Archiv von 'Katja' Bereich

Antwort an alle

Liebe nities,

ist jemandem von Euch schon einmal die Panne unterlaufen, eine Nachricht oder die Antwort auf eine E-Mail unbeabsichtigt an alle zu versenden?

In der vergangenen Woche haben sich die Mitarbeiter der Parlamentarier gegenseitig mit „Nachrichten an alle“ bombardiert und damit einen elektronischen Nachrichtenstau verursacht. Angefangen hat alles mit einer Mail der Bundestagsverwaltung, die darüber informiert hat, dass die neue Ausgabe des „Kürschner-Handbuchs“, das Nachschlagewerk für Abgeordnete, vorliege. Dieses könne jederzeit im Info-Büro abgeholt werden, hieß es weiter.

Kurze Zeit später bat eine Abgeordnete ihre Kollegin per Mail, ihr eine Ausgabe mitzubringen. So weit so gut. Leider unterlief der Politikerin die kleine Panne, diese Bitte ebenfalls an alle zu versenden. Nach und nach bekam sie Mitbring-Angebote und andere Reaktionen auf diesen Irrläufer und immer mehr Abgeordnete, Ex-Abgeordnete und Sekretariate fanden Gefallen dran, sich am E-Mail-Verkehr zu beteiligen. So wurden letztlich auch Karten für ein Handballspiel verlost, Wetterinformationen ausgetauscht und Sportveranstaltungen beurteilt. „Ach, ist das spannend!“, schrieben andere. Als das Netz zusammenzubrechen drohte, schaltete sich die Bundestagsverwaltung ein. Wieder mit einer Mail an alle. Darin hieß es: „Aufgrund des derzeitigen Mißbrauchs des E-Mailsystems können Zustellverzögerungen von bis zu 30 Minuten auftreten …”

Wie schnell kann es passieren, dass zum Versenden einer E-Mail anstelle von „FW“ auf „RE“ geklickt wird oder umgekehrt. „Antworten“ oder „Antworten an alle“ ist ebenfalls ein nicht gerade seltenes Missgeschick. Das kann mitunter ganz schön peinlich werden.

Genauso vorsichtig sollte man auf Community-Portalen sein. Wer hat nicht schon von Geburtstagspartys via Facebook gehört, bei denen es ungewollt zu einem Polizeiaufgebot gekommen ist. Warum? Weil das Geburtstagskind die Einladung in Facebook gepostet hat. Nicht „an alle Freunde“, sondern „an alle“, und zwar wirklich an alle User. So fanden sich im Sommer 2011 beispielsweise 1.600 Geburtstagsgäste bei der Feier der 16-jährigen Thessa in Hamburg ein, um gemeinsam zu feiern. Da reichte das Kaffeegeschirr nicht aus und mit dem Kuchenbacken kam die Jugendliche bestimmt auch nicht mehr nach.

In Wuppertal kam es ebenfalls im Sommer 2011 zu einem Großeinsatz der Polizei mit mehreren Festnahmen, nachdem ein anonymer Initiator folgende Nachricht an alle in Facebook postete: „Bis zum heutigen Tag war es nur ein Geheimtipp: Die alljährliche ‘Ascheweg Night’ im Zentrum von Wuppertal-Ronsdorf. Ab sofort ist sie eine öffentlich bekanntgegebene Party!“ Dieser Aufruf war zwar kein Versehen, eher ein Gag, doch lief dieser ebenfalls vollkommen aus dem Ruder. Auch hier meldeten sich über 1.600 Partyhungrige an, tatsächlich gekommen sind allerdings „nur“ 800 Gäste. Dennoch kam es zu Randale, Sachbeschädigungen und Personenschäden. Wer zahlt für einen solchen Polizeieinsatz? Wenn der Initiator nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, sind es die Steuerzahler, die dafür in die Tasche greifen müssen.

Einem Azubi kostete ein öffentlicher Eintrag einmal seine Ausbildungsstelle. Er hatte sich auf der Arbeit krank gemeldet und war so ungeschickt, in Facebook zu posten: „Beim Arzt gewesen, gelben Urlaubsschein bekommen, gleich geht’s auf in den Süden.“ Der Chef antwortete ihm: „Sie können auch länger dort bleiben. Sie werden in Kürze sehr viel Zeit haben.“

Aber das kann ja zum Glück bei new-in-town so schnell nicht passieren …

Eure Katja

Zehn Jahre Euro

Hallo nities,

der Euro hat Geburtstag. Grund genug, ihm ein paar Zeilen zu widmen.

Habt Ihr Euch eigentlich mittlerweile an den Euro gewöhnt oder wollt Ihr immer noch die gute alte D-Mark zurück? Laut einer Studie des Focus Money vom September 2011 wollen nämlich etwa die Hälfte der Bundesbürger die D-Mark zurück und das liegt sicher nicht am netten Lächeln der Politiker, Künstler und Wissenschaftler, die die D-Mark-Scheine zieren.

Dabei ist die Idee einer einheitlichen europäischen Währung, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft erleichtern sollte, nicht erst vor 10, 15 Jahren entstanden. Erstmals wurde 1970 von einer Expertenkommission unter Leitung des damaligen luxemburgischen Premierministers Pierre Werner der sogenannte Werner-Plan vorgeschlagen. Dieser sah vor, bis 1980 in der damaligen Europäischen Gemeinschaft eine Währungsunion einzurichten und eine einheitliche Währung einzuführen. Die Bemühungen scheiterten jedoch immer wieder, unter anderem, weil es schwierig war, sich in dem internationalen Währungssystem auf einen festen Wechselkurs zu einigen.

Der Wechselkurs ist es auch, der die Bürger verunsichert. Wieviel ist mein Geld noch wert? Werde ich durch den Euro abgezockt? Ist nun alles teurer?
Viele Bundesbürger rechnen selbst zehn Jahre nach Einführung des Euros noch immer in DM um. Kostet beispielsweise eine Tasse Milchkaffee in einem Bistro 3,90 Euro, so hätte man sich den für 7,80 DM ganz sicher nicht gekauft.

Gerd von Vangerow, ein politisch aktiver Rentner aus Unterfranken, auch „Spessart-Rebell“ genannt, hat sogar eigens eine Partei gegründet, die das Ziel verfolgt, die D-Mark wieder einzuführen. „Der Euro-Frust war nie größer. Jetzt ist doch der beste Zeitpunkt für diese Partei“, sagt der Rentner und nannte seine Partei „Die Deutsche-Mark-Partei“.

Als „Spielgeld“ haben viele Bundesbürger den Euro zur Einführung abwertend bezeichnet. Ungewohnt sachlich empfanden wir das Design. Die Scheine zeigen fiktive Motive der europäischen Architektur, jeweils aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen.

Ist es nur eine Frage der Gestaltung, dass jeder zweite Bundesbürger sich noch immer nicht mit dem Euro anfreunden kann? Spielen Erinnerungen eine Rolle, ein Hauch von Nostalgie? Ist durch den Euro tatsächlich alles teurer geworden, wären die Preise im Laufe der Zeit durch die Inflation nicht sowieso angestiegen? Ist es nicht leichter, wenn man an vielen Urlaubsorten kein Geld mehr wechseln muss?

Seid Ihr Befürworter des Euro oder eher Gegner?
Meint Ihr, die D-Mark kommt tatsächlich irgendwann zurück?
Würdet Ihr die „Deutsche-Mark-Partei“ wählen?

Eure Katja

Man trifft sich immer zweimal – auch bei NIT

Hallo nities,

wer schon länger Mitglied bei NIT ist, der hat irgendwann genug – genug Freunde meine ich natürlich! ;-) Zumindest sollte es so sein. Irgendwann sollte man einen festen Freundeskreis gefunden haben. Diese Freundschaften sollte man pflegen und nicht ständig auf der rastlosen Suche nach neuen Bekannten sein. Sonst ist vielleicht doch irgendwas schief gelaufen.

So geht es auch mir. Ich habe mir einen festen Freundeskreis aufgebaut. Teilweise – natürlich mit der Hilfe von NIT. Dennoch stöbere ich hin und wieder die Pinnwand durch, ob mich da nicht doch noch was interessiert. Es kann auch sein, das ich selber eine Anzeige für eine bestimmte Freizeitaktivität aufgebe. Das tu ich meistens für Unternehmungen, die ich zusammen mit meinen Freunden machen möchte und woran noch andere Leute teilnehmen können. Das wären beispielsweise Brunchs, ein gemütliches Zusammensein in einer Bar oder ein Kinobesuch.

Man erlebt immer wieder, dass man „neue“ Leute bereits kennt oder Freunde von einem kennen sie. Man trifft sich beispielsweise in einer Gruppe und ein Drittel der Leute reagiert mit: „Ach Hallo Chris“, „Tach Tanja” oder „Bist du nicht die Tine?“ Ja, nities sind gar nicht so unbekannt in einer neuen Stadt. Sie kennen komischerweise ziemlich viele Leute. ;-)

Mir ist neulich was Lustiges passiert: Eine Anzeige sprach mich besonders an. Eine Anja suchte in Hessen Leute, um gemeinsam Kloatscheeten zu gehen. Man muss dazu sagen, dass Kloatscheeten eine Sportart ist, die eigentlich nur in einer bestimmten Region gespielt wird und das ist die Region, aus der ich stamme, nämlich die Grafschaft Bentheim zwischen Emsland und Westfalen. So war es doch ziemlich ungewöhnlich, in Hessen auf so eine Anzeige zu stoßen. Heimatgefühle wurden aktiviert, Erinnerungen kamen hoch. Da möchte ich mitmachen, dachte ich. So nahm ich Kontakt mit Anja auf. Prompt kam eine Nachricht zurück. Sie schrieb, dass sich bereits einige Leute gemeldet hätten und wir uns alle am kommenden Sonntag gegen 11 Uhr am Oberforsthaus treffen würden. Ich war guter Dinge und recht gespannt, was auf mich zukommen würde.

Am Tag X, einem wunderschönen Winter-Sonntag war ich die Erste, die sich an der verabredeten Stelle einfand. Anja kam gleich nach mir. Sie zog einen Bollerwagen hinter sich her, auf dem sich einige Getränke, meist Hochprozentiges aber auch Tee, einige belegte Brötchen und zwei Kloats befanden. Das sind etwa 380 bis 450 Gramm schwere und 40 bis 45 Millimeter dicke Scheiben im Durchmesser von 70 bis 80 mm. In der Mitte befindet sich ein Bleikern.

Hier die Kurzform der Spielregel:
Man bildet zwei Mannschaften, die bei einem Spaziergang auf unbefahrenen Wegen je ein so’n Ding vor sich herrollen. An Weggabelungen und Kreuzungen sowie bei Lust und Laune werden zur „Stärkung“ Pausen eingelegt. Alle Würfe werden gezählt. Die Mannschaft, die mit den wenigsten Würfen das Ziel erreicht ist Sieger. Am Ende des Spiels wird durch Würfe auf eine leere Flasche noch die Königin oder der König ermittelt. Sieger ist, wer die Flasche dabei zerbricht. Zum Abschluss geht man in eine Gaststätte, in der man Grünkohl mit deftigem Fleisch und Mettwurst isst. Natürlich gilt es auch den Durst zu löschen.

Anja und ich begrüßten uns und kamen sofort ins Gespräch. Ich wollte doch unbedingt wissen, woher sie das Spiel kannte. Siehe da, sie kam aus dem Emsland. Die Welt ist klein. Nach und nach trafen die anderen ein. Acht Leute würden wir sein, wenn alle kommen, teilte Anja mir mit.

Auf einmal dachte ich, ich träume. Plötzlich stand ein mir bekanntes Gesicht vor uns. Ralf aus meiner damaligen Nachbarschaft. Das gibt es doch gar nicht!? Jahre nicht gesehen und doch sofort wieder erkannt!!! :-)
Ralf schaute mich genauso verdutzt an. „Du hier?“ Da zieht man 350 Kilometer weit weg und läuft sich nach Jahren einfach so wieder über den Weg, bei new-in-town. Einfach unglaublich.

Natürlich war das wieder ein toller Tag. Ralf wurde am Ende sogar Kloat-König. Meine Würfe waren nicht besonders erwähnenswert, aber darauf kommt es ja nicht so an. Neue Leute, bekannte Leute, Wintersonne, Sport und Spaß. Aber dass ich über new-in-town sogar irgendwann mal einen Nachbarn aus meiner Kindheit wieder treffen würde, daran habe ich ja im Leben nicht geglaubt!!! Ja, man trifft sich wirklich immer zwei Mal. :-)
Ist Euch so etwas auch schon mal passiert?

Eure Katja

Das Erste, was Beamte machen, heißt “A.A.”

Servus nities,

Abkürzungen sind eine gute Sache. Bei einer SMS oder in Mails spart man damit kostbare Zeilen und vor allem spart man Zeit. Also reduziert man bei der schriftlichen Kommunikation an Wörtern, wo es nur geht: „CU“ für „See you“ oder „LG“ für „Liebe Grüße“ und auch „xo“ für „Umarmung und Küsschen“ oder „4U“ als „für dich“ dürften den meisten Menschen bekannt sein. Abkürzungen gibt es unendlich viele und wir alle nutzen täglich welche.

Etwas schwieriger wird es manchmal, wenn verschiedene Branchen zusammentreffen. Unterschiedliche Berufszweige verwenden die gleichen Abkürzungen für verschiedene Dinge. Schreibt man in einem Büro beispielsweise „Bitte RR bei Sowieso“ auf einen gelben Post-It und klebt diesen an den Monitor der Kollegin, so weiß diese, sie hat jemanden zurückzurufen. Arbeitet man hingegen in einer Arztpraxis, kann diese Notiz verwirrend sein, denn „RR“ bedeutet hier vorwiegend Riva-Rocci, die Blutdruckmessung: „Bitte Blutdruck messen bei Sowieso“, könnte also verstanden werden, anstelle „Sowieso zurückzurufen“. In anderen Bereichen bedeutet „RR“ beispielsweise „Rennrad“ oder „Rolls-Royce“ sowie „Rückgaberecht“.
Alleine für die Abkürzung „RR“ gibt es laut Wikipedia um die 30 Bedeutungen. Um noch mal auf die Ärzte zurückzukommen. Wer beim Zahnarzt arbeitet, sollte neben dem „RR“ auch die Abkürzung „OK“ beachten. Das heißt nämlich nicht „okay“, sondern „Oberkiefer“. Bei der Polizei heißt „OK“ wiederum „Organisierte Kriminalität“. Was würde ein Zahnarzt wohl zu einer Notiz seiner Angestellten sagen, auf der steht: „Bitte OK geben für RR bei Herrn Sowieso.“ ;-)

„ET“ steht nicht immer für das außerirdische Wesen, sondern heißt im Journalismus „Erscheinungstermin“. Im Sport heißt es auch „Eigentor“, um nur einige Bedeutungen zu nennen.

Kennt Ihr „BR“? Wer im Büro arbeitet, dem ist der Begriff unter „Bitte Rücksprache“ bekannt. Es ist aber auch die Abkürzung für den „Bayrischen Rundfunk“.

Um noch mal auf den Chirurgen zurückzukommen. So kann beispielsweise in der Akte stehen: „M.E kann die ME durchgef. werden.“
Zwei fast gleiche Abkürzungen in einem kurzen Satz? Soll heißen: „Meines Erachtens kann die Metallentfernung durchgeführt werden.“

Lustig ist es bei den Beamten. Das Erste, was sie tun, wenn ein neuer Fall auf den Tisch flattert, sie legen eine Akte an. Das wird dann sofort auch vermerkt mit der Abkürzung „A.a.“ für „Akte angelegt“. Wem das nicht gefällt, der darf den Vorgang selbstverständlich auch vollständig ausschreiben. In dem Fall sieht es vielleicht etwas besser aus, als einfach AA zu machen, ähm zu schreiben. ;-)

Aber nicht nur die Abkürzungen haben es uns angetan, auch die englische Sprache ist aus unseren Büros nicht mehr wegzudenken. Durch den Anglizismus gehen wir in „Meetings“ statt in Besprechungen oder halten „Briefings“ ab, wenn wir nicht so viel Zeit haben. Wir tätigen „Calls“ anstelle von Telefongesprächen. Wenn wir nicht mehr weiter wissen im „Business“, dann schicken wir vielleicht eine „Mail“ herum, laden zu einem „Brainstorming“. Manchmal wollen wir auch nur locker zusammentreffen, dann laden wir ein zu einem „Get Together“. Vielleicht gibt es auch hin und wieder ein richtig tolles „Event“ oder wir dürfen an einem „Workshop“ teilnehmen. Da „loggen“ wir uns dann schnell in unseren „Account“ ein und „mailen“ den Kolleginnen und Kollegen: „CU@8am, XO“.
Und das Jugend-Unwort des Jahres 2011 ist im Gegensatz zum Vorjahr nun der englischsprachige Begriff „Swag“.

Na ja, man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Das gilt wohl auch für die Verständigung hierzulande. ;-)

CU, Eure Katja

Zum Jahreswechsel

Hallo nities,

schon wieder ist ein Jahr herum und es ist wieder zu schnell vergangen. Wie so oft zum Jahreswechsel überkommen den einen oder anderen vielleicht Gedanken über die zurückliegenden zwölf Monate. War es ein gutes Jahr? War es ein schlechtes Jahr? Gedanken an das, was man eigentlich anders hätte machen wollen, an das, was nicht so gut gelaufen ist aber auch an das, was sich an Wünschen erfüllt hat. Es gab Erfolge und Niederlagen, vielleicht ganz große Veränderungen, einen Jobwechsel, Umzug, Familienzuwachs. Jeder hat dazu seine eigene Geschichte. Auch denken wir an Menschen, die uns in dem Jahr begleitet haben; welche, die gingen und welche, die neu in unser Leben getreten sind. An keinem anderen Tag im Jahr nehmen sich die Menschen mehr für die Zukunft vor. Meist sind es Vorhaben, wie wir zukünftig etwas besser oder anders machen wollen und diese Erwartungen an uns selber stecken wir allzu oft zu hoch.

Die Lieblings-Vorsätze sind immer noch mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen oder mehr Sport zu treiben. Laut einer Studie wächst die Chance, seine Vorsätze einhalten zu können, wenn man bereits zwei Wochen durchgehalten hat.
Aber es geht auch ganz ohne Vorsätze. Meist sind diese nämlich schon nach weniger als 14 Tagen vergessen. ;-)

Apropos Vorsätze und Wünsche. Mit meinen NIT-Freunden habe ich in der Silvesternacht einen ungewöhnlichen Gottesdienst besucht (in einem Weinkeller mit fetziger Musik). Dabei ging es um genau dieses Thema. Die Veranstaltung stand nämlich unter dem Motto „Träum weiter“. (Eigentlich verbindet man mit dieser Aufforderung ja eher eine negative Aussage im Sinne von „Vergiss es“ oder „Wovon träumst Du nachts“.) Doch die Pfarrerin erzählte uns eine Geschichte, ihre persönliche Geschichte, und davon, dass sie nie aufgehört hat zu träumen.

Als Kind, so sagte sie, hätte sie von einem Beruf geträumt, der sie mit Menschen verbindet. Sie fand so einen Job. Dann träumte sie von einem Mann und Kindern und bekam auch das. Es folgten das Haus mit Garten und ein paar glückliche Jahre. Doch dann kam irgendwann in ihrem Leben eine Phase, in der die Träume zerplatzten. Alles schien kaputt zu gehen. Sie begann, an ihrem Glauben zu zweifeln. Doch auch diese Phase ging irgendwann vorbei, es tauchten neue Ziele auf und jetzt würde sie wieder träumen können. Es sei wichtig, Ziele und Träume zu haben und sich nicht davon abbringen zu lassen. Oftmals sei es schwer, Träume vor der Welt zu verteidigen. Auch können diese sich verändern, in eine andere Richtung laufen, doch man sollte nie aufhören zu träumen. Mit der Aufforderung, uns in den folgenden Tagen morgens nach dem Aufstehen noch einmal hinzusetzen und bewusst zehn Minuten lang zu träumen, wurden wir in das neue Jahr geschickt. Das ist doch eine schöne Aufgabe. Das neue Jahr mit einem Traum zu begrüßen und darauf hinzuarbeiten, diesen wahr werden zu lassen.

Ich wünsche Euch ein gutes Jahr 2012 und dass Ihr Eure Träume findet und leben könnt.

Eure Katja

Zum Konsum genötigt

Servus nities,

bei meinen letzten Weihnachteinkäufen fiel mir auf, dass es den Verkäufern anscheinend immer noch nicht genug ist, was wir konsumieren. Ständig soll es mehr sein.

Mit einigermaßen gut gefüllter Geldbörse verlies ich am frühen Nachmittag das Haus. Da ich immer noch nicht alle Mitbringsel beisammen hatte, war es jetzt, einige Tage vor Weihnachten höchste Zeit, die Geschenke zu besorgen. Ich kann ja nicht immer nur etwas backen. Das ist zwar ganz nett, selbstgemacht und einmalig, doch es gibt auch Menschen, denen ich etwas anderes schenken wollte. Auch „handfeste“ Grüße per Post – anstelle virtuell – wollte ich versenden.
So drängte ich mich in einem Einkaufszentrum zuerst in ein Schreibwarengeschäft mit ähnlich klingendem Namen wie eine amerikanische Fast-Food-Kette. So richtig schöne Karten fand ich spontan leider nicht. Dazu war ich einfach zu spät dran. Während eine Dame den einen Drehständer zu schnell drehte, hielt eine andere den ihren eine Ewigkeit fest. Dennoch fand ich ein paar witzige Exemplare im selben Fach hinter langweilig aussehenden Karten. Das ist das Glück, welches einem bei Drehständern oft widerfährt. Jemand dreht weiter und ein anderer steckt die zur Beurteilung entnommene Karte einfach woanders dazu. Glücklich mit meinen Funden, quetschte ich mich durchs Gedränge zum anderen Ende des Lädchens, wo Geschenkpapier und Schleifen lagen. Hier gab es noch viel Auswahl, ich fand schnell etwas und reihte mich anschließend in eine der Schlangen vor den beiden Kassen ein.
Noch bevor ich selber dran kam, hörte ich die beiden eifrigen Verkäuferinnen jeden Kunden vor dem Kassieren fragen, ob sie denn noch Gold- und Silberstifte bräuchten und nicht zu vergessen, dass sie eine schöne Weihnachts-CD im Angebot hätten. Wie nervig dachte ich. In diesem Papier-Fachgeschäft wird man das ganze Jahr über gefragt, ob man noch etwas zusätzlich bräuchte. Aber zu Weihnachten wird der Kunde gleich auf zwei Angebote hingewiesen. Ich habe mal in einem Fotoladen gearbeitet, wo wir so was auch machen mussten. Mir war das – als Verkäufer – immer ziemlich unangenehm. „Brauchen Sie noch Fotoecken?“, „Haben Sie noch Batterien?“
Als Kunde empfinde ich es als sehr lästig. So waren meine ersten Worte nach dem freundlichen „Hallo“ an der Kasse: „So, ich brauche keine Stifte und keine CD, ich möchte nur meine Karten und Schleifen bezahlen.“ Die emsige Verkäuferin tippte den Betrag in die Kasse. „Das macht dann 5,95 Euro, bitte. Wir haben auch eine Weihnachts-CD im Angebot …“
Ich schaute sie an, wollte gerade was sagen, da lächelte sie mich an und antwortetet: „Oh, Entschuldigung, Sie haben ja schon gesagt, dass Sie keine CD möchten. Es geht irgendwie alles automatisch hier.“
Ich glaubte ihr und bedauerte sie. Kann mir gut vorstellen, dass das einfach ihre Anweisung war. Verstehen kann ich jedoch nicht, wie die Geschäftsführer es wünschen können, dass man die Käufer zum Konsum drängelt. Es ist einfach nur aufdringlich.

Um meine Karten zu schreiben, steuerte ich ein nettes Café an. Trotz der Masse an Menschen im Einkaufszentrum gab es hier noch freie Plätze an den Tischen der Fensterfront. Schnell setzte ich mich dort hin. Bei der Bestellung wurde ich gefragt, ob ich neben meinem Milchkaffee denn noch einen leckeren Weihnachts-Muffin haben möchte. Dieser sei gerade im Angebot …
Was glaubt Ihr? Wollte ich?
Nein, ich antwortete – mittlerweile leicht gereizt – dass ich keinen Weihnachts-Muffin möchte.
Anschließend musste ich noch zu Tchibo, denn beim Genuss meines Milchkaffees fiel mir ein, dass ich für Zuhause auch noch welchen bräuchte. Natürlich mache ich auch eine Runde durch den Laden. Das tolle Zeug da, gerade zur Weihnachtszeit, herrlich. So nahm ich noch eine PC-Maus in Form eines Autos mit Scheinwerfer und Rücklicht mit, einen Rollkragenpulli, ein paar Wintersocken und zwei Kerzenständer. Alles Zeugs, was ich eigentlich nicht kaufen wollte und auch nicht unbedingt brauche. An der Kasse zahlte ich 63,99 Euro, dabei wollte ich nur ein Pfund Kaffee mitnehmen.

Zum Schluss mussten meine Weihnachtskarten, wegen der ich eigentlich im Einkaufszentrum war, eingeworfen werden. Ich trabte zur Post. Überall roch es verführerisch nach Weihnachts-Leckereien. Bei der Crêpes-Bude verlor ich meinen Kampf gegen den Konsum. Ich nahm noch einen Zimt-Zucker-Crêpes für den Weg mit.
Nach wenigen Metern wurde ich von einem Punker-Pärchen angesprochen, ob ich mal einen Euro hätte. „Den habe ich gerade ausgegeben, für den Crêpe. Tut mir leid“, log ich. Dass man in einer Einkaufsstraße alle paar Meter um einen Euro angebettelt wird, das ist gang und gäbe, aber in einem Einkaufszentrum? Das war mir neu.

Als ich schließlich an der Post angekommen war, konnte ich die Warteschlange bereits von Weitem sehen. Sie reichte bis zum Eingang. Gut, dass ich vorher noch was gegessen hatte, dachte ich. Bis ich dran komme, ist sicher sie Sonne untergegangen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich schließlich dran und man fragte mich nach meinen Wünschen.
„Guten Tag. Ich hätte gerne Briefmarken für meine Karten hier“, lächelte ich.
„Kennen Sie denn schon das Postbank-Girokonto?“
„Ich möchte einfach nur Briefmarken haben“, knirschte ich.
„Aber das Konto hat so viele Vorteile. Ich gebe Ihnen mal …“
Ich nahm meine Briefmarken, legte das Geld auf den Tisch und ergriff mitten im Satz die Flucht.

Einfach nur schrecklich, wenn man ständig und überall zum Konsum genötigt wird. Ich habe den Eindruck, vor Weihnachten ist es extrem. Was meinen die Leute denn, kann man alles aus einem herausquetschen? Dennoch frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage. Lasst es Euch gutgehen. :-)

Eure Katja

Der erste Eindruck zählt – alles Quatsch?

Hallo nities und Ureinwohner,

wie man sich doch täuschen kann!!!
Den bekannten Spruch „Der erste Eindruck zählt“ kennt jeder. Viele Menschen verlassen sich auch drauf. Der erste Eindruck bei einem Bewerbungsgespräch zum Beispiel. Der potenzielle Chef oder die Damen und Herren der Personalabteilung legen viel Wert auf den ersten Eindruck. Kein aufgeregtes Verhaspeln, ansprechende Kleidung, gepflegtes Äußeres, die richtigen Antworten werden vom neuen Mitarbeiter erwartet.
Ob der Bewerber eingestellt wird, ist eine Frage von Fakten und zum Teil vom Bauchgefühl, je nachdem. Aber das wird immer gemessen am ersten Eindruck und für den gibt es keine zweite Chance.

In Herzensangelegenheiten weiß jeder, was Liebe auf den ersten Blick bedeutet. Das Gefühl, die Welt plötzlich durch eine rosarote Brille zu sehen, völlig wegzutreten und nur noch den Blitz zu spüren, der einem durch den Körper fährt und von innen wärmt. Man denkt: „Die Person ist es.“ Das ist zumindest der erste Eindruck.

Im Umgang mit new-in-town ist es nicht anders. Man liest eine Anzeige auf der Pinnwand oder bekommt eine Nachricht eines nities und entscheidet in den ersten Sekunden, ob man antwortet oder eben nicht. Der erste Eindruck, den die oft nur wenigen Zeilen bei uns auslösen, ist entscheidend für das Zustandekommen eines Kontaktes. Ich achte beispielsweise neben dem Inhalt der Nachricht auch auf die Rechtschreibung, Formatierung und Ausdrucksweise. Natürlich muss der Verfasser kein Abi haben, um von mir beachtet zu werden – das ist Quatsch – aber wenn jemand so gar keinen Wert auf die Schreibweise, Groß- und Kleinschreibung, Komma- und Punktsetzung legt und sich nur stichpunktartig ausdrückt, dann ist mein erster Eindruck eben auch getrübt. Manchmal bekomme ich auf unterschiedliche oder sogar die gleichen Einträge, welche ich innerhalb von ein- zwei Tagen hintereinander schalte eine absolut identische Antwort von ein und demselben User. Dann ist doch klar, dass der nitie (meist sind es Männer) einfach nur viele weibliche Kontakte sucht und seine Copy & Paste-Taste gerne verwendet. Anscheinend vergleicht er nicht mal die Anzeigen, um zu erkennen, dass er exakt die gleiche Nachricht bereits versendet hat. Man darf die Kommunikation unter nities auch nicht unterschätzen. Viele User kennen sich untereinander. Negative Erfahrungen sprechen sich herum.
Ganz toll sind auch kontaktanzeigenähnliche Antworten auf ganz normale Freizeitanfragen, in der der mancher männliche nitie gleich ungefragt sein Äußeres beschreibt: Ich bin der Horst, bin 180/schlank/blaue Augen …
Mann!!! Mir ist als Begleitung für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder für eine Wanderung doch vollkommen egal, wie die Leute aussehen. Wenn ich ein Partnergesuch oder eine Heiratsanfrage schalten wollte, dann sag ich das schon deutlich! :-/ Also antworte ich natürlich nicht! Oft wundern sich diese Männer, warum sie keine Antworten bekommen. Fragt Euch mal warum!

Aber man kann sich auch ganz schön täuschen, was den ersten Eindruck angeht. Es kann alles ganz anders kommen:

Konzentrieren wir uns mal auf die positiven Überraschungen.
Neulich habe ich von einem befreundeten Bäckermeister eine interessante Geschichte gehört. Der Meister hatte einen neuen Lehrling gesucht. Unter den Bewerbern befand sich einer, der unter einer Nussallergie litt. Nicht nur beim Verzehren von Nüssen, auch beim Kontakt mit blanken Händen bekäme er leichten Ausschlag. Leider hat der Meister ihn bereits zu einem Probearbeitstag eingeladen, als ihm dieser Punkt in der Bewerbung erst so richtig auffiel. Er konnte dem Bewerber nicht mehr absagen, dazu war es zu spät. Nun stand der junge Mann am frühen Morgen des Probetages hoch motiviert auf der Matte. Leicht zerknirscht nahm der Bäcker ihn also mit in seine gute Backstube und hoffte, ihn schnell wieder abwimmeln zu können. Der junge Mann hatte aber extra seine speziellen Handschuhe mitgebracht und versicherte, dass er damit ganz normal arbeiten könne. Schließlich war es so, dass genau dieser Bewerber beim Meister einen so guten Eindruck hinterlassen hatte und er eingestellt wurde.

Mit der Liebe auf den ersten Blick kann man sich hingegen ganz schön täuschen. Das Feuer, der Blitzschlag, der einen trifft, kann meiner Meinung nach nur noch abflachen. Vielleicht habt Ihr da andere Erfahrungen gemacht?
Ich hingegen denke, wenn man jemanden über einen längeren Zeitraum hinweg zu lieben lernt, dann festigt sich da etwas, was so schnell nicht kaputtzumachen geht. Lernt man sich in einer Phase kennen, in der es einem eben nicht so gut geht, bekommt man eher Halt. Entwickelt sich aus einer Freundschaft Liebe, so kennt man sich besser, kennt die guten, sowie die schlechten Eigenschaften. Wie oft hört man von Geschichten, in der sich ein späteres Liebespaar anfangs sogar überhaupt nicht verstanden hat. Da hat der erste Eindruck ganz schön versagt. Manchmal ist es gerade der Typ von Mensch, zu dem sich wahre Liebe entwickelt, den man vorher absolut nicht wahrgenommen hat.

Kennt jemand von Euch das Buch „Wünsche an das Universum“ von Bärbel Mohr? In dem Buch beschreibt die Autorin unter anderem ein Wochenendseminar, welches sie besucht hat. In den zwei Tagen wurden mehrere Situationen gezeigt, wie Menschen aufeinander zugehen und zu wem sie sich hingezogen fühlen. Bärbel Mohr beschreibt, wie unsympathisch ihr eine Teilnehmerin zu Beginn vorgekommen ist. Doch während der vielen Übungen wurde sie immer wieder von genau dieser Teilnehmerin angezogen und fand schließlich raus, dass gerade diese sehr nett war. Sie wurden sogar Freundinnen.

Hape Kerkeling hat diese Erfahrung in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ auch erlebt. Eine Engländerin im Fußballtrikot kreuzte auf seiner Pilger-Reise ständig seinen Weg. Anfangs gefiel es ihm überhaupt nicht, ihr ständig zu begegnen, doch bei jedem ungewollten Treffen wurden sie sich immer sympathischer. Am Ende der Reise wurden sie Freunde und diese Engländerin war es auch, die ihn während eines TV-Auftritts, bei dem es um sein damals gerade erschienenes Buch ging, anrief und mit einer bestimmten Glocke klingelte, welche ihn an die Pilgerwanderung erinnerte. Einfach nur rührend.

Natürlich will ich die These des ersten Eindrucks nicht komplett auf den Kopf stellen. Es ist selbstverständlich nicht immer so, dass der erste Eindruck täuscht. Ich habe auch sehr viele Freunde und Bekannte, die mir sofort sympathisch waren und es immer noch sind. Man soll sich allerdings nicht immer überschnell auf den ersten Eindruck verlassen. Oft ist es ganz interessant und spannend, was sich entwickelt, wenn man jemanden erst richtig kennenlernt. Versucht es doch mal. ;-)

Eure Katja

Zu viel Rot macht ganz schön blau – Leute kennenlernen auf dem Weihnachtsmarkt

Ho-ho-ho liebe nities,

Weihnachts- und Adventszeit gleich Familienzeit. Weihnachtszeit ist aber auch die Zeit, die man gerne mit Freunden verbringen möchte. Man möchte Menschen, die man mag, ganz bewusst zeigen, wie gern man sie hat, möchte ihnen eine Kleinigkeit schenken oder etwas mit ihnen unternehmen. Und als nitie möchte man neue Leute kennenlernen. Wo trifft man sich also derzeit besser, als auf einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt zu Glühwein und Bratwurst?

Das meinen viele Leute, wenn man die Anzeigen bei NIT in den letzten Tagen durchgestöbert hat. Auch Lena aus Berlin, die jetzt in Heidelberg lebt, war dabei. So schaltete sie neulich folgende Anzeige auf der NIT-Pinnwand:

„Lust über den Weihnachtsmarkt zu schlendern? Wer mag mit mir am Wochenende den Weihnachtsmarkt in Heidelberg besuchen? Treffpunkt ist Sonntag um 17 Uhr am Brunnen vor der Heiliggeistkirche. Freue mich auf Eure Zuschriften.“

Kaum hatte sie ihre Annonce veröffentlicht, platzte ihr virtueller Briefkasten bereits aus allen Nähten. So ist es, wenn eine Frau etwas postet! ;-) Natürlich meldeten sich hauptsächlich Männer, auch zweideutige Antworten bekam sie. Doch Lena wollte ja kein Date ausmachen, sie wollte einfach nur den Weihnachtsmarkt besuchen. So schrieb sie nur drei Männern zurück, ging dabei nach Bauchgefühl vor und außerdem noch zwei Frauen, die ihr nett geschrieben hatten. Zwei Mal drei, das ist eine gute, ausgewogene Truppe, dachte sie. Man muss ja außerdem immer damit rechnen, dass der ein oder andere kurzfristig absagt oder einfach gar nicht kommt. Aber selbst zu viert hätten wir Spaß, entschied Lena. Alle fünf Angeschriebenen antworteten prompt und bestätigten ihre Teilnahme. Der erste Schritt war gemacht und Lena freute sich auf Sonntag.

Sonntag, 16:45 Uhr: Lena stand bereits 15 Minuten vor der verabredeten Zeit am Brunnen, der im Winter allerdings mit einer Holzplatte abgedeckt ist. Das Wetter war angenehm. Sie schaute sich um und überlegte, ob einer der in der Nähe stehenden Marktbesucher vielleicht ein nitie war, eine ihrer Verabredungen? Vielleicht stand er oder sie auch schon in der Nähe und beobachtete sie? Spannend, wer wohl auf sie zukommen würde? Ob alle fünf kommen würden? Eine junge Frau schritt zielstrebig auf sie zu, lächelte schon von Weitem.
„Hallo, ich bin Agnes“, stellte sie sich vor.
„Ach, kuschelkatze_23, stimmt’s?“, lachte Lena.
Kuschelkatze_23 war natürlich ihr Pseudonym.
„Ja, das bin ich“, antwortete sie.
Kaum waren die ersten Worte gewechselt, tauchten wie aus dem Nichts zwei Männer auf. „Bist du Lena, Lena_aus_Marzahn?“, fragte der eine. Das war Lenas Nickname. Viele nities nennen erst mal Namen und Pseudonym. Andere hingegen geben diesen selten vor allen Leuten preis. Manchmal ahnt man auch wieso: Ich möchte nicht wissen, wie viele Kuschelkatzen, Schmusebären oder noch komischere Nicknamen ausgedacht werden … ;-)
„Ich bin Torsten, einfach nur Torsten“. Der große, schlanke Student reichte allen die Hand.
„Marco, oder besser Biker_36“, stellte der zweite Mann sich vor.
„Du bist nicht zufällig Motorradfahrer?“, grinste Agnes.
„Wie bist du da drauf gekommen?“, zwinkerte Marco zurück.
Na soweit verstehen wir uns ja schon mal, dachte Lena, die sich für die Gruppe und das Miteinander irgendwie verantwortlich fühlte.
Schon kamen noch zwei Leute, eine Frau und ein Mann, auf sie zu.
„Ihr seid sicher die NIT-Gruppe?“, fragte eine weibliche Stimme unsicher.
„Genau.“ Gesichter drehten sich herum.
„Ich bin Anne, Hallo.“ Die blasse, junge Frau wirkte etwas schüchtern.
„Ich bin der Chris“, stellte der zuletzt hinzugekommene Typ sich vor.
„Dann sind wir ja vollzählig, wow.“
„Das ist in der Tat ungewöhnlich“, stellte Marco fest. „Bisher sind die Leute nie vollzählig erschienen, was ich auch gemacht habe.“
„Tolle Organisation eben“, lobte Agnes.
„Na dann mal los“, schlug Lena vor.
Sie kannte den Heidelberger Weihnachtsmarkt seit vielen Jahren und plante, am Kornmarkt mit der Tour zu beginnen. Während die Gruppe über den Markt schlenderte, beschnupperten sie sich mit den üblichen Fragen über die Herkunft, den Beruf, Hobbys und wie sie zu NIT gefunden haben. Noch waren sie alle etwas zurückhaltend. Auf dem Kornmarkt, am Fuße des Heidelberger Schlosses, stellten einige Handwerksbetriebe ihre Ware aus und es gab ein Kinder-Karussell. Anne kaufte sich prompt ein paar dicke Winterstrümpfe an einem der Stände.
„Ich friere immer so schnell“, erklärte sie.
„Also ich brauche jetzt erst mal einen Glühwein“, meldete Marco sich zu Wort. „Das ist mein Rezept gegen Kälte.“
„Ich brauche auch einen.“
„Dito.“
Auf ging’s also zum ersten Glühweinstand. Für 2,50 Euro pro Becher (der übliche Preis ist 2,20 Euro) war das ein angemessener Durchschnittspreis. Die Truppe stieß an und trank. Kaum war ein Roter weg, bestellte Chris ungefragt für alle eine zweite Runde. Alle freuten sich. Die Stimmung wurde lockerer.
„Also ich muss jetzt erstmal was essen“, bemerkte Lena. „Mir steigt der Rote ganz schön zu Kopf.“
„Auf zur nächsten Bratwurstbude.“
Auf dem Marktplatz vor der Heiliggeistkirche gab es eine ganze Menge leckerer Sachen zu kaufen. Agnes probierte an einem Stand die frischgebackenen Zimtsterne. Auf einmal fing Anne zu singen an: „Ein Stern, ein Stern, la la la.“ Sie musste laut lachen und schien gar nicht mehr aufhören zu wollen oder zu können. Agnes hakte Anne bei sich ein und musste auch kichern. „Wir haben doch erst zwei Rote getrunken“, bemerkte sie. „Mir ist schon ganz schwindelig.“ Lena spürte ihren leichten Schwips natürlich auch, fühlte sich aber noch ganz gut dabei. Die Männer luden zu einer dritten Runde Glühwein ein.
„Für mich nicht mehr“, lehnte Lena ab. „Ich muss noch fahren.“
„Was, du bist mit dem Auto auf dem Weihnachtsmarkt? Das kann doch nicht wahr sein!“
Sie erntete ungläubige Gesichter.
Inzwischen hatte sich der Markt schon ganz schön gefüllt. Die kleine Truppe stand dicht gedrängt zusammen. Die Männer schienen die Körpernähe zu genießen, besonders Marco die zu Agnes. Lena beobachtete am Nebentisch, wie der Hund eines jugendlichen Weihnachtsmarktbesuchers genau unter dem Stehtisch sein großes Geschäft verrichtet. Die Jugendlichen lachten darüber nur. Lena ärgerte sich. Dass dort gleich jemand reintreten würde, das stand bei dem Gedrängel außer Frage.
Sie widmete sich wieder ihrer Gruppe. Doch irgendwie kam kein vernünftiges Gespräch mehr zustande. Einige waren mittlerweile ganz und gar nicht mehr verkrampft. Marco machte Agnes inzwischen eindeutige Angebote und Lena ahnte, sie würden den Markt heute sicher gemeinsam verlassen. Die eingangs schüchtern wirkende Anna sang immer noch irgendwas von Sternen und Weihnachtsglocken. Lena kam sich fast schon wie eine Spaßbremse vor, weil sie sich nicht betrinken wollte. Dabei war sie als Ex-Berlinerin mit ihrer typischen „Berliner Schnauze“ eigentlich sonst auch immer ziemlich lustig. Aber ohne einen gewissen Alkoholpegel konnte sie den Spaß, den die anderen zu haben schienen, nicht nachvollziehen. Torsten stand allerdings auch eher still dabei. Mühsam überredete die Organisatorin die anderen, doch noch endlich mal weiter zu laufen, zum Uniplatz zum Beispiel. Dort gäbe es die meisten Stände und auch ihre Lieblingshütte befinde sich dort, ein Stand mit Silberschmuck. Nach längerem Überreden trabten die fünf angeheiterten nities – halt, es waren ja nur noch vier (!?!?) – ihr schwerfällig hinterher. Torsten war auf einmal nicht mehr dabei! Lena befürchtete, ihm hat die Wirkung des Rotweins auf die Gruppe auch genervt und er habe sich bereits stillschweigend abgesetzt. Lena konnte es durchaus nachvollziehen, denn sie kämpfte gegen ähnliche Gedanken an. Bevor sie den Stand des Schmuckateliers erreichen konnten, blieben Agnes, Anne, Marco und Chris bei einem weiteren Glühweinstand hängen. Irgendwann konnte Lena sich dann ihren Wunsch erfüllen und sich endlich absetzen. Die anderen haben ihre Verabschiedung nicht mal mitbekommen, da sie nur noch am Grölen, Singen und Lachen waren. Sie hörte, wie Anne irgendwas sang, das klang wie „What shall we do with a drunken nitie early in the evening?“

Irgendwie hatte sich Lena einen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt ganz anders vorgestellt. Da wollte sie einfach nur nette Leute kennenlernen und letztendlich hatte sie eine anstrengende Gruppe Betrunkene am Hals. Die Ex-Berlinerin wird wohl so schnell keine Leute mehr für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt zusammentrommeln. Da ist ihr ein gepflegtes Gläschen Rotwein in einem netten Weinlokal bei netter, gepflegter Konversation doch um einiges lieber.
So schön ein Weihnachtsmarkt auch sein kann, so viel Spaß, wie es macht Leute kennenzulernen und so lustig man durch Alkohol auch wird, zu viel von allem ist einfach zu viel. Das war Lenas Erlebnis auf dem Weihnachtsmarkt. Wie sind Eure NIT-Ausflüge denn bisher verlaufen? Laut Anzeigen sind ja einige von Euch bereits schon zusammen auf einem Weihnachts- oder Christkindelmarkt gewesen. Erzählt doch mal.

Eure Katja

Ein bisschen Kommerz hat noch keinem geschadet

Liebe nities,

der Duft von Zimt, Bratapfel und Nelken hängt in der Luft. Glühwein, Kerzenschein, Plätzchen backen und Wohnung schmücken, Tannenzweige sammeln, Geschenke kaufen ist angesagt. Man merkt, etwas Besonderes liegt in der Luft. Noch herrscht hektisches Treiben, die Vorbereitungen laufen, doch schon bald wird es besinnlich.

Geschäfte beschenken ihre Kunden mit kleinen Aufmerksamkeiten, in der Drogerie oder Apotheke bekommt man gerne mal ein Duschgel, eine Duftkerze oder einen Weihnachtsanhänger seinen Medikamenten beigelegt. In manchen Konditoreien und Bäckereien gibt es Plätzchen oder Lebkuchen zum Probieren und Parfümerien teilen großzügig Pröbchen aus. Mit diesen kleinen Präsenten erwecken die Geschäftsinhaber natürlich Aufmerksamkeit, wollen sich aber auch bei ihren Kunden bedanken. Natürlich soll die Kundschaft nächstes Jahr wiederkommen. Der Konsument freut sich und das ist auch gut so. Außerdem haben die meisten Kinder und sogar einige Erwachsene einen Adventskalender und bekommen zwischen dem 1. Und 24. Dezember täglich ein kleines Geschenk. Mal ehrlich, wen freut es nicht, beschert zu werden? ;-)

Viele unserer Mitmenschen betonen immer wieder, wie unwichtig ihnen die Mitbringsel sind, und dass sie dies Jahr ganz sicher nur und ausschließlich „in sich kehren“ wollen und all den Kommerz ablehnen. Ich muss aber sagen, ich mag die Aufmerksamkeiten. Ja, ich mag es, wenn ich als Dankeschön für irgendetwas eine kleine Aufmerksamkeit bekomme. Auf die Größe und den Wert kommt es mir dabei jedoch überhaupt nicht an. Auch oder gerade Selbstgemachtes findet hingegen große Freude und Anerkennung bei mir. Noch viel lieber aber gebe ich. Ja, ich mag es, mir lange im Voraus Gedanken zu machen, womit ich gewissen Menschen eine Freude machen könnte, bastele, backe oder kaufe was Persönliches.

Es gibt Familien, die sich grundsätzlich nichts schenken. Vielleicht herrscht aber auch eine Regel, dass die Eltern den erwachsenen Kindern zu Weihnachten beispielsweise das Geld für eine fällige Versicherung auf ihr Konto überweisen. Auch wenn das natürlich eine tolle Sache ist, welche die finanziellen Sorgen zum Jahreswechsel mit all den Nachzahlungen deutlich geringer hält, finde ich das irgendwie nicht sehr besinnlich. Der Austausch von Gaben zu Weihnachten stammt ja ursprünglich von den Heiligen drei Königen und soll an sie erinnern. Die drei Weisen aus dem Morgenland beschenkten das kleine Christuskind in der Krippe. Folglich hat der Brauch eine uralte, christliche Bedeutung. Besinnt man sich hingegen ganz ohne diese Tradition und sitzt am Heiligabend vor einem leeren Baum, ist es schon etwas traurig.

Als ich Kind war, bastelten mein Bruder und ich immer viel für Weihnachten, übten Gedichte auswendig, schrieben selber eine Weihnachtsgeschichte oder führten einen Sketch auf. Nach jeder Aufführung wickelten wir ein Geschenk aus. Was habe ich immer viel Freude an der Vorbereitung gehabt! Die Geschenke waren eher Nebensache. Würde ich jetzt, als erwachsener Mensch gar nichts bekommen, nichts zum Auspacken haben, mir würde aber auch was fehlen. Am meisten wie gesagt, freut mich Persönliches oder auch die Karten, Lebenszeichen und Grüße von Freunden. Meist kommt ja leider heut zutage vieles virtuell an, auch die Karten. Aber hin und wieder schickt noch jemand eine richtige Karte. Die bekommt dann einen Ehrenplatz auf meinem Gabentisch. Vor vier Jahren bekam ich eine solche handgeschriebene Karte, der eine flache Tafel Schokolade in Form eines Weihnachtsmannes beilag. Ich freute mich riesig, weil ich weder diese kreative Karte, noch die Gabe erwartet hatte. Das Traurige an der Sache ist, dass die Person, von der ich das bekam, wenige Wochen später plötzlich verstorben ist. Die Karte mit den mittlerweile fast verblichenen Worten und die Schokolade habe ich immer noch.

Ja, traditionelle Familientreffen, die Kaffeetafel, stimmungsvoller Kerzenschein, Stollen, Plätzchen, ’ne Weihnachtsgans und leider auch die Pfunde zu viel im Anschluss an die Feiertage, irgendwie gehört es dazu. Genauso, wie ich finde, gehören ein paar Gaben dazu? Oder nicht? Wie haltet Ihr es damit?

Eure Katja

Oder die mit dem Staubsauger?

Hallo nities!

Samstagnachmittag irgendwo in der GroßStadt. Petra, Markus und Rainer sitzen auf den ausgebeulten Sesseln in ihrem Wohnzimmer. Zwei Besucher haben sie schon abgefertigt und schon wieder klingelt es an der Haustür. Rainer steht auf, öffnet und kommt mit Cosima zurück. Einer Anfang Zwanzigerin mit einem flippigen Erscheinungsbild. Verwaschene Jeans, 70er-Jahrer Caro-Pullover, Piercing im Gesicht, schwarz gefärbte Haare, auf einer Seite kurz, auf der anderen lang geschnitten. Sie hat eine grüne Umhängetasche dabei, schaut sich skeptisch im Zimmer um und begrüßt die anderen beiden mit einem knappen „Hi“, während sie ihre Hände in der Manteltasche lässt.

Petra, Markus und Rainer haben heute einen „Casting-Tag“ eingelegt. Sie bewohnen gemeinsam eine 4er WG in einem schönen Altbau. Da ein Zimmer leer steht, soll dringend eine neue Mitbewohnerin oder Mitbewohner gefunden werden. Ein leerstehendes Zimmer bedeutet steigende Kosten und das können sich die drei Studenten beileibe nicht leisten. Die Anzeige haben sie in einem regionalen Internetportal geschaltet und zusätzlich Zettel in der Uni ausgehängt.

Da Wohnungen rar sind, gerade in den bekannten Unistädten, stellen WGs eine Alternative da. Die Kosten liegen jedoch trotzdem annähernd bei denen für eine Einzimmerwohnung.
Petra eröffnet das Gespräch. Die üblichen Fragen über das Alter, Studium, Herkunft und Hobbys werden gestellt. Ob die potenzielle neue Mitbewohnerin raucht, ist noch ein Thema. Cosima tut es. Rainer wirft Petra einen vielsagenden Blick zu. Er ist Nichtraucher und Hauptmieter. Somit ist die Entscheidung gegen Cosima fast schon gefallen. Dennoch fragt Markus nach ihren Interessen. Cosima mag Mittelaltermärkte und punktet dabei bei ihm, der dieses Hobby ebenso teilt. Vielleicht könne man ja mal zusammen auf einen Markt gehen, schlägt er vor. Also doch noch keine Entscheidung denkt Petra, der man ansieht, das die vielen Casting-Gespräche sie langsam nerven. Immer die gleichen Fragen, immer das Gleiche von sich erzählen und die Beratungen, nachdem der Besuch gegangen ist. Ob Cosima denn einen Staubsauger habe, will Markus noch wissen. Der WG-Staubsauger hat nämlich vor einigen Wochen das Zeitliche gesegnet und Geld für ein neues Gerät haben die Drei nicht. Sie hat! Ein weiterer Pluspunkt für die Raucherin.

Als Nächstes sitzt Antonio auf dem Sofa und wird interviewt. Er sei handwerklich geschickt und kann auch Waschmaschinen und verstopfte Wasserleitungen reparieren. Das ist ein Argument. Leider hat Antonio nicht vor, länger als 1 Jahr in der Stadt zu bleiben, da er sein Studium nächstes Jahr beendet haben wird. Punktabzug für ihn. Die drei Bewohner suchen jemanden, der länger bleibt. Ein ständiger Mitbewohnerwechsel ist anstrengend. Aber da man eh nie wissen kann, das die Bewerber einem erzählen und ob sie sich auch dran halten, wiegt dies Argument nicht so schwer. Antonia war wenigstens ehrlich.

Gegen Abend sitzen Petra, Markus und Rainer wie erschlagen auf dem Sofa. „So ermüdend habe ich mir die Suche nach einem Mitbewohner nicht vorgestellt“, stöhnt Rainer.
„Ich habe keine Lust mehr. Lasst uns einen davon nehmen. Ich will nicht weiter suchen“, meint Petra.
Außerdem stellt sich die Frage, ob eher eine weiblichen oder ein männlicher Mitbewohner gewählt werden soll. Die beiden Männer hätten gerne eine Frau, Petra eigentlich auch. Sie will nicht mehr die einzige Frau sein. Dennoch habe sie nichts gegen einen netten, süßen jungen Mann einzuwenden, antwortet sie mit einem vielsagenden Zwinkern. Da aber ein solcher nicht unter den bisher gecasteten Wohnungssuchenden war, erübrige sich die Frage.
„Wollen wir denn noch weiter suchen“, fragt Rainer?
„Cosima hat jedenfalls einen Staubsauger“, gibt Markus zu bedenken, dem Cosima insgeheim auch aus persönlichem Interesse gefallen hat.
„Ich habe Parkett bei mir im Zimmer,“ kontert Rainer, dem eine Raucherin nicht ganz geheuer ist. Man muss an so viele Dinge denken, wenn man mit Fremden zusammenzieht. „Ich bin noch nicht ganz zufrieden.“
„Also was machen wir jetzt?“
„Da war doch letzte Woche auch noch diese Magda“, erinnert Rainer. „Die war süß und außerdem kann sie kochen.“
„Zweites ist natürlich ein Argument“, lacht Petra.
„Aber die Atmosphäre kam mir so angespannt vor“, meldet Markus seine Bedenken an. „Sie kam so verklemmt rüber.“
„Die taut schon auf.“
Langes Schweigen. Alles etwas schwierig. Petra, Markus und Rainer sind sich noch nicht einig geworden und haben geplant, sich doch noch ein Wochenende mit der Suche zu beschäftigen. Und wenn sie sich immer noch nicht einigen konnten, dann suchen sie wahrscheinlich jetzt noch.

Habt Ihr auch schon WG-Erfahrung gesammelt? Wie war das so? Konntet Ihr Euch immer einigen oder gab es öfter Unstimmigkeiten? Nach welchen Kriterien habt Ihr beurteilt, auch als Bewerber? Was würdet Ihr anderen raten?

Eure Katja