Zweideutige Pinnwandeinträge
Servus nities,
neulich bin ich mit Freunden auf das Thema „Pinnwandeinträge“ zu sprechen gekommen. Hinter den Anzeigen versteckten sich mitunter alles andere als User, die einfach auf der Suche nach einer „normalen“ Freizeitbeschäftigung seien, bemängelten sie. Nein, einige scheinen die Plattform sogar als Möglichkeit entdeckt zu haben, sich durch gewisse Dienste etwas dazuverdienen zu wollen. Selbst wenn es nicht ums Geld geht, diverse Lüste scheinen in der Luft zu liegen. Spricht man diese User direkt an, so heißt es, man habe die Sache ganz falsch verstanden. Ja klar!
Beweisen kann man also wie immer nichts. Dennoch macht es keinen Spaß mehr, beklagen sich „normal tickende“ nities. „Du schreibst jemanden an und er oder sie will eigentlich etwas anderes, als einen trinken gehen und quatschen, eine Radtour oder Inlineskating-Ausflüge unternehmen.“
Selbst ich habe vor ein paar Jahren zufällig und selbstverständlich ungewollt (!) den hier vermutlich allseits bekannten „Fußfetischisten*“ getroffen: Der unter mehreren Pseudonymen angemeldete nitie gab sich mir am Ende des nur einstündigen Gespräches zu erkennen und erklärte mir auch seine Vorgehensweise. Geld wolle er nicht für seine Tätigkeit, es würde ihm einfach Spaß bereiten, Frauen die Füße zu massieren. Okay?!, dachte ich und war mir nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte. Klar, es gibt ausgebildete Masseure, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausführen und eben welche, die es hobbymäßig betreiben, eben auch der Leidenschaft wegen. Da dieser Typ soweit auch nicht aufdringlich wirkte, sachlich und offen drüber sprach, dachte ich, es sei schon in Ordnung. Ob man seine Künste jedoch auf der new-in-town-Pinnwand anbieten muss, dessen bin ich mir nicht ganz schlüssig? Auch pflege er mehrere Pseudonyme, für jeden Zweck einen anderen, erklärte er offen: „Wenn ich jemandem die Freude einer Fußmassage schenken möchte, dann nenne ich mich „Fußfetischist*“ und wenn ich beispielsweise Leute für einen Biergartenabend suche, dann nenne ich mich „Biga*”, eben für Biergarten. So blicke ich dann selber auch noch durch bei meinen Anzeigen.“ Geschickt, denke ich und vermute, dass sicher so einige sich hinter virtuellem Doppelleben verstecken. Um euch nicht auf falsche Gedanken zu bringen; ich hatte natürlich die Absicht, „Biga“ zu treffen, keinen “Fußfetischisten”!
Was unser „Freund“, der „lustiger_krieger* mit seinen „Rauf- und Kuschelpartys“ eigentlich seit Jahren sucht, das weiß ich immer noch nicht. Wer kennt nicht die Anzeige, in der jemand die Situation eines liebevollen Geraufes zwischen Vater und Sohn in einer Parkanlage beschreibt, die er beobachtet hätte und sich nun ebenfalls ach so sehr nach so einem Körperkontakt sehnt? Da überlege ich mir doch, was in seiner Kindheit schief gelaufen ist? Soll er doch einen Sohn zeugen und sich mit ihm raufen! Warum muss man dann über Jahre immer die gleiche Anzeige schalten und sich damit lächerlich machen? ![]()
Vor einigen Jahren gab es ein Pärchen, welches in sich ständig wiederholenden Anzeigen mit falschem Deutsch und ohne Punkt- und Komma oder jemals von einer Groß- und Kleinschreibetaste gehört zu haben schien, nach „allgemeinen Freundschaften“ suchte. Natürlich musste dabei immer erwähnt werden, dass sie „keine sexuellen Kontakte suchten“, dafür aber „mobil“ seien, was der kuriosen Anzeige zusätzlichen Wiedererkennungswert verlieh. Wie oft haben wir uns im NIT-Kreis über diese Anzeige lustig gemacht. Mittlerweile sieht man die Anzeige nicht mehr. Ich habe gehört, die beiden hätten nun ein Kind und würden eher nach anderen Kleinfamilien Ausschau halten. Ich gehe mal davon aus, dass sie jetzt, mit Kind, nicht mehr ganz so mobil sind, aber auf die sexuellen Kontakte weiterhin verzichten. Schon etwas ulkig!
Oder jüngst das hier: Ein Typ sucht Reisebegleitung, ganz eindeutig mit (!) sexuellen Kontakten. Sorry, aber das ist doch ein Angebot zu einem Pornourlaub?! Hier mal der inhaltlich weitgehend UNVERÄNDERTE Text:
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„bezahlbarer Luxus in Kroatien mit Massage vom 24-31.08.
Von Splitfan* ( , 44 Jahre) in XY ,
welche Frau bis 40 kommt mit ? wir sind 3 Frauen + 2 Männer und möchten aus Paritätsgründen noch eine Frau dafür begeistern.Kein Pärchenspaß, partnertausch od ähnliches.Da wir schon oft da waren lieben wir Kroatien sehr.Am 24.08 geht es nach Split. wir haben uns ein wunderschönes Luxus-Haus gemietet.Das Haus,Wellness und Tantra-Masseurin und Private Köchin sind nur für uns:-)Wir möchten mit einer kleinen Gruppe eine Tolle und entspannte Zeit genießen,
Tägliche Wohlfühl-Massage und Privat-Koch sorgen für unser Wohlergehen.
Sauna, Infrarotkabine, Doppeldusche, Badewanne, Jacuzzi im Freien, Wellness liege und offener Kamin ,Meeresblick…Das Haus hat Platz für 10 Personen. die Lust haben sich uns anzuschließen sind herzlich willkommen, Freuen uns sehr….Vor allem weil es Splitfans Heimatecke ist & Er als Insider euch sicherlich von großem Nutzen sein würde!!! Es erwartet uns Kroatien ganz privat, abseits vom Massentourismus: Urlaub unter Freunden!“
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Weiterführend beklagte sich ein männlicher Freund, dass er in der letzten Zeit vermehrt Nachrichten von fremden Frauen bekommen würde. Anfangs fand er es noch ganz nett, erzählte er, denn sie schienen sich ebenfalls für seine Hobbys (Modelleisenbahn und Inlineskaten) zu interessieren. So antwortete er den Damen, denn er ist ja ein freundlicher Mensch. Als aber die Damen nichts von sich selber preisgaben, keine einzige Modelleisenbahn benennen konnten und auch keine Straßen für Inlinetouren zu kennen schienen, wurde er stutzig. „Interessieren die sich überhaupt tatsächlich für mein Hobby oder ist es ein Vorwand?“, überlegte er. Letztlich stellte er die Damen zur Rede und siehe da, sie gaben zu, einfach nur einen Mann kennenlernen zu wollen. Alles andere würde sich ergeben … Da soll mal einer sagen, nur Männer ticken so!
„Der Hammer war ja noch,“ so berichtete der Freund weiter „manche Damen sind mindestens zehn Jahre jünger als ich, hinterlassen beim ersten schriftlichen Kontakt bereits ihre Handynummer und verabschieden sich mit „Bussi“. Ist doch klar, was die wollen! Nee, das muss ich nicht haben!“ Da werden dann einfach mal ein paar Leute angeschrieben, einer wird schon antworten und sich mit denen treffen. Aber Vorsicht, diese „Freizeitaktivität“ kann Euch teuer zu stehen kommen.
Schade, dass mitunter der Ruf einer gesamten Plattform durch so einen Schund leiden muss.
Dabei soll new-in-town doch eine Hilfe sein, um sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden.
Eure Katja
*Namen selbstverständlich verändert


In dem Taschenbuch erhält der Leser gute
Mensch, was wäre das Leben einfach, wenn es nicht die Unentschlossenheit gäbe! Wie oft sucht mich dieses fiese Monster heim? Es ist wirklich zum Mäuse melken. Kaum gibt es irgendwas zu entscheiden, kommt es angekrochen. Scheinbar mit dem Gedanken, mich zu quälen. Aus „Ja“ oder „Nein“ wird ein „Vielleicht“ und das „Vielleicht“ hat unzählige weitere Möglichkeiten parat. Gibt es da nicht den Spruch: Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen*.
Ne tolle Sache. Es ist wie ein Orakel. Man stellt sich eine Frage, die man nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Also beispielsweise: Soll ich frühstücken? Die Frage nach „Was soll ich frühstücken“ geht also schon wieder nicht. Dann schlägt man irgendeine Seite auf und liest den Tipp. So kann dort stehen: „Schau dir gestern an.“ (Dann habe ich eine gute Antwort.) Oder ich schlage zufällig eine andere Seite auf „Nimm was Grünes“. (Ah, ich werde einen Apfel essen.) Manchmal antwortet es einem jedoch überhaupt nicht hilfreich. Mit Antworten wie: „Frage deine Mutter“, „Zähle bis zehn und schlage eine neue Seite auf“, „Du weißt es im tiefen Inneren selber“ oder „Schlafe noch mal eine Nacht drüber“ ist einem im akuten Fall auch nicht wirklich gedient. Was also machen? Hilft nichts, man muss sich selber entscheiden.