. Blumentöpfe, Lampenschirme und das Sofa waren beliebte Verstecke für Eier und Süßigkeiten. Im Garten kam es dann schon mal vor, dass man noch im Sommer auf etwas Braunes, Weiches getreten ist, was Ostern vergessen wurde. Zum Glück war es nur Schokolade und keine bereits verdaute Hinterlassenschaft.

Wir hatten damals die hauseigenen Osterhasen „Huppi“, einen grauen Zwergrammler, und „Arthur“, einen Albino Stallhasen. Einmal nahm ich den Zwerghasen Huppi an Ostern aus seinem Stall heraus, damit er mir im Garten die Ostereier verstecken konnte. Leider lief er wie wild im Garten herum, sodass der Papa ihm dann hinterher rennen musste, bevor Nachbars Rottweiler aufmerksam wurde. Glücklicherweise gelang es ihm, das Haustier vorher einzufangen. Das arme Häschen war ganz außer Atem und brauchte die ganzen Feiertage, um sich von seinem Schrecken erholen. Warum erzählen einem die Eltern auch, es gäbe einen Weihnachtsmann, das Christkind und Hasen, die zu Ostern die Eier verstecken, gell?

Wem die Sucherei gefällt, dem werde ich in den nächsten Wochen mal Geocaching vorstellen, eine Art elektronische Schnitzeljagd. Hierbei wird mithilfe von GPS-fähigen Handys nach einem „Schatz“ gesucht.
Aber erst einmal wünsche ich Euch viel Spaß bei der Ostereiersuche, ganz konventionell.

Frohe Ostern.

Eure Katja

Wozu braucht es new-in-town?

Seit 1999 gibt es new-in-town als Sport- und Freizeitcommunity um viele Menschen kennen zu lernen, um einen neue Freundeskreis aufzubauen, wenn man neu in der Stadt gezogen ist.

new-in-town funktioniert anonym damit Ihr andere, Euch unbekannte Menschen unverbindlich kontaktieren könnt. Entweder sucht Ihr andere nities im Bereich Mitglieder nach Interessen oder schreibt an der Pinnwand Euer Anliegen und wartet auf Antworten. Die Software filtert nach Region und anderen Kriterien. So könnt Ihr nach Männern im Großraum Hamburg suchen, die öfter Volleyball spielen such und nicht älter sind als 45. Ebenso findet Ihr Frauen, die einen Partner haben und einfach nur mal Kaffee trinken gehen wollen.

Seit 2002 organisieren wir die Kennenlern-Events mit 6 bis12 Leuten, um sich bei einem Cocktail oder zum Sonntags-Frühstück zu treffen. Die Treffen sind ein Kennenlern-Abenteuer ohne Vorgaben und Moderation. Meistens sind die Teilnehmer zwischen Ende 20 und Mitte 40 Jahre alt und wollen einfach einen entspannte Zeit verbringen. So können Freundschaften beginnen.

Bis Ende des letzten Jahres konnten nur Städte und Orte aus den Ländern Deutschland, Österreich und die Schweiz im Profil gespeichert werden. Jetzt funktioniert new-in-town für die ganze Welt (bis auf den Südpol ;-). Deshalb können auch die vergangenen Wohnorte aus der ganzen Welt  im Profil hinterlegt werden. Somit könnt Ihr z.B. Menschen, die schon mal in Frankreich waren und jetzt in Frankfurt leben finden.

Was noch fehlt? Ja, es wird dieses Halbjahr noch eine iPhone App geben und auch ein paar andere Verbesserungen stehen noch an. Bleibt uns treu und empfehlt uns weiter.

Deine Lisa

Wenn die Nachbarn nerven

Servus nities,

Glück war das Thema der letzten Woche. Habt Ihr noch eine Idee, was Glück für Euch persönlich bedeutet? Ihr könnt immer noch etwas zu dem Artikel der letzten Woche beitragen. Glück hat man aber auch, wenn man nette, friedliche Nachbarn hat. Doch leider hat das nicht jeder.

Nachbarschaftsstreitigkeiten gibt es immer wieder. Kinder, die im Treppenhaus spielen oder mit einem Bobby Car durch die Wohnung düsen. Studenten, die nachts nach Hause kommen oder gar die Nacht zum Tag machen, natürlich mit viel Besuch, lauter Musik und Türenknallen. Musiker, die in einem Mehrfamilienhaus stundenlang auf ihren Instrumenten üben. Ältere, schwerhörige Leute, die den Fernseher bis zum Anschlag aufdrehen und alle umliegenden Wohnungen mit Hörspielen versorgen. Mülltüten vor der Wohnungstür, die auf jemanden zu warten scheinen, der sie entsorgt. Herumspazieren in der Wohnung auf Stöckelschuhen. Der berühmte Ast, der von Nachbars Garten rüber in den eigenen wächst. Der ungepflegte Vorgarten oder der Jägerzaun, der einen Anstrich nötig hat und dessen Anblick die Anwohner stört. Stundenlanges Telefonieren, Grillen oder Parties auf dem Balkon. Nachbars Hund, der ständig bellt oder die Katze, die sich mit ihrer auf der falschen Fußmatte abgelegten Beute bedankt. Nicht abgehängte Wäsche auf der Leine in der Gemeinschaftswaschküche oder Haare in der Maschinentrommel. Essensgerüche, lautes Autotürenknallen oder das Warten im Auto bei laufendem Motor. Es gibt tausend Gründe sich über seine Nachbarn zu ärgern oder diese zu Missmut gegen sich selber zu veranlassen. Kennt Ihr das auch?

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man Rücksicht aufeinander nimmt. Doch manchmal hat man den Eindruck, jeder scheint nur an sich selber zu denken. Wenn man sich beschwert, dann gilt man als Spießer und wird sogar beschimpft. Andersherum verstehen wir es vielleicht nicht, wenn sich jemand bei uns beschwert, wo wir uns gar keiner Schuld bewusst sind. Viele Dinge geschehen vielleicht ganz unbewusst? Auch haben andere Kulturen eine ganz andere Vorstellung vom Zusammenleben. Jeder hat Eigenarten und vielleicht auch Rituale.

Laut einer neuen Studie von zuhause.de sind es aber nicht die Rentner, die Schwierigkeiten machen. Es sind eher jüngere Leute. Man mag meinen, dass Senioren eher nach Störenfrieden suchen, da sie viel Zeit haben. Doch laut der Statistik sind sie eher zu Gesprächen bereit, wenn es Unstimmigkeiten gibt. Da sie oftmals ein nachlassendes Gehör haben, sind sie toleranter, was Lautstärke angeht. Anders herum können ihre lauten Fernseher die Jüngeren stören.

Interessant ist auch die Konfliktlösung der einzelnen Generationen. Demnach suchen 44 Prozent der über 60-Jährigen zunächst das Gespräch. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind das lediglich 19 Prozent. Vier Prozent davon rufen sogar gleich die Polizei, was der Generation 60 plus im Leben nicht einfallen würde. Generell ist es aber besser, die Differenzen mit dem Nachbarn ohne Polizei zu lösen.

Insgesamt verstehen sich die Nachbarn untereinander aber ganz gut. Die Mehrheit der Befragten (45 Prozent) gibt an, sich gut mit dem neben, unter oder über ihm wohnenden Nachbarn zu verstehen. Jeder Zweite, der hin und wieder genervt ist, erträgt die Situation einfach und wartet ab. Nur vier Prozent fühlen sich oft oder ständig genervt.
Wenn es gar nicht mehr geht, sollte man sich – nach einem persönlichen Gespräch mit dem Verursacher – an den Vermieter wenden oder vom Mieterschutzverein beraten lassen.

Wie ist es bei Euch im Haus? Wohnt Ihr in einem Mehrfamilienhaus, zur Untermiete, in einer WG oder alleine und wie versteht Ihr Euch mit den Nachbarn? Nerven sie Euch? Nervt Ihr sie vielleicht? Wie geht Ihr damit um?

Eure Katja

5 Ausreden, um ungesund weiter zu leben

Jede und jeder von uns wählt als Mensch gerne und damit fast immer den Weg des geringsten Widerstandes. Wir sind so programmiert: Energie für wichtige Momente sparen, um somit lebensgefährdeten Risiken begegnen zu können. So überlebten zumindest unsere Vorfahren in einer Welt voller unbekannter Gefahren.

In der heutigen Zeit gib es nur selten Momente, in denen wir von unserer körperlichen Energie zerren müssen. Entbehrungen in diesem Teil der Welt sind selten geworden. Fasten ist freiwillig. Gewohnheiten sind bequem und komfortabel. Änderungen, selbst wenn unser Leben davon abhinge, sind schwer.

Und wie ist es bei Euch? Meine Hürde ist das Beginnen, ich habe Angst davor. Wie eine Eidechse vermeide ich Bewegungen und somit Veränderungen, denn dort wo ich bin, bin ich sicher.

Doch bezogen auf meine Gesundheit bin ich nicht sicher. Ich weiß das. Trotzdem mache ich weiter wie gewohnt. Sitze zu viel, surfe zu viel, esse zu viel. Ich lenke mich ab, um nichts zu verändern.

Somit nenne ich die 5 wichtigsten Ausreden, um nichts zu ändern:

1. „Bevor ich anfangen kann, muss ich planen.“

Klar, ist Planung wichtig. Aber im Moment, es ist nur Aufschub.

Ich weiß, wie es geht: „Bevor ich beginne, brauche ich die richtige Kleidung. Und Schuhe. Wo ist ein Fitnessstudio? Wer geht mit? Alleine traue ich mich nicht. Und auf mein iPod muss ich noch die richtigen Songs laden. Dann schnell noch vorher etwas essen, um mich zu stärken. Halt, erst muss ich einkaufen. Dann bin ich bereit zu starten!“

Vielleicht hast Du alle notwendigen Sachen. Aber zuerst, einfach mal starten. Keep it simple!

Es ist ganz einfach: nach draußen gehen und zu Fuß laufen oder langsam mit dem Fahrrad durch die Gegen fahren.  Gehe nur fünf Minuten in eine Richtung – schnell, wenn Du willst, oder auch langsam. Viel Spaß – das Spiel dann umdrehen und nach Hause kommen. Und jetzt kommst: Tue dies am nächsten Tag wieder, und übermorgen wieder. In kurzer Zeit stellt sich das Gefühl der Freiheit ein und jeden Tag wird es etwas mehr Routine.

Fang klein an, tue es dafür jeden Tag.

2. „Ich bin so außer Form, es überfordert mich an Gesundheit zu denken.“

Gerade jetzt, nicht auf eine gute körperliche Verfassung konzentrieren. Das Wichtigste ist es, den ersten Schritt zu machen.

Siehe es als ein Experiment an. Verpflichte Dich, gut zu essen oder Sport zu treiben – nur für eine Woche, um zu sehen, wie es geht. Sei neugierig und verspielt. Es hilft, den Plan anderen Leuten mitzuteilen und nicht zu schummeln.

Wenn die Woche geschafft ist, dann feiere den Erfolg. Genieße den Moment und spüre, ob sich etwas verändert hat. Wenn sich das Gefühl einer neuen Freiheit einstellt, dann kann es weiter gehen. Ansonsten andere, kleinere Ziele stecken.

Es geht bei diesem Ansatz um den Prozess, nicht das Ergebnis, deshalb auch das Gefühl der Freiheit. Ziele und gewünschte Ergebnisse bedeuten auch Probleme. Also loslassen.

3. „Ich weiß nicht, wie man kocht, noch habe ich Zeit dafür.“

Ich glaube Dir. Auch ich habe nicht jeden Abend 2 Stunden Zeit, gesund einzukaufen und ein ausgewogenes Essen zu kochen noch bin ich ein Meister der passenden Aromen und Mixturen, um schöne, perfekte Gerichte, die auch gesund sind, zu kreieren.

Aber es sind nicht die komplizierten Gerichte, die immer gesund sind. Einfache Zutaten reichen und das Internet ist volle Vorschläge: Kartoffeln statt Pommes, Pute statt Schwein, Tomatensoße statt Ketchup. Die List ist lang.

Versuche beim Kochen mit den Händen zu arbeiten. Je mehr dabei noch gearbeitet wird, desto mehr erfüllt Essen auch seinen Zweck. Im Übrigen helfen auch kleinere Teller. Möglicherweise kannst Du zu Fuß zum Einkaufen gehen, dann wird die Einkaufstüte auch etwas leerer bleiben. Schont zudem den Geldbeutel, da dann wird vielleicht auch weniger weggeworfen.

Und ganz wichtig: Genieße Dein Essen!

4. „Die Leute werden mich auslachen, wenn die mich beim Sport sehen.“

Für wen tue ich es? Für die anderen oder mich? Wenn sehe ich jeden Morgen im Spiegel? Wichtiger ist doch was ich über mich denke, als was andere über mich denken? Und vielleicht ist es nur der Neid der anderen, deren Unsicherheit, dass sie andere Menschen auslachen.

Also tue es für Dich!

5. „Ich möchte mit einer Gruppe oder Klasse trainieren, aber ich fürchte, ich werde nicht mithalten können.“

Damals in einem Schreibmaschinenkurs hat der Lehrer in der ersten Stunde gezeigt, wie viele Anschläge er als Profi pro Minute schafft. Ich war beeindruckt, bin aufgestanden und gegangen. Das lerne ich niemals. Besser wäre es gewesen, er hätte uns gezeigt, was wir nach der ersten Stunde können werden.

Deshalb können Gruppen und Trainer helfen. new-in-town ist die Sport- und Freizeitcommunity, um Euch dabei zu unterstützen. Suche andere Mitglieder nach ihren Interessen. Häufig sind die Fähigkeiten beschrieben. Es hilft auch, die eigenen Aktivitäten zu beschrieben.

Überfordere Dich nicht, wenn eine Gruppe zu stark ist, wechsele. Suche die passenden Sport- und Freizeitpartner.

Los geht’s

Heute ist der beste Moment anzufangen. Ein kleine, einfache Änderung im Leben und tue dies für ein Woche oder länger. Je mehr es Gewohnheit wird, desto weniger Energie fordert sie. Sicher, der erste Schritt ist nicht so einfach wie fernsehen oder Chips essen. Aber deutlich spannender.

Und ganz wichtig. Es macht nichts, zu fallen, nur bitte nicht liegen bleiben.

Und wenn die Ausreden auftauchen, Schritt zurück, lächeln und sich selbst betrachten: Wer bin ich?

Stop! Glaube keiner Deiner Ausreden. Los geht’s

Deine Lisa

Was ist für Euch Glück?

Liebe nities,

erinnert Ihr Euch noch daran, was Ihr früher, als Ihr Kinder gewesen seid, geantwortet habt, als man Euch gefragt hat, was Ihr später mal werden wollt? Habt Ihr davon geträumt, dass Ihr einmal Seemann, Tierärztin, Lokomotivführer oder Reitlehrerin sein werdet? Neulich hatte ich Gelegenheit, heutige Grundschüler nach ihren Berufswünschen zu fragen. Viele von den Kids konnten mit der Frage noch nichts anfangen, andere wiederum hatten klare Vorstellungen. Ich erwartete, dass ich nun von Berufen hören würde, die die Grundschüler einmal erlernen wollen. Reich wollte ein kleiner Junge werden. Berühmt ein kleines Mädchen mit blonden Zöpfen. Eine weitere Klassenkameradin der beiden, Johanna, hingegen antwortete spontan, sie wolle Mutter werden. Das sind doch mal erstaunliche Antworten.

Keines der Kinder hat jedoch gesagt, es wolle glücklich werden. Insgeheim hatte ich mir gewünscht, dass den Kindern etwas anderes einfallen würde als reich und berühmt werden zu wollen. Etwas in der Art wie Johannas Wunsch. Sie will einmal Mutter werden. Nicht Geld und Macht stehen bei ihr im Vordergrund, sondern Zufriedenheit.

Streben wir nicht eigentlich alle nach Zufriedenheit und Glück? Oder setzen wir es als selbstverständlich voraus, dass wir es nicht extra erwähnen müssen? Doch was ist Glück? Wann ist man zufrieden und ist das alles überhaupt messbar? Mit Sicherheit gibt es hierfür sehr individuelle Maßstäbe.

Ich denke, je mehr ein Mensch bereits erlebt und je mehr Lebenserfahrung er gesammelt hat, um so eher kann er beurteilen, was Glück und Zufriedenheit wirklich bedeuten. Denken wir nur einmal an jemanden, in dessen Umfeld es Krankheit und Schicksalsschläge gibt. Der Maßstab wird sicher ganz anders gesetzt, als bei Leuten, denen alles zufliegt. Ist jemand in wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen, wird es sicher schwieriger für ihn sein, Schicksalsschläge in seinem Leben zu meistern. Denn bisher war er daran gewöhnt, dass es da jemanden gibt, der alles Übel von einem fernhält.

Was wünscht Ihr Euch? Schätzt Ihr Euch als glücklich ein? Was muss passieren, damit Ihr glücklich seid? Hört mal in Euch hinein!

Manche Menschen machen sich ständig selber Stress, hetzen von einer Party zur nächsten oder von einer Beziehung zur nächsten, da sie vollkommenes Glück und Zufriedenheit suchen oder erwarten – vom anderen! Glücklich kann man jedoch nur selber werden, durch seine Einstellung zu den Dingen. Es gibt einen guten Spruch zu dem Thema. Der lautet: „Vergleichen macht unglücklich.“
Man sollte sich und seine Situation also für den eigenen Seelenfrieden besser nicht mit anderen vergleichen. Das lehren uns ja auch schon die Zehn Gebote. Dort heißt es sinngemäß, man soll nicht neidisch auf seinen Nächsten und dessen Eigentum und Besitz sein.

Glücklich machen auch nicht unbedingt die großen Dinge und schon gar nicht Reichtum alleine. Vielmehr sind es die vielen kleinen Begebenheiten, Ereignisse und Zufälle. In Frankfurt am Main haben Kindergartenkinder aktuell Abreißzettel für ein Lächeln aufgehängt. Das ist doch auch eine nette Idee: „Glück to go“.

Ich behaupte, dass gerade junge, suchende und im Leben noch unerfahrene Menschen dem Glück an der falschen Stelle hinterherjagen. Viele denken, sie werden glücklich sein, wenn sie erst einmal schlank oder muskulös, begehrt, reich oder erfolgreich sind, sprich „etwas erreicht“ haben. Vielleicht sind einige unter Euch, die früher auch so gedacht haben und dies bestätigen können? Hat man sein Ziel nämlich erreicht, ist man meist auch nicht glücklicher als vorher. Es ändert sich nichts, weil man die Prioritäten irgendwie nicht richtig gesetzt hat. Glück ist zum größten Teil eine Einstellungssache.

Manchmal ist man unglücklich, weil eine Menge Dinge schief laufen und man sich schicksalsträchtig vom Unglück angezogen fühlt. Als beispielsweise genau zu Jahresbeginn mein Auto kaputt ging und für viel Geld wieder repariert werden musste, ich parallel mit einer schlimmen Erkältung flach lag, mich in beruflichen und privaten Dingen nicht mehr verstanden gefühlt hatte und dann auch noch ein Verwandter starb, dachte ich, das gesamte Jahr wird so richtig ätzend weiter gehen. Doch irgendwann wendete sich das Blatt – zum Guten – und kleine, glückliche Momente und Ereignisse nahmen wieder überhand. Klar, wenn ein Schicksalsschlag dem nächsten folgt, dann kann man nicht glücklich drüber sein. Dann muss man auch mal zulassen, dass man jetzt einfach mal mies drauf ist. Doch, und auch gerade wenn man Freunde hat, die für einen da sind, empfindet man sehr viel schneller wieder Glück und Zufriedenheit, finde ich. Kontakte und Freundschaften sind darum für mich ein großes Glück. Drum möchte ich an dieser Stelle auch einfach mal meinen Freunden danken. :-)

Glücklich macht aber auch Sport. Das wissen die Sportler unter uns. Bewegung schüttet Endorphine aus. Läufer schwärmen häufig von Glücksgefühlen beim Joggen. Hobbies machen glücklich. Das Ergattern eines lange gesuchten Objekts in einer Sammlung. Ein Kinoabend, ein tolles Essen, ein Anruf eines lieben Menschen, ein Schaumbad. Glücksmomente gibt es eine ganze Menge, man muss sie nur erkennen.

Was ist denn für Euch Glück?

Eure Katja

Renovieren mit Katja

Grüß Euch, nities,

Ihr zieht aus, ein oder könnt Eure eigenen Wände nicht mehr sehen? Höchste Zeit für einen neuen Look. Tapetenwechsel ist angesagt. Aber wer holt sich dafür schon bezahlte Arbeitskräfte ins Haus? Das können sich doch nur Firmen leisten. So muss man meist selber ran. Doch bevor Ihr bereits bei dem Gedanken an die bevorstehende Arbeit einen halben Nervenzusammenbruch bekommt, verrate ich Euch ein paar Tricks, wie alles halb so schlimm wird.

Zuerst einmal muss man sich natürlich – wie fast überall – nach den Vorschriften erkundigen. Darf oder muss ich meine Wohnung überhaupt renovieren? Was steht im Mietvertrag und inwieweit darf ich etwas vollkommen umgestalten? In der Regel ist es so, dass eine Wohnung bei Auszug in „fachmännisch renoviertem Zustand“ zu übergeben ist. Da fängt es schon an. Was ist fachmännisch? Nein, Ihr müsst Euch keinen Malermeister holen, Ihr dürft auch selber zum Pinsel greifen. Das Ergebnis muss aber passabel aussehen: die Tapete sollte sich nicht beim Anschauen ablösen und die Farbe beim Anlehnen an die Wand nicht auf die Kleidung abfärben. Auch gilt es, Farbspritzer auf den Fliesen, dem Teppichboden und dem Parkett zu vermeiden.

Wie renoviere ich?
Dazu habe ich Euch mal ein paar Tips aufgeschrieben. Ich spreche dabei aus eigener Erfahrung.
Wenn Ihr eine Motivtapete oder eine alte Raufasertapete ablösen müsst, so empfehle ich Euch, eine sogenannte Nagelwalze anzuschaffen. Diese Stielrolle, die fast wie eine Malerrolle aussieht, ist mit vielen Nägeln gespickt. Ihr müsst die Tapete damit komplett überrollen, so dass sie anschließend viele kleine Löcher aufweist. Nun mischt ihr warmes Wasser mit etwas Spülmittel und befeuchtet die gelöcherte Tapete mithilfe eines Blumensprühers oder eines nassen Schwamms mit dieser Lösung. Nach etwa 20 Minuten hat sich die Tapete damit vollgesogen und Ihr könnt sie mit einem Spachtel leicht von der Wand lösen.
Anschließend gilt es, kleine Löcher oder Unebenheiten im Putz auszubessern. Wer kennt nicht die scheußlichen Bohrlöcher, wo vorher mal ein Regal hing? Füllt diese mit Gips oder Spachtelmasse und gleicht Unebenheiten auf der Putzoberfläche aus. Je nach Flächengröße müsst Ihr abwarten, bis der Gips oder oder die Spachtelmasse komplett getrocknet ist, bevor Ihr weiter macht.

Anschließend könnt Ihr beginnen, die Tapete zu kleben. Wie geht das?
Zuerst einmal muss man natürlich die Zimmerhöhe ausmessen und die Tapetenbahnen zuschneiden. Wichtig: Die Bahnen nicht auf Maß schneiden, sondern immer ein paar Zentimeter hinzugeben. Wer das Pech hat, eine so kleine Wohnung zu haben, dass kein Tapeziertisch rein passt, der hat hoffentlich einen Parkettfußboden, Fliesen oder Laminat. Ich habe Parkett und pinselte meine Tapeten auf dem Fußboden ein. Natürlich muss man den Leim sofort wieder mit warmem Wasser von diesem abwischen, sonst ruiniert man ihn. Aber so geht es auch.Man muss eben improvisieren können. 😉

Beginnt nie an einer Ecke der Wand mit dem Kleben. Das dürfte eigentlich klar sein. Beginnt am Fenster und arbeitet Euch Bahn für Bahn ins Zimmerinnere vor. Jede weitere Tapetenbahn etwas überlappt auf die vorherige kleben, sonst zieht sich die Tapete zusammen oder die Überlappungen werfen unschöne Schatten. Abschneiden könnt Ihr die Tapete unten an der Fußleiste. Dafür gibt es spezielle Tapetenmesser. Wer unschön geklebte Tapeten kaschieren möchte, der kann sich an der Oberkante noch eine Bordüre ankleben. Das sieht aber auch dann recht nett aus, wenn man keine Fehler zu vertuschen hat. Bordüren sind selbstklebend und leicht anzubringen.

Solltet Ihr mit Raufaser tapeziert haben, so seid Ihr leider noch nicht fertig. Nun dürft Ihr noch streichen. Auch hier gelten Regeln des Vermieters. Man sollte nicht zu bunt, nicht schwarz, rot oder sonst etwas Ungewöhnliches wählen. Meist wird daher weiss genommen. Bitte nehmt keine Billigfarbe! Da lohnt es sich nicht, sparen zu wollen, denn Billigfarbe hat oft eine schwächere Deckkraft. Ich rate zu einem getesteten Produkt, mindestens mit der Note Gut. Es gibt Farbe für feuchte Räume wie Bad und Küche und Farbe für Wohnzimmer und Co. Das sollte man dringend auch beachten, sonst könnte es sein, dass die Tapete irgendwann schimmelt oder sich ablöst. Die Farbe muss gut umgerührt werden, anschließend geht es los. Für das Streichen eignet sich eine Farbrolle mit dazugehörigem Streichgitter, beides in der richtigen Größe zum Farbeimer. Taucht die Rolle nur leicht in den Farbeimer, drückt überschüssige Farbe am Gitter ab und legt los. Sinnvoll ist es, Steckdosen, Lichtschalter und Fußleisten vorher abzukleben. Es gibt Folien, die eine schnell lösbare Klebeseite besitzen, welche keine Rückstände hinterlässt. Solltet Ihr Euch doch mal vermalt haben oder Farbspritzer an einer Stelle gelandet sein, wo sie nicht hingehören, wischt sie sofort weg. Das geht unmittelbar nach dem Missgeschick noch am einfachsten, aber später wird es schwierig.

Ein kleiner Trick noch: Wenn Ihr keine Hilfe habt, inseriert bei NIT und macht eine „Renovier-Party“ draus. Ihr glaubt gar nicht, wie viele hilfsbereite Leute es gibt, die Ihr mit einem selbstgemachten Kartoffelsalat, paar Würstchen oder Bier locken könnt. Zusammen geht es ganz schnell und macht sogar Spaß. An potenzielle Helfer gerichtet: Man lernt Leute kennen, es entstehen vielleicht ein paar neue Freundschaften und das ist allemal besser, als zu Hause herumzusitzen. 😉

Eure Katja

Sind Notlügen erlaubt?

Hallo nities,

Hand auf Herz!
Bestimmt hat sich jeder von Euch schon mal einer Notlüge bedient. Eine kleine Flunkerei, um niemandem wehzutun oder um sich selber vor Schlimmerem zu bewahren. Habt Ihr?

Es wird bestimmt kaum jemand bei new-in-town nach der ersten Korrespondenz, die einem nicht zugesagt hat, dem anderen deutlich schreiben „Hör zu, zwischen uns stimmt die Chemie nicht“, oder? Wobei dieser Ausspruch ja noch einigermaßen okay wäre. Dennoch werden die Wenigsten wohl kaum derart schonungslos ehrlich antworten und lieber eine freundliche Notlüge senden. Das finde ich auch ganz in Ordnung so. Priorität hat schließlich die Höflichkeit – sollte sie zumindest haben – nicht unbedingt die verletzende Ehrlichkeit. Ganz häufig beklagen User auch, dass gar keine Nachricht mehr kommt. Das ist dann praktisch auch eine Art von Notlüge; ein stilles Zurückziehen.

Notlügen in der Partnerschaft sind auch so eine Sache. Jeder kennt das Beispiel: „Schatz, wie steht mir das neue Kleid?“ Auch wenn es noch so scheußlich aussieht und so gar nicht zu der Figur passt, was sagt man als Mann? Heikles Thema, oder?
„Aber Schatz, dir steht alles. Du siehst immer toll aus“, wird eine Frau auf die Dauer auch nicht glauben. Das sind die ewig gleichen Floskeln. Also sitzt der Mann ganz schön in der Klemme.
Männer möchten in der Regel für das, was sie tun, oder das, was sie leisten, bewundert werden, weniger für ihr äußeres Erscheinungsbild. Oder habt Ihr schon mal einen Hetero-Mann getroffen, der Euch gefragt hat, was Ihr von seinen neuen Schuhen haltet? Wohl kaum. Eher wird er fragen, ob er das Regal nicht toll angebracht, das Auto nicht super-schnell repariert hat, oder „wie er war“ nach einer bestimmten Sache. Nicht wahr? Was sagt also die Frau, wenn das Regal schief hängt, das Auto vorher fünf Wochen mit einem defekten Scheinwerfer fahren musste oder der Sex langweilig war? „Ach Schatz, du bist so toll!“?
Manch ein Mann wird das vielleicht auch glauben. Aber wie kann die Frau sonst noch ausdrücken, dass etwas nicht wirklich gut war? Lieber benutzt sie auch hier häufig eine Notlüge.

Notlügen im Job? Gibt es die? Wenn die Präsentation noch nicht fertig ist, weil man einfach zu faul war, dann sollte man eigentlich dazu stehen. Aber das geht im Job natürlich nicht. Darf man da überhaupt notlügen? Mit der Vorsilbe Not entschuldigt man seine Lüge und macht sie scheinbar vor sich selbst weniger schlimm. Eben, indem man denkt, man sei in Not. Vielleicht gibt es auch tatsächlich keine andere Lösung oder man sieht sie nicht. Manchmal muss sie vielleicht sein?

Eine Lüge ist laut Wikipedia „eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben.“

Manchmal muss man sich einfach einer Notlüge bedienen, denke ich. Manchmal muss man ein Ziel verfolgen oder möchte einem anderen Menschen nicht wehtun. Wenn das gegeben ist, so denke ich, ist es nicht so schlimm. Man muss immer abwägen, inwieweit man andere mit der Wahrheit verletzt oder was der Nachteil für einen selber wäre, wenn man ehrlich bleibt. In der Politik wird leider auch nicht immer die Wahrheit gesagt oder es werden wichtige Dinge einfach nicht erwähnt. So manch ein Redner denkt da anscheinend, das sei nicht notwendig. Allerdings unterscheide ich das Weglassen wichtiger Informationen deutlich von einer Notlüge. Bei einem Auto- oder Hauskauf oder auch bei weniger teuren Produkten darf man wichtige Mängel nicht einfach verschweigen. Das ist ganz sicher keine Notlüge.

Selbst wenn man in einer bestimmten Situation keine andere Möglichkeit sieht und sich einer Notlüge bedient, das Schamgefühl und das schlechte Gewissen können ehrliche Leute quälen. Das ist aber auch gut so. Es sollte ja nicht zur Routine werden.
Menschen, die im Lügen Erfahrung haben, die können einem das Blaue vom Himmel versprechen, ohne dass es dem Gegenüber auffällt. Das ist keine Eigenschaft, für die man jemanden bewundern sollte.
Bei NIT kommt man mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen und teilweise gibt es dort sogenannte „Jäger und Sammler“. Diese User scheinen alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, zu kontaktieren. Bei einer Verabredung erscheinen sie dann aber nie. Kennt Ihr das? Wenn man überhaupt eine Antwort erhält, dann werden die komischsten Gründe aufgeführt, warum man nicht erschienen ist. Manchmal sind es genau diese Gründe (verpasste U-Bahn, kein Handy dabei, Nummer oder NIT-Passwort verloren), die dann auch bei einer anderen Verabredung von dieser Person als Notlüge benutzt werden. Komisch!? Natürlich muss man davon ausgehen, dass die Mitglieder sich untereinander kennen und über gewisse Leute unterhalten. Wer als „Jäger und Sammler“ solche Notlügen anwendet, der gerät schnell in Verruf. Dass sich das herumspricht, davon kann man ausgehen …

Grundsätzlich wäre es natürlich schön, wenn man sich in jeder Lage wahrheitsgemäß so ausdrücken würde und könnte, dass man niemandem verletzt und seine Ziele und Wünsche – auch ohne flunkern zu müssen – erreicht.

Eure Katja

Pappnase oder Faschingsmuffel?

Helau nities,

wir befinden uns bereits seit einigen Wochen in der fünften Jahreszeit.
Ist es Euch aufgefallen? Habt Ihr schon ein paar Faschingssitzungen beigewohnt? Wie viele Kreppel habt Ihr bisher intus? Locht Ihr bereits fleißig eigene Konfetti? Sind die Scheren zum Abschneiden der Krawatten geschärft?
Was, Ihr mögt gar keinen Karneval?

Ob sich jemand zu dem bunten Rummel hingezogen fühlt oder gut darauf verzichten kann, das hängt meiner Meinung nach stark mit der Region zusammen, in der man aufgewachsen ist. Was meint Ihr? Ich komme beispielsweise aus einer Gegend, in der man keinen Fasching feiert. In der Grundschule gab es am Rosenmontag zwar Berliner zu bestellen und am Faschingsdienstag durften wir Kinder damals verkleidet kommen, doch mehr ab es nicht. Berliner sind übrigens das gleiche wie Kreppel oder Krapfen. Diese leckeren Gebäckstückchen werden regional nur anders genannt. Was es leider nicht überall gibt, das sind die Rheinländischen Mutzen. Hmm, lecker! Leider bekomme ich die in Hessen, wo ich wohne, nicht.

Überhaupt ist in Köln und Mainz am meisten los. Das sind die Faschingshochburgen. Dort geht gar nichts mehr an Fasching. Anderenorts hingegen wird gearbeitet wie jeden Tag.

Ich muss gestehen (eben mit der Entschuldigung, dass ich aus Niedersachsen komme), dass ich mit Fasching nicht so viel am Hut habe. Ich bekomme ihn aber hautnah mit, da ich diverse Veranstaltungen fotografiere. Mir kommt es immer so vor, als ob viele Narren gezwungen werden, einer Prunksitzung beizuwohnen. Denn mir fallen jedes Mal so viele griesgrämige Leute auf: „Nein, ich will kein Foto!“ „Nein, ich mag nicht lachen!“
Macht man einen Scherz, dann gucken sie auch noch böse. Ich dachte, man geht Fasching feiern, damit man Spaß hat! Nun ja, vielleicht bin ich bisher auch einfach nur auf den falschen Sitzungen gewesen. Klärt mich bitte auf! Welche Veranstaltungen sind empfehlenswert?

Was mir auch immer wieder auffällt, das ist der Durst, den die Narren haben. Du meine Güte! Zu späterer Stunde merkt man einen radikalen Stimmungswechsel. Aus den missmutigen Leuten werden grölende, auf den Tischen tanzende und manchmal sogar leicht aufdringliche Personen.
Manchmal geht es zum Ende einer Feier auch etwas ordinär zu. Das muss man einfach so sagen. Wenn als „Krönung“ einer Weiberfastnacht beispielsweise ein Männer-Ballett auftritt: In den Saal herein kommen sie im Mönchsgewand und raus tänzeln sie nur in Unterhose bekleidet. Dabei habe ich noch nie einen Mann gesehen, der in der spärlichen Bekleidung eine gute Figur gemacht hat. Vielen sah man ihren – wohl nicht nur zu Fasching – übermäßigen Bierkonsum an. Auch die Tanzmariechen, die ich so kennengelernt habe, waren ausnahmslos recht kräftig gebaut. Tut mir leid, falls ich jetzt verallgemeinernd klinge. Ich schreibe eben aus meiner persönlichen Erfahrung.

Was mir noch auffällt, ist, dass versucht wird, um diverse Preise zu feilschen. Je wohlhabender eine Region oder ein Stadtteil ist, um so mehr wird versucht, Preise zu drücken. Seltsam?! Das kann für den Wirt, den Kellner, den Garderobenwart oder den Fotografen sehr anstrengend werden.

Je nachdem, wie groß eine Veranstaltung ist, kommt irgendwann das Prinzenpaar vorbei, um sich bejubeln zu lassen. In prunkvollen Gewändern gekleidet und mit einer langen Pfauen-Feder am Hut des Prinzen, die den Rückennachbarn am Kopf kitzelt, leisten sie der Schar für ein paar Bühnenakte Gesellschaft, bis sie zur nächsten Veranstaltung hecheln.
Beobachtet wird jede Sitzung vom Elferrat, der auf der Bühne sitzt. Das sind wichtige Herren, die alle gleich gekleidet und mit Orden bestückt sind und eine Narrenkappe tragen. Meist sind es sogar mehr als elf Herren, doch auf der Bühne haben nur elf davon Platz.

Ich will aber nicht nur schlecht über Faschingssitzungen erzählen. Es gibt selbstverständlich auch ganz viele wirklich sympathische Narren. Wenn „reifere“ Leutchen – so um die 80 Jahre und älter – sich verkleidet unter die Leute mischen, statt daheim vor dem Fernseher zu sitzen, dann finde ich das wirklich beachtlich und toll.

Außerdem liebe ich Laugenbrezeln, die es auf den Veranstaltungen oft gibt. Dafür bin ich bekannt und werde deswegen von den Kollegen schon scherzhaft aufgezogen sowie natürlich Mutzen, die es zu meinem Bedauern in meinem Ort ja nicht gibt. Ab einem gewissen Alkoholpegel im Blut mag ich sogar das Fastnachtslied 2012, das zu meiner Tätigkeit an Fastnacht optimal passt. Es heißt: „Schatzi, schenk mir ein Foto von dir.“ 😉

Alaaf und helau!

Eure Katja

„Nach der nächsten Kurve auf die Fähre fahren“

Servus nities,

benutzt Ihr auch Navigationssysteme, um ein fremdes Ziel zu erreichen?
Ich komme seit drei Jahren gar nicht mehr ohne aus. Es ist schon toll, keine Karten mehr zu studieren, Himmelsrichtungen zu definieren oder Fremde nach dem Weg fragen zu müssen. Einfach das Ziel eingeben und los geht’s. Das Tolle ist auch, dass das Gerät wirklich minutengenau die Ankunftszeit errechnet. Während der Fahrt wird natürlich anhand von Fahrgeschwindigkeit, Staubildung oder zähflüssigem Verkehr immer wieder nachgerechnet, doch selten weicht die Ankunftszeit von der Ursprungsberechnung ab, bei mir zumindest. Auf mein billiges Navi einfachster Ausführung kann ich mich eben verlassen. Immer wieder lese ich von unglaublichen Geschichten, die erzählen, ein Navi hätte den Fahrzeugführer in einen Fluss gelenkt oder ähnliches. Das kann ich nicht nachvollziehen. Mein Navi warnt mich vor so was.

Einmal hatte ich mich beispielsweise zu einer Drachenboottour über die VHS angemeldet. Wisst Ihr alle, was das ist? Das sind bunte, extrem lange Boote, die durch die Bemalung oder Schnitzerei einen Drachen darstellen. Die Paddelboote stammen ursprünglich aus China. Rechts und links sitzen die Paddler hintereinander und paddeln gleichmäßig zum Takt eines Trommlers, der im vorderen Teil des Bootes sitzt. Hinten steht der Steuermann und feuert die Paddler zusätzlich an. Seit ich einmal im Rahmen eines Firmenevents an so einer Bootstour teilgenommen hatte, liebe ich diesen Sport. Doch leider gibt es nicht so viele Gelegenheiten, mitzumachen. So freute ich mich über das Angebot der VHS.

Neben NIT ist die VHS übrigens auch eine tolle Gelegenheit, als Neubürger Leute kennenzulernen. Man könnte sich aber auch zusammen über die Pinnwand zu einem VHS-Kurs verabreden.
Die Bootstour sollte in Rüdesheim am Rhein starten. Aber da musste man erst einmal hinkommen …

An dem besagten Samstagmorgen fuhr ich pünktlich von zu Hause aus los. Mein Navi errechnete eine Stunde Fahrtzeit. Alles verlief planmäßig, bis mein technisches Gerät irgendwann mit seiner scheppernden Stimme zu mir sagte: „Nach der nächsten Kurve auf die Fähre fahren.“ Nanu??? Erst mal wusste ich gar nicht, was gleich auf mich zukommen würde. Fuhr ich nicht schon eine ganze Weile geradeaus am Rhein entlang? Ich hatte eine Brücke erwartet, denn die Zielfahne des Navigationsgerätes flatterte ja bereits auf der anderen Uferseite. Kurz drauf kam ich an die besagte Kurve und stand doch tatsächlich am Ufer. Dort ging es nicht mehr weiter.

Da mir so etwas bisher noch nicht passiert ist, war ich doch etwas irritiert, ob überhaupt eine Fähre kommen würde und wann? Zum Glück war ich nicht die Einzige, die dort wartete, und wurde schnell über den Fahrplan der Autofähre aufgeklärt: alle halbe Stunde. Natürlich war die Fähre gerade erst abgefahren und wir mussten 20 Minuten warten. Das kam mir nicht gerade entgegen, denn das Drachenboot sollte in wenigen Minuten ablegen. Half aber alles nichts, denn an dieser Stelle gab es vorerst kein Weiterkommen. Nach einer Viertelstunde konnte man die Fähre sehen. Das war schon spannend und hatte was von einer Urlaubsreise. Durch die Lautsprecher der Autofähre drang alte Shanty-Musik und ein Kassierer ging persönlich rum, um die Fährgebühr von ein paar Euros einzusammeln.


Auf der anderen Uferseite angelangt, brauste ich schnurstracks den Weg lang, den die Stimme aus dem Gerät mir vorschlug. Es ging wieder am Rheinufer entlang, ein Stück des Weges zurück, das ich auf der anderen Seite zurückgelegt hatte. Zu meiner Linken fiel mein Blick auf ein Drachenboot, welches am Ufer des Flusses entlang fuhr. In mir stiegen unschöne Vorahnungen auf. Meine Uhr zeigte außerdem 20 Minuten nach der angegebenen Ablegezeit an. Ob die Gruppe tatsächlich so pünktlich abgelegt hatte? Ich hoffte, dass dem nicht so war und fuhr weiter zum Bootshaus. Alles leer. Irgendwann traf ich auf einen einsamen Kioskbesitzer und steckte meinen Kopf aus dem Fenster meines Autos, um mich zu erkundigen, ob ich am richtigen Bootshaus sei. „Die Gruppe hat vor 25 Minuten abgelegt, da sind Sie jetzt zu spät“, antwortete er mir. „Oh nein!“, ärgerte ich mich. Ich denke, ich sollte beim nächsten Mal solche unerwarteten Ereignisse mit einplanen. Es kann ja immer mal eine Autofähre, die nur zwei Mal in der Stunde verkehrt, dazwischenkommen. Das war also nix. Ein Ausflug, der unerwartet etwas anders verlaufen war. Aber ein Abenteuer war es allemal.

Dennoch würde ich so einen Ausflug gerne noch einmal machen, mit VHS, NIT oder beiden zusammen.

Eure Katja

Antwort an alle

Liebe nities,

ist jemandem von Euch schon einmal die Panne unterlaufen, eine Nachricht oder die Antwort auf eine E-Mail unbeabsichtigt an alle zu versenden?

In der vergangenen Woche haben sich die Mitarbeiter der Parlamentarier gegenseitig mit „Nachrichten an alle“ bombardiert und damit einen elektronischen Nachrichtenstau verursacht. Angefangen hat alles mit einer Mail der Bundestagsverwaltung, die darüber informiert hat, dass die neue Ausgabe des „Kürschner-Handbuchs“, das Nachschlagewerk für Abgeordnete, vorliege. Dieses könne jederzeit im Info-Büro abgeholt werden, hieß es weiter.

Kurze Zeit später bat eine Abgeordnete ihre Kollegin per Mail, ihr eine Ausgabe mitzubringen. So weit so gut. Leider unterlief der Politikerin die kleine Panne, diese Bitte ebenfalls an alle zu versenden. Nach und nach bekam sie Mitbring-Angebote und andere Reaktionen auf diesen Irrläufer und immer mehr Abgeordnete, Ex-Abgeordnete und Sekretariate fanden Gefallen dran, sich am E-Mail-Verkehr zu beteiligen. So wurden letztlich auch Karten für ein Handballspiel verlost, Wetterinformationen ausgetauscht und Sportveranstaltungen beurteilt. „Ach, ist das spannend!“, schrieben andere. Als das Netz zusammenzubrechen drohte, schaltete sich die Bundestagsverwaltung ein. Wieder mit einer Mail an alle. Darin hieß es: „Aufgrund des derzeitigen Mißbrauchs des E-Mailsystems können Zustellverzögerungen von bis zu 30 Minuten auftreten …“

Wie schnell kann es passieren, dass zum Versenden einer E-Mail anstelle von „FW“ auf „RE“ geklickt wird oder umgekehrt. „Antworten“ oder „Antworten an alle“ ist ebenfalls ein nicht gerade seltenes Missgeschick. Das kann mitunter ganz schön peinlich werden.

Genauso vorsichtig sollte man auf Community-Portalen sein. Wer hat nicht schon von Geburtstagspartys via Facebook gehört, bei denen es ungewollt zu einem Polizeiaufgebot gekommen ist. Warum? Weil das Geburtstagskind die Einladung in Facebook gepostet hat. Nicht „an alle Freunde“, sondern „an alle“, und zwar wirklich an alle User. So fanden sich im Sommer 2011 beispielsweise 1.600 Geburtstagsgäste bei der Feier der 16-jährigen Thessa in Hamburg ein, um gemeinsam zu feiern. Da reichte das Kaffeegeschirr nicht aus und mit dem Kuchenbacken kam die Jugendliche bestimmt auch nicht mehr nach.

In Wuppertal kam es ebenfalls im Sommer 2011 zu einem Großeinsatz der Polizei mit mehreren Festnahmen, nachdem ein anonymer Initiator folgende Nachricht an alle in Facebook postete: „Bis zum heutigen Tag war es nur ein Geheimtipp: Die alljährliche ‘Ascheweg Night’ im Zentrum von Wuppertal-Ronsdorf. Ab sofort ist sie eine öffentlich bekanntgegebene Party!“ Dieser Aufruf war zwar kein Versehen, eher ein Gag, doch lief dieser ebenfalls vollkommen aus dem Ruder. Auch hier meldeten sich über 1.600 Partyhungrige an, tatsächlich gekommen sind allerdings „nur“ 800 Gäste. Dennoch kam es zu Randale, Sachbeschädigungen und Personenschäden. Wer zahlt für einen solchen Polizeieinsatz? Wenn der Initiator nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, sind es die Steuerzahler, die dafür in die Tasche greifen müssen.

Einem Azubi kostete ein öffentlicher Eintrag einmal seine Ausbildungsstelle. Er hatte sich auf der Arbeit krank gemeldet und war so ungeschickt, in Facebook zu posten: „Beim Arzt gewesen, gelben Urlaubsschein bekommen, gleich geht’s auf in den Süden.“ Der Chef antwortete ihm: „Sie können auch länger dort bleiben. Sie werden in Kürze sehr viel Zeit haben.“

Aber das kann ja zum Glück bei new-in-town so schnell nicht passieren …

Eure Katja