Archiv von November, 2011

Oder die mit dem Staubsauger?

Hallo nities!

Samstagnachmittag irgendwo in der GroßStadt. Petra, Markus und Rainer sitzen auf den ausgebeulten Sesseln in ihrem Wohnzimmer. Zwei Besucher haben sie schon abgefertigt und schon wieder klingelt es an der Haustür. Rainer steht auf, öffnet und kommt mit Cosima zurück. Einer Anfang Zwanzigerin mit einem flippigen Erscheinungsbild. Verwaschene Jeans, 70er-Jahrer Caro-Pullover, Piercing im Gesicht, schwarz gefärbte Haare, auf einer Seite kurz, auf der anderen lang geschnitten. Sie hat eine grüne Umhängetasche dabei, schaut sich skeptisch im Zimmer um und begrüßt die anderen beiden mit einem knappen „Hi“, während sie ihre Hände in der Manteltasche lässt.

Petra, Markus und Rainer haben heute einen „Casting-Tag“ eingelegt. Sie bewohnen gemeinsam eine 4er WG in einem schönen Altbau. Da ein Zimmer leer steht, soll dringend eine neue Mitbewohnerin oder Mitbewohner gefunden werden. Ein leerstehendes Zimmer bedeutet steigende Kosten und das können sich die drei Studenten beileibe nicht leisten. Die Anzeige haben sie in einem regionalen Internetportal geschaltet und zusätzlich Zettel in der Uni ausgehängt.

Da Wohnungen rar sind, gerade in den bekannten Unistädten, stellen WGs eine Alternative da. Die Kosten liegen jedoch trotzdem annähernd bei denen für eine Einzimmerwohnung.
Petra eröffnet das Gespräch. Die üblichen Fragen über das Alter, Studium, Herkunft und Hobbys werden gestellt. Ob die potenzielle neue Mitbewohnerin raucht, ist noch ein Thema. Cosima tut es. Rainer wirft Petra einen vielsagenden Blick zu. Er ist Nichtraucher und Hauptmieter. Somit ist die Entscheidung gegen Cosima fast schon gefallen. Dennoch fragt Markus nach ihren Interessen. Cosima mag Mittelaltermärkte und punktet dabei bei ihm, der dieses Hobby ebenso teilt. Vielleicht könne man ja mal zusammen auf einen Markt gehen, schlägt er vor. Also doch noch keine Entscheidung denkt Petra, der man ansieht, das die vielen Casting-Gespräche sie langsam nerven. Immer die gleichen Fragen, immer das Gleiche von sich erzählen und die Beratungen, nachdem der Besuch gegangen ist. Ob Cosima denn einen Staubsauger habe, will Markus noch wissen. Der WG-Staubsauger hat nämlich vor einigen Wochen das Zeitliche gesegnet und Geld für ein neues Gerät haben die Drei nicht. Sie hat! Ein weiterer Pluspunkt für die Raucherin.

Als Nächstes sitzt Antonio auf dem Sofa und wird interviewt. Er sei handwerklich geschickt und kann auch Waschmaschinen und verstopfte Wasserleitungen reparieren. Das ist ein Argument. Leider hat Antonio nicht vor, länger als 1 Jahr in der Stadt zu bleiben, da er sein Studium nächstes Jahr beendet haben wird. Punktabzug für ihn. Die drei Bewohner suchen jemanden, der länger bleibt. Ein ständiger Mitbewohnerwechsel ist anstrengend. Aber da man eh nie wissen kann, das die Bewerber einem erzählen und ob sie sich auch dran halten, wiegt dies Argument nicht so schwer. Antonia war wenigstens ehrlich.

Gegen Abend sitzen Petra, Markus und Rainer wie erschlagen auf dem Sofa. „So ermüdend habe ich mir die Suche nach einem Mitbewohner nicht vorgestellt“, stöhnt Rainer.
„Ich habe keine Lust mehr. Lasst uns einen davon nehmen. Ich will nicht weiter suchen“, meint Petra.
Außerdem stellt sich die Frage, ob eher eine weiblichen oder ein männlicher Mitbewohner gewählt werden soll. Die beiden Männer hätten gerne eine Frau, Petra eigentlich auch. Sie will nicht mehr die einzige Frau sein. Dennoch habe sie nichts gegen einen netten, süßen jungen Mann einzuwenden, antwortet sie mit einem vielsagenden Zwinkern. Da aber ein solcher nicht unter den bisher gecasteten Wohnungssuchenden war, erübrige sich die Frage.
„Wollen wir denn noch weiter suchen“, fragt Rainer?
„Cosima hat jedenfalls einen Staubsauger“, gibt Markus zu bedenken, dem Cosima insgeheim auch aus persönlichem Interesse gefallen hat.
„Ich habe Parkett bei mir im Zimmer,“ kontert Rainer, dem eine Raucherin nicht ganz geheuer ist. Man muss an so viele Dinge denken, wenn man mit Fremden zusammenzieht. „Ich bin noch nicht ganz zufrieden.“
„Also was machen wir jetzt?“
„Da war doch letzte Woche auch noch diese Magda“, erinnert Rainer. „Die war süß und außerdem kann sie kochen.“
„Zweites ist natürlich ein Argument“, lacht Petra.
„Aber die Atmosphäre kam mir so angespannt vor“, meldet Markus seine Bedenken an. „Sie kam so verklemmt rüber.“
„Die taut schon auf.“
Langes Schweigen. Alles etwas schwierig. Petra, Markus und Rainer sind sich noch nicht einig geworden und haben geplant, sich doch noch ein Wochenende mit der Suche zu beschäftigen. Und wenn sie sich immer noch nicht einigen konnten, dann suchen sie wahrscheinlich jetzt noch.

Habt Ihr auch schon WG-Erfahrung gesammelt? Wie war das so? Konntet Ihr Euch immer einigen oder gab es öfter Unstimmigkeiten? Nach welchen Kriterien habt Ihr beurteilt, auch als Bewerber? Was würdet Ihr anderen raten?

Eure Katja

Wohin soll die Reise gehen?

Liebe nities,

vielen Dank für Euer Feedback auf den letzten Blog „Was wäre wenn?“
Wie Ihr vermutlich richtig beurteilt habt, lohnt es sich nicht, verpassten Chancen nachzutrauern oder darüber zu grübeln, was gewesen wäre, wenn man an einem bestimmten Punkt im Leben eine andere Entscheidung getroffen hätte. Dennoch macht man sich hin und wieder Gedanken darüber. Aber man kann sein Leben ja meist immer noch in eine andere Richtung lenken. Problematisch wird es allerdings, wenn jemand für seinen Lebensweg kein Navigationssystem besitzt? Wenn jemand nicht weiß, wohin die Reise überhaupt gehen soll.

Viele Menschen wissen in der Tat nicht, was das Beste für sie ist. Sie können kein Ziel erreichen, weil sie kein Ziel haben. Wonach also streben, wenn man vor lauter Möglichkeiten nicht weiß, was man will? Klar hat ein jeder gewisse Träume und Wünsche, aber oftmals sind diese einfach unrealistisch und weltfremd. Wenn ein kleiner Junge angibt, er möchte einmal Feuerwehrmann oder Arzt werden, so kann er diesen Traum – sofern seine Schulnoten stimmen – oftmals wahr werden lassen. Denn dieser kleine Junge hat feste Ziele. Wenn sein Klassenkamerad hingegen sagt, er möchte einmal reich und berühmt werden, aber nicht weiß, womit, was seine Talente sind, dann wird es schwierig. Eine feste Vorstellung zu haben, das ist schon mal der Fahrplan für Erfolg.

Einige Psychologen, Autoren und Coachs haben die Chance erkannt, mit der Unsicherheit der Leute Geld zu machen. So gibt es beispielsweise das berühmte Buch „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will“ von Barbara Sher oder ähnlich klingende Seminare. Dem Suchenden soll anhand von Fragen zu seinen Vorlieben, besonders aus der Kindheit, der verlorengeglaubte Weg zurück zu seinen verdrängten Träumen, gezeigt werden. Barbara Sher geht unter anderem davon aus, dass man als Erwachsener seine Träume und Fähigkeiten verdrängt und vergessen hat oder sich nicht traut, diese auszuleben.
Auch gut wäre ein persönlicher Coach, der intensiv auf die individuellen Wünsche und die Persönlichkeit eines einzelnen Menschen eingeht. Doch nicht jeder kann sich einen Coach oder Psychologen leisten und so bietet die VHS preisgünstige Kurse an. Das sind Seminare zur Berufswahl, Berufswechsel oder für einen generellen Richtungswechsel. Ich kenne ein paar Leute, die den Kurs „Wohin des Weges?“ besucht haben und woraufhin sich ihr Leben um 180 Grad gewendet hat. In dem Seminar wurden aus den Teilnehmern auch wieder Kindheitsträume hervorgelockt, Fähigkeiten hinterfragt und anhand einiger Beispiele gezeigt, was wäre, wenn man diesen oder den anderen Weg wählen würde. Wo würde man sich in fünf Jahren sehen und so was. Anschließend wurde die Realisierbarkeit analysiert. Andere Teilnehmer konnten ihre Meinung dazu äußern, eine Art Brainstorming machen, um andere Dinge zu bedenken, die der Betroffene vielleicht übersehen hat. Einige Coachs und Psychologen arbeiten mit Kindheitsträumen, um dem Erwachsenen zu helfen, seinen Weg zu gehen, den er aufgrund von „Kopfentscheidungen“ vielleicht längst verdrängt hat.

Eine Teilnehmerin aus diesem Kurs hat sich anschließend zu einer berufsbegleitenden Weiterbildung entschieden und ist dadurch zwischenzeitlich befördert worden. Eine andere hat noch einmal ein ganz anderes Studium begonnen. Sie war bei einer Bank beschäftigt, wollte aber eigentlich Kinderpsychologin werden und studiert nun das. Natürlich kann man sich auch irren und überschnell unüberlegte Entscheidungen treffen. Die aufmunternden Worte des Coachs sollte man immer noch mal realistisch überdenken. Wenn es im Seminar heißt, man wird später immer denken „Hätte ich doch nur …“, wenn man gewisse Dinge nicht ausprobiert, dann sollte man dennoch überlegen, was man überhaupt verändert und ob dies sinnvoll wäre. Es nutzt nicht viel, wenn man nach dem Kurs seinen Job kündigt, um beispielsweise noch einmal die Schulbank zu drücken, wenn man nicht ausreichend überlegt hat, woher das Geld kommt. Die Motivation ist direkt nach so einem Coaching natürlich da, aber irgendwann steht man alleine da und die wohlklingenden Worte des Coachs machen eben auch nicht satt, bezahlen einem auch nicht die Miete. Wichtig, auch etwas weiter und vor allem realistisch zu denken, nicht nur mit dem Bauch, auch mit dem Kopf. Auch sollte man vielleicht verschiedene Leute dazu befragen. „Wie siehst du mich?“, „Traust du mir dies und jenes zu?“, „Habe ich diese und jene Fähigkeit?“ etc. Wenn man allerdings immer noch so gar nicht weiß, was man will, dann wird es in der Tat schwierig.

Habt Ihr alle feste Ziele in Eurem Leben und wisst, wo Ihr in fünf Jahren stehen wollt? Was hat Euch auf den richtigen Weg geführt? Wusstet Ihr immer schon, wohin die Reise gehen soll oder ist Euer Leben eher eine Querfeldein-Tour? Schreibt mir.

Eure Katja

Was wäre wenn …?

Liebe nities,

was wäre, wenn ich mich damals ganz anders entschieden hätte? Was wäre, wenn ich vor 20 Jahren eine ganz andere Ausbildung begonnen hätte? Was wäre, wenn ich meinen ersten Freund gleich geheiratet hätte? Was wäre, wenn ich das Abitur gemacht hätte oder was wäre, wenn ich in einer ganz anderen Stadt aufgewachsen wäre?
Wer hat sich nicht schon mal Gedanken darüber gemacht, wie das Leben verlaufen wäre, wenn man bei bestimmten Entscheidungen eine andere Option gewählt hätte?

Ich kam auf das Thema, als eine gute Freundin mir erzählte, dass ein ehemaliger Kollege von ihr sich nach Jahren outete, dass er damals sehr verliebt in sie gewesen wäre. Damals, vor einigen Jahren, als sie zusammengearbeitet hatten. Doch weil er sich nicht getraut hatte, sie anzusprechen und auch sie keine Anstalt machte, kamen sie nicht zueinander. Er hat mittlerweile die Firma verlassen und eine Familie gegründet und auch sie hatte eine Zeit lang eine Beziehung. „Was wäre gewesen, wenn ich mich damals doch getraut hätte, ihn anzusprechen“, fragte meine Freundin sich jetzt? „Wären wir jetzt ein Paar?“

Vielleicht spielen Eure Eltern bei einigen Entscheidungen in Eurem Leben auch eine Rolle? Möglicherweise wolltet Ihr einen ganz anderen Beruf erlernen, doch von Euch wurde erwartet, den Familienbetrieb weiterzuführen? Nun fragt Ihr Euch, was gewesen wäre, wenn Ihr Euch durchgesetzt hättet? Vielleicht wärt Ihr jetzt keine Banker, Bäckermeister, Geschäftsinhaber einer Firma, mit der Ihr Euch nicht wirklich identifizieren könnt? Ihr wärt Musiker, Schauspieler, Schriftsteller, Dichter, Konditor, Gärtner, Fernfahrer oder hättet nach der Schule oder dem Studium erst einmal eine Weltreise angetreten? Wer weiß? Was wäre gewesen, wenn Ihr allen Erwartungen entgegen Euren Weg gegangen wärt? Vielleicht wärt Ihr glücklich geworden, berühmt und erfolgreich? Möglicherweise wärt Ihr auch gescheitert, hättet alles verloren oder Ihr wärt schon längst gestorben? Wer weiß? Es gibt so viele Möglichkeiten.

Gerade der Lebensweg von nities hätte einen ganz anderen Verlauf genommen, wenn der nitie eben nicht umgezogen wäre oder es ihn woanders hin verschlagen hätte.
Was wäre, wenn jemand beispielsweise anstelle nach Berlin nach Wolfenacker zieht? „Aber Hallo“, das Leben würde einen ganz anderen Verlauf nehmen.

So fragt Heidi sich vielleicht, ob sie nicht ein berühmtes Müller-Milch-Modell geworden wäre, wenn sie nicht beim Ziegenpeter auf der Alm geblieben wäre, um Ziegen zu hüten. Was wäre, wenn Heidi den Schritt in die Großstadt gewagt hätte?

Was wäre, wenn das Dornröschen sich nicht mit der Spinnnadel gestochen und in einen hundertjährigen Schlaf gefallen wäre? Hätte sie jemals ihren Prinzen gefunden oder wäre sie im heiratsfähigen Alter an einen unsympathischen Prinzen aus dem Nachbardorf verheiratet worden?
Was wäre, wenn Eva nicht in den Apfel gebissen hätte und was wäre, wenn wir in einen anderen Körper, in einen anderen Kulturkreis oder in ein ganz anderes Jahrhundert hinein geboren wären? Fragen über Fragen.

Um das Ganze auf unser eigenes Leben zu beschränken, ich denke, es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, wie unser Leben sonst noch hätte verlaufen können. Unsere Mitmenschen beeinflussen unsere Entscheidungen genauso wie unsere Familie, Lebenspartner, Freunde, unser Beruf und unsere Erziehung. Sicher ist, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, sein Leben zu führen und dass man in der Tat beeinflusst wird. Wir sind aber immer noch Regisseur unseres eigenen Lebens, können das Drehbuch jeden Tag aufs Neue verändern und einen neuen Weg einschlagen. Man kann verschiedene Wege betreten, Neues ausprobieren, aber man muss die Hürde seines eigenen Ichs dazu überwinden, Vorurteile abbauen, Angst verlieren und offen sein. Sonst, so denke ich, wird man immer wieder in seine alte Schiene zurück verfallen. Was wäre, wenn wir unsere Einstellung ändern könnten? Können wir das überhaupt? Gibt es vielleicht einen genetischen Plan, wie unser Leben verlaufen soll? Können wir diesen Plan überhaupt durchbrechen oder würden wir immer wieder dieselben Fehler machen und uns ständig gleich entscheiden, dass unser Leben so verläuft, wie es für uns vorgesehen ist?
Das ist schon eine interessante Frage, die aber vermutlich nie beantwortet werden kann und wohl auch nicht beantwortet werden soll. Zu wissen, was gewesen wäre, wenn etwas anders verlaufen wäre.

Eure Katja

Mac oder Windows?

Wenn man sich einen PC anschaffen möchte, stellt sich die Frage, ob es ein Mac- oder Windows-Rechner sein soll. Überwiegend gehen Windows Rechner über die Ladentheken, auch wenn Mac ganz schön aufgeholt hat. Doch was ist nun wirklich besser für den ganz normalen Hausgebrauch?

Zuerst einmal sollte man sich die Frage stellen: Was brauche ich? Mein erster Computer war beispielsweise ein Mac. Vielleicht kennt Ihr noch den alten iMac G3? Das Design war damals einzigartig und man sah ihn in vielen Fernsehfilmen. Ein bunter Monitor, mit Innenleben: Festplatte, Laufwerk, Lautsprecher. Man brauchte keinen sperrigen Terminal mehr, nur noch die Tastatur und Maus anschließen und fertig. Mein iMac war dunkelblau, die Tastatur und Maus durchsichtig und sie leuchteten.

Ich hatte mich damals für den Apple entschieden, da ich im grafischen Bereich gearbeitet hatte, wofür der Mac sich einfach besser eignet. Das ist auch einer der Gründe, warum Grafiker und Künstler einen Mac vorziehen. „Apple“ sollte man übrigens eigentlich gar nicht sagen, sondern „Mac“. Die Fan-Gemeinde der Mac-User ist da ganz schön eigen. Apple sagt man halt wegen des Symbols, aber eigentlich ist das falsch. „Mac“ ist richtiger.

Manche Leute stehen auf das Obstsymbol. Es ist ein Statussymbol. Es soll tatsächlich Leute geben, die sich des Zeichens wegen für einen Mac entscheiden, auch wenn sie ihn nicht bedienen können. Zweifelsohne wird der Mac als Luxusobjekt geschätzt. Während Windows-User mit ihrem Rechner wie mit einem Gegenstand umgehen, der er auch ist, lieben Mac-User ihren Rechner, als wäre er ein guter Freund oder Lebenspartner. Sagt bloß nie was gegen den Mac eines Freundes, er würde es nie verzeihen, dass Ihr seinen Schatz beleidigt. ;-)

Ein Vorteil der mich überzeugt ist die geringere Anfälligkeit gegen Viren – noch. Es sind viel mehr Windows-Viren im Umlauf, als für Mac. Natürlich gibt es sie aber auch. Das darf man nicht aus den Augen verlieren.
Ich kann ganz gut über beide Betriebssysteme berichten, da ich mit beiden arbeite.
Meine erste Erfahrung mit dem Mac (Betriebssystem OS 9) ist jetzt 10 Jahre her. Unglücklicherweise war dieser blaue Designer-Rechner von Beginn an defekt, ein Montagsmodell. Nachdem er wenige Tage nach dem Kauf für 2 Monate in Reparatur war, weil der Laden einen Umtausch ablehnte und die Ausbesserungsklausel in Anspruch nahm, begann meine Liebe zu Mac nie wirklich aufzublühen. Ständig war etwas an dem doch „ach so guten Gerät“ defekt. Man sprach von einem Einzelfall. Warum musste gerade mein Mac dieser Einzelfall sein?

Anschließend kaufte ich mir über Ebay einen gebrauchten Macintosh Laptop. So etwas mache ich nie wieder. Das Gerät war natürlich auch defekt und hatte nicht mal mehr Garantie. Doch alle guten Dinge sind bekanntlich drei und so kam ich 2006 endlich zu einem funktionierenden Mac PowerBook G4. Damit komme ich all die Jahre nur deswegen so gut klar, weil der Verkäufer mir bis zum heutigen Tage bei Fragen und Problemen kostenlos zur Seite steht. Es hat sich fast so was wie eine Freundschaft entwickelt zwischen dem Vorbesitzer und mir. Diesen Laptop habe ich immer noch. Mein einstiger Verkäufer ist zwischenzeitlich leider weit weggezogen und nun muss ich zu einem Apple Store gehen, wenn ich Fragen habe. Bei meinem bisher einzigen Besuch dort konnten mir die jungen Mitarbeiter jedoch nicht helfen. Lächelnd meinte einer der jugendlichen Verkäufer, er würde gerne seine Kollegen zusammenrufen, denn so ein altes Gerät haben sie bestimmt noch nicht gesehen. :-( Unbewusst reagierte ich wie ein typischer Mac-Besitzer und fand die persönliche Beleidigung gegen meinen Rechner gar nicht lustig. So alt ist er auch wieder nicht, G4 mit OS X 10.4 als Betriebssystem. Wenn da eben Kinder arbeiten, die nicht wissen, was es vor ein paar Jahren noch gab, dann ist das natürlich doof. Aber zu der Zeit von G4 gingen die Mitarbeiter ja noch in die Schule. Also muss ich mir nun selber helfen.

Da mich die Mac-Eigenarten nerven, ich meine Probleme damit nicht immer selber zu lösen vermag und vieles nicht kompatibel ist, kaufte ich mir im vergangenen Jahr einen Windows Laptop. Das ist auch ein Grund, den Ihr Euch vor der Anschaffung überlegen solltet: Wer kann Euch bei Problemen helfen? Ist der PC kompatibel mit dem, was ihr machen möchtet?
Manche Macs lassen sich nicht mit dem Handy oder MP3-Player verbinden. Ungünstig, wenn man Fotos und Musik laden möchte. Doch zum Glück gibt es mittlerweile immer mehr Programme für den Mac und das iPhone.
Da ich nun seit einem Jahr als Hauptrechner einen Windows-Rechner (mit Betriebssystem Windows 7) habe, kann ich ganz gut Vergleiche anstellen. Ja, der Windows-Rechner stürzt noch öfter ab, als mein Mac es tat. Macianer schwören immer wieder, dass ein Mac nie (!) abstürzt, doch ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Mein Windows Rechner stürzt allerdings noch öfter ab oder fährt oft nicht mal hoch.

Tja, was ist wirklich besser? Man muss wirklich die Kriterien durchgehen und sich fragen, was man damit machen möchte, ob die Hardware und diverse Programme kompatibel sind. Kann einem jemand bei Problemen helfen und möchte ich damit arbeiten oder nur den Apfel zur Schau stellen?

Eure Katja