Archiv von Januar, 2012

Antwort an alle

Liebe nities,

ist jemandem von Euch schon einmal die Panne unterlaufen, eine Nachricht oder die Antwort auf eine E-Mail unbeabsichtigt an alle zu versenden?

In der vergangenen Woche haben sich die Mitarbeiter der Parlamentarier gegenseitig mit „Nachrichten an alle“ bombardiert und damit einen elektronischen Nachrichtenstau verursacht. Angefangen hat alles mit einer Mail der Bundestagsverwaltung, die darüber informiert hat, dass die neue Ausgabe des „Kürschner-Handbuchs“, das Nachschlagewerk für Abgeordnete, vorliege. Dieses könne jederzeit im Info-Büro abgeholt werden, hieß es weiter.

Kurze Zeit später bat eine Abgeordnete ihre Kollegin per Mail, ihr eine Ausgabe mitzubringen. So weit so gut. Leider unterlief der Politikerin die kleine Panne, diese Bitte ebenfalls an alle zu versenden. Nach und nach bekam sie Mitbring-Angebote und andere Reaktionen auf diesen Irrläufer und immer mehr Abgeordnete, Ex-Abgeordnete und Sekretariate fanden Gefallen dran, sich am E-Mail-Verkehr zu beteiligen. So wurden letztlich auch Karten für ein Handballspiel verlost, Wetterinformationen ausgetauscht und Sportveranstaltungen beurteilt. „Ach, ist das spannend!“, schrieben andere. Als das Netz zusammenzubrechen drohte, schaltete sich die Bundestagsverwaltung ein. Wieder mit einer Mail an alle. Darin hieß es: „Aufgrund des derzeitigen Mißbrauchs des E-Mailsystems können Zustellverzögerungen von bis zu 30 Minuten auftreten …”

Wie schnell kann es passieren, dass zum Versenden einer E-Mail anstelle von „FW“ auf „RE“ geklickt wird oder umgekehrt. „Antworten“ oder „Antworten an alle“ ist ebenfalls ein nicht gerade seltenes Missgeschick. Das kann mitunter ganz schön peinlich werden.

Genauso vorsichtig sollte man auf Community-Portalen sein. Wer hat nicht schon von Geburtstagspartys via Facebook gehört, bei denen es ungewollt zu einem Polizeiaufgebot gekommen ist. Warum? Weil das Geburtstagskind die Einladung in Facebook gepostet hat. Nicht „an alle Freunde“, sondern „an alle“, und zwar wirklich an alle User. So fanden sich im Sommer 2011 beispielsweise 1.600 Geburtstagsgäste bei der Feier der 16-jährigen Thessa in Hamburg ein, um gemeinsam zu feiern. Da reichte das Kaffeegeschirr nicht aus und mit dem Kuchenbacken kam die Jugendliche bestimmt auch nicht mehr nach.

In Wuppertal kam es ebenfalls im Sommer 2011 zu einem Großeinsatz der Polizei mit mehreren Festnahmen, nachdem ein anonymer Initiator folgende Nachricht an alle in Facebook postete: „Bis zum heutigen Tag war es nur ein Geheimtipp: Die alljährliche ‘Ascheweg Night’ im Zentrum von Wuppertal-Ronsdorf. Ab sofort ist sie eine öffentlich bekanntgegebene Party!“ Dieser Aufruf war zwar kein Versehen, eher ein Gag, doch lief dieser ebenfalls vollkommen aus dem Ruder. Auch hier meldeten sich über 1.600 Partyhungrige an, tatsächlich gekommen sind allerdings „nur“ 800 Gäste. Dennoch kam es zu Randale, Sachbeschädigungen und Personenschäden. Wer zahlt für einen solchen Polizeieinsatz? Wenn der Initiator nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, sind es die Steuerzahler, die dafür in die Tasche greifen müssen.

Einem Azubi kostete ein öffentlicher Eintrag einmal seine Ausbildungsstelle. Er hatte sich auf der Arbeit krank gemeldet und war so ungeschickt, in Facebook zu posten: „Beim Arzt gewesen, gelben Urlaubsschein bekommen, gleich geht’s auf in den Süden.“ Der Chef antwortete ihm: „Sie können auch länger dort bleiben. Sie werden in Kürze sehr viel Zeit haben.“

Aber das kann ja zum Glück bei new-in-town so schnell nicht passieren …

Eure Katja

Zehn Jahre Euro

Hallo nities,

der Euro hat Geburtstag. Grund genug, ihm ein paar Zeilen zu widmen.

Habt Ihr Euch eigentlich mittlerweile an den Euro gewöhnt oder wollt Ihr immer noch die gute alte D-Mark zurück? Laut einer Studie des Focus Money vom September 2011 wollen nämlich etwa die Hälfte der Bundesbürger die D-Mark zurück und das liegt sicher nicht am netten Lächeln der Politiker, Künstler und Wissenschaftler, die die D-Mark-Scheine zieren.

Dabei ist die Idee einer einheitlichen europäischen Währung, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft erleichtern sollte, nicht erst vor 10, 15 Jahren entstanden. Erstmals wurde 1970 von einer Expertenkommission unter Leitung des damaligen luxemburgischen Premierministers Pierre Werner der sogenannte Werner-Plan vorgeschlagen. Dieser sah vor, bis 1980 in der damaligen Europäischen Gemeinschaft eine Währungsunion einzurichten und eine einheitliche Währung einzuführen. Die Bemühungen scheiterten jedoch immer wieder, unter anderem, weil es schwierig war, sich in dem internationalen Währungssystem auf einen festen Wechselkurs zu einigen.

Der Wechselkurs ist es auch, der die Bürger verunsichert. Wieviel ist mein Geld noch wert? Werde ich durch den Euro abgezockt? Ist nun alles teurer?
Viele Bundesbürger rechnen selbst zehn Jahre nach Einführung des Euros noch immer in DM um. Kostet beispielsweise eine Tasse Milchkaffee in einem Bistro 3,90 Euro, so hätte man sich den für 7,80 DM ganz sicher nicht gekauft.

Gerd von Vangerow, ein politisch aktiver Rentner aus Unterfranken, auch „Spessart-Rebell“ genannt, hat sogar eigens eine Partei gegründet, die das Ziel verfolgt, die D-Mark wieder einzuführen. „Der Euro-Frust war nie größer. Jetzt ist doch der beste Zeitpunkt für diese Partei“, sagt der Rentner und nannte seine Partei „Die Deutsche-Mark-Partei“.

Als „Spielgeld“ haben viele Bundesbürger den Euro zur Einführung abwertend bezeichnet. Ungewohnt sachlich empfanden wir das Design. Die Scheine zeigen fiktive Motive der europäischen Architektur, jeweils aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen.

Ist es nur eine Frage der Gestaltung, dass jeder zweite Bundesbürger sich noch immer nicht mit dem Euro anfreunden kann? Spielen Erinnerungen eine Rolle, ein Hauch von Nostalgie? Ist durch den Euro tatsächlich alles teurer geworden, wären die Preise im Laufe der Zeit durch die Inflation nicht sowieso angestiegen? Ist es nicht leichter, wenn man an vielen Urlaubsorten kein Geld mehr wechseln muss?

Seid Ihr Befürworter des Euro oder eher Gegner?
Meint Ihr, die D-Mark kommt tatsächlich irgendwann zurück?
Würdet Ihr die „Deutsche-Mark-Partei“ wählen?

Eure Katja

Man trifft sich immer zweimal – auch bei NIT

Hallo nities,

wer schon länger Mitglied bei NIT ist, der hat irgendwann genug – genug Freunde meine ich natürlich! ;-) Zumindest sollte es so sein. Irgendwann sollte man einen festen Freundeskreis gefunden haben. Diese Freundschaften sollte man pflegen und nicht ständig auf der rastlosen Suche nach neuen Bekannten sein. Sonst ist vielleicht doch irgendwas schief gelaufen.

So geht es auch mir. Ich habe mir einen festen Freundeskreis aufgebaut. Teilweise – natürlich mit der Hilfe von NIT. Dennoch stöbere ich hin und wieder die Pinnwand durch, ob mich da nicht doch noch was interessiert. Es kann auch sein, das ich selber eine Anzeige für eine bestimmte Freizeitaktivität aufgebe. Das tu ich meistens für Unternehmungen, die ich zusammen mit meinen Freunden machen möchte und woran noch andere Leute teilnehmen können. Das wären beispielsweise Brunchs, ein gemütliches Zusammensein in einer Bar oder ein Kinobesuch.

Man erlebt immer wieder, dass man „neue“ Leute bereits kennt oder Freunde von einem kennen sie. Man trifft sich beispielsweise in einer Gruppe und ein Drittel der Leute reagiert mit: „Ach Hallo Chris“, „Tach Tanja” oder „Bist du nicht die Tine?“ Ja, nities sind gar nicht so unbekannt in einer neuen Stadt. Sie kennen komischerweise ziemlich viele Leute. ;-)

Mir ist neulich was Lustiges passiert: Eine Anzeige sprach mich besonders an. Eine Anja suchte in Hessen Leute, um gemeinsam Kloatscheeten zu gehen. Man muss dazu sagen, dass Kloatscheeten eine Sportart ist, die eigentlich nur in einer bestimmten Region gespielt wird und das ist die Region, aus der ich stamme, nämlich die Grafschaft Bentheim zwischen Emsland und Westfalen. So war es doch ziemlich ungewöhnlich, in Hessen auf so eine Anzeige zu stoßen. Heimatgefühle wurden aktiviert, Erinnerungen kamen hoch. Da möchte ich mitmachen, dachte ich. So nahm ich Kontakt mit Anja auf. Prompt kam eine Nachricht zurück. Sie schrieb, dass sich bereits einige Leute gemeldet hätten und wir uns alle am kommenden Sonntag gegen 11 Uhr am Oberforsthaus treffen würden. Ich war guter Dinge und recht gespannt, was auf mich zukommen würde.

Am Tag X, einem wunderschönen Winter-Sonntag war ich die Erste, die sich an der verabredeten Stelle einfand. Anja kam gleich nach mir. Sie zog einen Bollerwagen hinter sich her, auf dem sich einige Getränke, meist Hochprozentiges aber auch Tee, einige belegte Brötchen und zwei Kloats befanden. Das sind etwa 380 bis 450 Gramm schwere und 40 bis 45 Millimeter dicke Scheiben im Durchmesser von 70 bis 80 mm. In der Mitte befindet sich ein Bleikern.

Hier die Kurzform der Spielregel:
Man bildet zwei Mannschaften, die bei einem Spaziergang auf unbefahrenen Wegen je ein so’n Ding vor sich herrollen. An Weggabelungen und Kreuzungen sowie bei Lust und Laune werden zur „Stärkung“ Pausen eingelegt. Alle Würfe werden gezählt. Die Mannschaft, die mit den wenigsten Würfen das Ziel erreicht ist Sieger. Am Ende des Spiels wird durch Würfe auf eine leere Flasche noch die Königin oder der König ermittelt. Sieger ist, wer die Flasche dabei zerbricht. Zum Abschluss geht man in eine Gaststätte, in der man Grünkohl mit deftigem Fleisch und Mettwurst isst. Natürlich gilt es auch den Durst zu löschen.

Anja und ich begrüßten uns und kamen sofort ins Gespräch. Ich wollte doch unbedingt wissen, woher sie das Spiel kannte. Siehe da, sie kam aus dem Emsland. Die Welt ist klein. Nach und nach trafen die anderen ein. Acht Leute würden wir sein, wenn alle kommen, teilte Anja mir mit.

Auf einmal dachte ich, ich träume. Plötzlich stand ein mir bekanntes Gesicht vor uns. Ralf aus meiner damaligen Nachbarschaft. Das gibt es doch gar nicht!? Jahre nicht gesehen und doch sofort wieder erkannt!!! :-)
Ralf schaute mich genauso verdutzt an. „Du hier?“ Da zieht man 350 Kilometer weit weg und läuft sich nach Jahren einfach so wieder über den Weg, bei new-in-town. Einfach unglaublich.

Natürlich war das wieder ein toller Tag. Ralf wurde am Ende sogar Kloat-König. Meine Würfe waren nicht besonders erwähnenswert, aber darauf kommt es ja nicht so an. Neue Leute, bekannte Leute, Wintersonne, Sport und Spaß. Aber dass ich über new-in-town sogar irgendwann mal einen Nachbarn aus meiner Kindheit wieder treffen würde, daran habe ich ja im Leben nicht geglaubt!!! Ja, man trifft sich wirklich immer zwei Mal. :-)
Ist Euch so etwas auch schon mal passiert?

Eure Katja

new-in-town wird international

Seit 1999 gibt es new-in-town für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz, bekannt als D-A-CH Länder. Die Beschränkung lässt sich leicht erklären: Bereits in der frühen Phase des Internets war new-in-town ortsbezogen, d.h. man konnte basierend auf der PLZ Mitglieder und Pinnwand-Einträge aus dem örtlichen Umfeld finden (probier das mal bei Facebook). Dazu bedarf es Daten im Hintergrund. Nun haben wir mit Google Maps die Möglichkeit gefunden und genutzt, dies für jeden Ort der Welt zu ermöglichen.

Bei der Anmeldung oder beim Hinzufügen von weiteren Orten, ob aktuelle oder ehemalige Wohnorte wird die Google Karte angeboten. Mit modernen Browsern kann man seine eigene Position anzeigen lassen und übernehmen oder einfach Land, PLZ und Ort eingeben und auf der Karte anzeigen lassen.

Ebenso lässt sich der Marker auf der Karte bewegen und kann auf die gewünschte Position verschoben werden.

Viele Grüße

Deine Lisa

Für Fragen stehe ich unter lisa@new-in-town.com zur Verfügung. PS: Manche bestehenden Daten konnten nicht automatisch einer Position in der Google Karte zugeordnet werden. Falls die Pinnwand oder die Mitgliedersuche nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, bitte einfach melden.

Das Erste, was Beamte machen, heißt “A.A.”

Servus nities,

Abkürzungen sind eine gute Sache. Bei einer SMS oder in Mails spart man damit kostbare Zeilen und vor allem spart man Zeit. Also reduziert man bei der schriftlichen Kommunikation an Wörtern, wo es nur geht: „CU“ für „See you“ oder „LG“ für „Liebe Grüße“ und auch „xo“ für „Umarmung und Küsschen“ oder „4U“ als „für dich“ dürften den meisten Menschen bekannt sein. Abkürzungen gibt es unendlich viele und wir alle nutzen täglich welche.

Etwas schwieriger wird es manchmal, wenn verschiedene Branchen zusammentreffen. Unterschiedliche Berufszweige verwenden die gleichen Abkürzungen für verschiedene Dinge. Schreibt man in einem Büro beispielsweise „Bitte RR bei Sowieso“ auf einen gelben Post-It und klebt diesen an den Monitor der Kollegin, so weiß diese, sie hat jemanden zurückzurufen. Arbeitet man hingegen in einer Arztpraxis, kann diese Notiz verwirrend sein, denn „RR“ bedeutet hier vorwiegend Riva-Rocci, die Blutdruckmessung: „Bitte Blutdruck messen bei Sowieso“, könnte also verstanden werden, anstelle „Sowieso zurückzurufen“. In anderen Bereichen bedeutet „RR“ beispielsweise „Rennrad“ oder „Rolls-Royce“ sowie „Rückgaberecht“.
Alleine für die Abkürzung „RR“ gibt es laut Wikipedia um die 30 Bedeutungen. Um noch mal auf die Ärzte zurückzukommen. Wer beim Zahnarzt arbeitet, sollte neben dem „RR“ auch die Abkürzung „OK“ beachten. Das heißt nämlich nicht „okay“, sondern „Oberkiefer“. Bei der Polizei heißt „OK“ wiederum „Organisierte Kriminalität“. Was würde ein Zahnarzt wohl zu einer Notiz seiner Angestellten sagen, auf der steht: „Bitte OK geben für RR bei Herrn Sowieso.“ ;-)

„ET“ steht nicht immer für das außerirdische Wesen, sondern heißt im Journalismus „Erscheinungstermin“. Im Sport heißt es auch „Eigentor“, um nur einige Bedeutungen zu nennen.

Kennt Ihr „BR“? Wer im Büro arbeitet, dem ist der Begriff unter „Bitte Rücksprache“ bekannt. Es ist aber auch die Abkürzung für den „Bayrischen Rundfunk“.

Um noch mal auf den Chirurgen zurückzukommen. So kann beispielsweise in der Akte stehen: „M.E kann die ME durchgef. werden.“
Zwei fast gleiche Abkürzungen in einem kurzen Satz? Soll heißen: „Meines Erachtens kann die Metallentfernung durchgeführt werden.“

Lustig ist es bei den Beamten. Das Erste, was sie tun, wenn ein neuer Fall auf den Tisch flattert, sie legen eine Akte an. Das wird dann sofort auch vermerkt mit der Abkürzung „A.a.“ für „Akte angelegt“. Wem das nicht gefällt, der darf den Vorgang selbstverständlich auch vollständig ausschreiben. In dem Fall sieht es vielleicht etwas besser aus, als einfach AA zu machen, ähm zu schreiben. ;-)

Aber nicht nur die Abkürzungen haben es uns angetan, auch die englische Sprache ist aus unseren Büros nicht mehr wegzudenken. Durch den Anglizismus gehen wir in „Meetings“ statt in Besprechungen oder halten „Briefings“ ab, wenn wir nicht so viel Zeit haben. Wir tätigen „Calls“ anstelle von Telefongesprächen. Wenn wir nicht mehr weiter wissen im „Business“, dann schicken wir vielleicht eine „Mail“ herum, laden zu einem „Brainstorming“. Manchmal wollen wir auch nur locker zusammentreffen, dann laden wir ein zu einem „Get Together“. Vielleicht gibt es auch hin und wieder ein richtig tolles „Event“ oder wir dürfen an einem „Workshop“ teilnehmen. Da „loggen“ wir uns dann schnell in unseren „Account“ ein und „mailen“ den Kolleginnen und Kollegen: „CU@8am, XO“.
Und das Jugend-Unwort des Jahres 2011 ist im Gegensatz zum Vorjahr nun der englischsprachige Begriff „Swag“.

Na ja, man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Das gilt wohl auch für die Verständigung hierzulande. ;-)

CU, Eure Katja