Zehn Jahre Euro
Hallo nities,
der Euro hat Geburtstag. Grund genug, ihm ein paar Zeilen zu widmen.
Habt Ihr Euch eigentlich mittlerweile an den Euro gewöhnt oder wollt Ihr immer noch die gute alte D-Mark zurück? Laut einer Studie des Focus Money vom September 2011 wollen nämlich etwa die Hälfte der Bundesbürger die D-Mark zurück und das liegt sicher nicht am netten Lächeln der Politiker, Künstler und Wissenschaftler, die die D-Mark-Scheine zieren.

Dabei ist die Idee einer einheitlichen europäischen Währung, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft erleichtern sollte, nicht erst vor 10, 15 Jahren entstanden. Erstmals wurde 1970 von einer Expertenkommission unter Leitung des damaligen luxemburgischen Premierministers Pierre Werner der sogenannte Werner-Plan vorgeschlagen. Dieser sah vor, bis 1980 in der damaligen Europäischen Gemeinschaft eine Währungsunion einzurichten und eine einheitliche Währung einzuführen. Die Bemühungen scheiterten jedoch immer wieder, unter anderem, weil es schwierig war, sich in dem internationalen Währungssystem auf einen festen Wechselkurs zu einigen.

Der Wechselkurs ist es auch, der die Bürger verunsichert. Wieviel ist mein Geld noch wert? Werde ich durch den Euro abgezockt? Ist nun alles teurer?
Viele Bundesbürger rechnen selbst zehn Jahre nach Einführung des Euros noch immer in DM um. Kostet beispielsweise eine Tasse Milchkaffee in einem Bistro 3,90 Euro, so hätte man sich den für 7,80 DM ganz sicher nicht gekauft.
Gerd von Vangerow, ein politisch aktiver Rentner aus Unterfranken, auch „Spessart-Rebell“ genannt, hat sogar eigens eine Partei gegründet, die das Ziel verfolgt, die D-Mark wieder einzuführen. „Der Euro-Frust war nie größer. Jetzt ist doch der beste Zeitpunkt für diese Partei“, sagt der Rentner und nannte seine Partei „Die Deutsche-Mark-Partei“.
Als „Spielgeld“ haben viele Bundesbürger den Euro zur Einführung abwertend bezeichnet. Ungewohnt sachlich empfanden wir das Design. Die Scheine zeigen fiktive Motive der europäischen Architektur, jeweils aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen.
Ist es nur eine Frage der Gestaltung, dass jeder zweite Bundesbürger sich noch immer nicht mit dem Euro anfreunden kann? Spielen Erinnerungen eine Rolle, ein Hauch von Nostalgie? Ist durch den Euro tatsächlich alles teurer geworden, wären die Preise im Laufe der Zeit durch die Inflation nicht sowieso angestiegen? Ist es nicht leichter, wenn man an vielen Urlaubsorten kein Geld mehr wechseln muss?
Seid Ihr Befürworter des Euro oder eher Gegner?
Meint Ihr, die D-Mark kommt tatsächlich irgendwann zurück?
Würdet Ihr die „Deutsche-Mark-Partei“ wählen?
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am 26. 01. 2012 um 22:28
Währungsunionen klappen nur, wenn die Teilnehmerstaaten wirtsch. ähnlich stabil sind, nur dann machen sie Sinn. Was passiert, wenn das nicht der Fall ist, sehen wir jetzt.