Archiv von Juni, 2011

Die Fifa Frauen-Weltmeisterschaft beginnt

Olé nities,

während ich letzte Woche von meinen aktiven sportlichen Erlebnissen berichtet habe, befinde ich mich jetzt in der Position der passiven Beobachterin:
Überall wehen wieder Länderflaggen und Wimpel, sollen Solidarität mit den Spielerinnen der gerade begonnenen Fußball WM ausdrücken. Sie wehen von Balkonen, an Autos, über den Straßen und an Laternen. Bäckereien kramen ihre Fußballförmchen aus, backen Fußballbrote und Brötchen, Torten und Stückchen. Geschäfte schmücken ihre Läden in schwarz-rot-gold oder mit Fußbällen, geben WM-Rabatt und bald werden auch die Vuvuzelas wieder nervig ertönen.

Stop, irgendwas stimmt hier nicht ganz, stellt Ihr fest. Bevor ihr gleich zurecht kritisiert, ganz so wie beschrieben ist es mit dem Rummel um die Damen wirklich nicht, höchstens in Frankfurt am Main, der Hochburg des Frauenfußballs. Dort ist wirklich was los. Eröffnet wurde die WM bereits am Vortag mit einer gigantischen Lichter- und Feuerwerksshow, dem “Ballzauber”. Doch im Allgemeinen genießen die Herren immer noch eine weitaus größere Beachtung in diesem Sport. Dabei wird das Turnier der Frauen bereits seit 1991 ausgetragen. Erst langsam akzeptieren wir auch die Damen und es wird Geld in Werbung gesteckt.

So begegnet einem derzeit beispielsweise auf der Frankfurter Zeil eine überlebensgroße Birgit Prinz Statur (siehe Bild). Zum ersten Mal kann man seine Fußball-Heldinnen auch als Panini-Sammelbilder erwerben. Eine solche Promotion schafft Aufmerksamkeit, zieht natürlich an. Ich muss sagen, es freut mich und ich hoffe, dass der Frauenfußball ab jetzt stetig mehr Anerkennung genießen wird. Revolutioniert sich hier sogar etwas?

Zeit, sich etwas Grundwissen anzuschaffen. Folgende 10 Punkte sollte man daher wissen:

1. Die deutschen Fußballfrauen belegen in der Weltrangliste hinter den USA den zweiten Platz, die Männer hingegen nur den Vierten.

2. Mit 14 Toren bei vier Turnieren ist die Deutsche Birgit Prinz die erfolgreichste WM-Torschützin.

3. Die Deutsche Nadine Angerer ist die erfolgreichste Torhüterin in der noch recht jungen Geschichte der Frauen-Weltmeisterschaft.

4. Bundestrainerin der Nationalmannschaft der Frauen ist seit Juli 2005 Silvia Neid. Sie ist ehemalige deutsche Fußballspielerin.

5. Die Spiele werden in folgenden Städten ausgetragen: Berlin, Mönchengladbach, Sinsheim, Wolfsburg, Augsburg, Bochum, Dresden, Leverkusen und natürlich Frankfurt, dem Herz des Frauenfußballs.

6. Zwischen dem 26. Juni und 17. Juli werden 16 Mannschaften in vier Gruppen gegeneinander antreten.

7. Dem Weltmeister winkt der 45 Zentimeter große Pokal in Form einer Spirale, auf deren Spitze ein Fußball thront. Der Pokal der Damen ist 10 Zentimeter größer als der der Herren und hat einen Originalwert von 30 000 US-Dollar.

8. Folgende Länder sind dabei:
Gruppe A: Deutschland, Kanada, Nigeria, Frankreich
Gruppe B: Japan, Neuseeland, Mexiko, England
Gruppe C: USA, Nordkorea, Kolumbien, Schweden
Gruppe D: Brasilien, Australien, Norwegen, Äquatorialguinea

9. Diese Spielerinnen sind dabei:
Tor: Nadine Angerer (1.FFC Frankfurt), Ursula Holl (FCR Duisburg), Almuth Schult (Magdeburger FFC/künftig SC Bad Neuenahr); Abwehr: Saskia Bartusiak (1.FFC Frankfurt), Linda Bresonik (VfL Wolfsburg), Verena Faißt (VfL Wolfsburg), Lena Goeßling (SC 07 Bad Neuenahr/VfL Wolfsburg), Annike Krahn (FCR Duisburg), Babett Peter (Turbine Potsdam), Bianca Schmidt (Turbine Potsdam); Mittelfeld: Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam/1. FFC Frankfurt), Melanie Behringer (1.FFC Frankfurt), Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt), Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt), Kim Kulig (Hamburger SV/1. FFC Frankfurt), Simone Laudehr (FCR Duisburg), Celia Okoyino da Mbabi (SC Bad Neuenahr); Angriff: Inka Grings (FCR Duisburg), Martina Müller (VfL Wolfsburg), Alexandra Popp (FCR Duisburg), Birgit Prinz ( 1. FFC Frankfurt)

10. Und das passiert in Frankfurt:
Donnerstag, 30. Juni (20.45 Uhr) Vorrunde Gruppe A: Deutschland – Nigeria
Mittwoch 6.7. (18 Uhr): Vorrunde Gruppe D: Äquatorialguinea – Brasilien
Mittwoch 13.7. (20:45 Uhr): 1. Halbfinale
Sonntag 17.7. (20:45 Uhr): Finale

Wenn das nicht einlädt, sich zusammen mit anderen zum Public Viewing zu verabreden (Tipp: Fanmeile am Mainufer in Frankfurt) oder sich in Klubs, Kneipen oder bei Freunden zum Mitfiebern zu treffen. Also ich freue mich drauf! :-)

Eure Katja

Mein erster J.P. Morgan Corporate Challenge Lauf

Hallo nities,

am 15. Juni fand in Frankfurt am Main wieder der legendäre J.P. Morgan Corporate Challenge Lauf statt und ich war mit dabei – zum ersten Mal.

Meine Firma schickte schon sehr früh eine E-Mail rum und ich meldete mich postwendend an. Schon immer wollte ich bei dem Firmenlauf mitmachen, auch wenn ich vollkommen untrainiert bin und nicht sicher war, ob ich überhaupt ankommen würde. Jetzt hatte ich die Gelegenheit und auch noch einen Monat Zeit zu trainieren – dachte ich. So wollte ich in den verbleibenden vier Wochen bis zum Event mindestens jeden zweiten Tag laufen – plante ich. Normalerweise verärgert mich so eine Massenveranstaltung, da viele Straßen gesperrt werden und solch ein Chaos herrscht. Wenn man jedoch aktiv mitmacht, nimmt man das Drumherum immer ganz anders wahr – lernte ich.

Die Idee schwappte übrigens erst 1993 von New York nach Deutschland rüber. Das damals drittgrößte amerikanische Finanzinstitut lud Mitarbeiter von anderen Firmen zum gemeinsamen Laufen über 5,6 Kilometer ein. Die Leute sollten einmal etwas anderes tun, als am Schreibtisch zu sitzen oder sich in Biergärten zu treffen. Sie sollten aktiv als Team etwas gemeinsam machen. Einmal vom Laufvirus infiziert oder angesteckt worden und sich immer weiter ausbreitend, findet der Lauf mit begeisteter Resonanz nun jedes Jahr statt. Dabei gilt immer ein anderes Motto, beispielsweise ein „Lauf für mehr Zeit“, „Lauf gegen Krebs“ oder unter dem aktuellen Motto „Jogging gegen Mobbing“.

Mit Mühe hat das hiesige Organisationsteam damals 527 Starter aus 57 Firmen für die Idee begeistern können. Zum 19. Chase Lauf am 15. Juni 2011 befanden sich 68.454 Läuferinnen und Läufer aus 2742 Firmen im Rennen. Mittlerweile gibt es aufgrund der Menge sogar zwei Startpositionen. Auch reichte der einstige Treffpunkt am Römerberg bald nicht mehr aus und wurde auf den Opernplatz verlagert. Soviel zur Geschichte.

Unsere Läufer-Shirts mit dem rückseitigen Firmenlogo bekamen wir am Tag des Laufs in unsere Postfächer gelegt, was lustig ausgesehen hat.

Unser Firmen-Team traf sich eine Stunde vor dem offiziellen Beginn vor der Firma zu einem Gruppenfoto. So jubelten 21 motivierte Läufer in einheitlichem T-Shirt mit angenadelter fünfstelliger Läufernummer in die Kamera. Gemeinsam liefen wir anschließend erst einmal ganz gemächlich zum Startpunkt Süd. Dort angekommen herrschte eine gute Stimmung und wie erwartet war es voll. Das befürchtete Gedränge blieb jedoch aus. Ich schaute mich suchend nach einem Getränkestand um, doch fand nichts. Hatte ich auf dem Plan nicht irgendwas von mehreren Vorverpflegungspunkten gelesen? Mein Mund war trocken, dabei hatte der Lauf noch nicht mal begonnen.


Vom Startschuss um 19:30 Uhr bekam man kaum etwas mit. Da ich keine Uhr bei mir trug, konnte ich nur schätzen, dass wir kurz vor 20 Uhr durch die Startlinie liefen. Zuerst konnte ich noch mithalten, doch dann verlor ich sämtliche gleich aussehende T-Shirt-Träger in der Menge aus den Augen. Ich hielt mich am Rand und kam anfangs auch ganz gut mit. Irgendwann bekam ich, trotz gleichmäßiger Atmung, Seitenstechen und meine Beine wurden lahm. Ich hätte vorher vielleicht doch mal trainieren sollen, denn das habe ich natürlich nicht. Zwischen Vorsätzen und deren Ausführung gibt es mitunter ganz gewaltige Unterschiede. Dass ich besser mal hätte trainieren sollen, das gab mir dann auch noch ein vorbeiziehender Läufer zu verstehen, indem er mir böse zurief: „Entweder richtig oder gar nicht“. Manche nehmen den Lauf und vor allem ihre Laufzeit eben ernster als das Motto und der Sinn, der dahinter steckt. Läufer sind eben irgendwie doch eigen und ein Völkchen für sich. ;-)

Irgendwann kam ich bei der Deutschen Bank vorbei, die bereits Tische aufgebaut hatten, der Duft von frisch Gegrilltem herüberwehte und vor allem Getränke gab es dort: WASSER! Was habe ich mich gesehnt nach Wasser. Ich trabte noch etwas langsamer und entdeckte, was ich gesucht hatte: eine Freundin!
So entschied ich mich für einen kleinen Boxenstopp und zu einem Plausch unter Freunden, bei dem ich nebenbei meinen Flüssigkeitsverlust ausgleichen konnte. Meine verlorene Laufzeit war mir schnurz. Ich hatte ja nicht mal meine Startzeit im Kopf, also nutzte mir auch die bevorstehende Bekanntgabe der Ankunftszeit nichts. Nach ein paar Minuten lief ich weiter. Irgendwann verdichteten sich die Straßen, und da man nur noch vor sich herstolpern konnte, fragte ich einen am Rande herumstehenden Typen, wie weit es denn noch sei. „Dahinten ist schon das Ziel“, rief er mir zu. Das motivierte mich zu einem flotten Entspurt. Schließlich wollte ich nicht pustend durch die Kameras laufen. „Weiter laufen, weiter laufen“, riefen die Helfer den Teilnehmern zu, welche gleich nach der Ziellinie stehen blieben und den Weg versperrten. So lief auch ich weiter und weiter und weiter.
Nach paar Metern ging ich in einen Spazierschritt über, einfach der Masse hinterher, welche zum Opernplatz lief. Die Ziellinie lag bereits beträchtliche Meter hinter mir. Hatte meine Firma nicht verlauten lassen, das wir uns am Ziel treffen, fiel mir ein? Ups, ja, so war es. Da ich aber alles sehen wollte und nichts verpassen, lief ich einfach der Mehrheit hinterher, um zu sehen, was es sonst noch so gibt. Ich kam an einer meterlangen Tischreihe vorbei, wo es isotonische Getränke gab. Ausgetrocknet, wie ich war, nahm ich mir eine Plastikflasche mit. Nach wenigen Metern folgte noch so eine lange Tischreihe mit Bergen von Bananen. Tausend und Abertausend von Bananen lagen dort. Auch hier bediente ich mich dankbar. Bei dem Anblick bereute ich es, keine Fotokamera dabei gehabt zu haben. Das war ein Bild!

Am Opernplatz wurden gerade die schnellsten Läufer geehrt. Ein junger Mann kam bereits nach 16:34 Minuten im Ziel an. Wie er das geschafft hat? Überall waren Tische und Partyzelte aufgebaut. Kurz darauf fing es zu regnen an und so spazierte ich zurück zum Stand meiner Firma, was leider weitere 30 Minuten Fußmarsch bedeutete. Natürlich dachten alle, ich hätte mich jetzt erst durchs Ziel geschleppt. Ich scherzte, dass ich ohne Navi eben nichts finde. Für meine Orientierungslosigkeit bin ich sowieso bekannt. Dennoch verpasste ich nicht das leckere Essen, denn das wurde gerade bei meinem Eintreffen serviert. So bin auch ich meine ganz persönlich perfekte Zeit gelaufen: Pünktlich zum Essen da! ;-)

Als Andenken an den Lauf gab es vom Veranstalter einen sogenannten Finisherbeutel mit einem T-Shirt, Handcreme, Traubenzucker und weiterer Werbung drin. Mein persönliches Andenken war noch lange der schlimme Muskelkater in den Hüften. Hätte ich doch mal etwas trainiert, sagte ich mir immer wieder. Aber es war spannend, dabei gewesen zu sein. Auch ist es schön, dass so viele Firmen überhaupt an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Hintergrund dabei ist ja, das interne Klima zu verbessern und Teamarbeit zu fördern, selbst wenn es am Tag danach für viele meist wieder in den Alltagstrott übergeht.

Eure Katja

Nur ein paar Minuten täglich …

Liebe nities,

„Sie müssen diese Übung nur ein paar Minuten täglich machen“, sagte neulich meine Logopädin zu mir, „und Sie werden auf Dauer weniger heiser sein.“ Nur ein paar Minuten dachte ich. Das habe ich neulich doch schon mal irgendwo gehört? Ach ja, nur ein paar Minuten täglich sollte ich für eine gewisse Zeit eine bestimmte gymnastische Übung machen, um meinen verstauchten Fuß wieder fit zu bekommen, eine Anweisung meines Orthopäden.
Wenn ich mal so überlege, was ich alles „nur ein paar Minuten“ machen soll, dann wird es mir schnell wie “fünf vor zwölf” vorkommen, nämlich so, dass ich mich gehetzt fühlen.

Tick tack, tick tack, die Zeit läuft …
Der Gedanke an die „nur ein paar Minuten“ fängt ja schon früh morgens an. Als Empfehlung gelten drei Minuten, um sich die Zähne zu putzen, mindestens. Das dann Mal zwei oder besser gleich Mal drei, ergibt 9 Minuten oder länger, denn die Vorbereitung gehört ja auch dazu. Soweit zu den ärztlichen Anweisungen, die das Zeitkonto steuern. Waschen muss man sich auch noch und Frauen brauchen bekanntlich ziemlich lange im Bad. So auch ich, und eine weitere halbe Stunde ist schnell rum.

Nicht zu vergessen, vom Zeitkonto abzuziehen, das ist die Fahrt zur Arbeitsstelle. Manche legen dabei einen beachtlichen Weg zurück, ich zum Glück „nur ein paar Minuten“ (außer, wenn ich mal wieder nach einem Parkplatz suchen muss, dann sind es gefühlte Stunden).
Irgendwann im Laufe des Tages schneit vielleicht ein Kollege vorbei, der um ein paar Minuten meiner Zeit für eine Firmen-Umfrage bittet. Nett, wie ich bin, gestattete ich ihm, sie mir zu stellen. Schließlich macht er ja auch nur seine Arbeit. So vergeht die Zeit und irgendwann meldet sich mein Magen mit einem unüberhörbaren Knurren: Mittagszeit. Da ich mich auf der Arbeit befinde und noch immer ein Stapel Ungetanes vor mir ruht und einzustauben droht, entscheide ich mich für die Mittagsmahlzeit zu einer 5-Minuten-Terrine. Die braucht ja nur fünf Minuten. Prima! Gut, dass jemand so einen schnellen Energielieferanten für die menschlichen Rädchen der hektischen Arbeitswelt erfunden hat, denke ich. (Von Geschmack, Nährwert und Vitaminen reden wir hier mal nicht.) Schnell noch zur Kaffeemaschine umdrehen und einen Espresso ziehen, macht eine weitere Minute.

Am Nachmittag muss ich auf einen Termin außer Haus. Auch da höre ich, es würde nur ein paar Minuten dauern. Letztlich dauerte es zwei Stunden …
Es ist kurz vor Feierabend – der Berg an Arbeit auf meinem Schreibtisch hat sich durchaus etwas verringert – kommt überraschend noch ein Kunde rein. „Nur ein Stündchen“, sagt er. Wenigstens ist er ehrlich und lockt nicht mit „paar Minuten“. Doch auch diese Stunde ist rasch um.

Am Feierabend gerate ich natürlich direkt in den Berufsverkehr und brauche die doppelte Zeit. Auf dem Weg fällt mir ein, dass ich unbedingt noch ein paar Dinge einkaufen muss, und fahre noch schnell im Supermarkt vorbei. Mit meinen sieben Sachen stelle ich mich an der Kasse an, die natürlich voll ist. Weiter hinten in der Schlange einer anderen Kasse beschwert sich ein älterer Herr ganz aufgeregt, warum das denn wieder so lange dauert und ob man nicht noch eine vierte Kasse aufmachen könne. „Heutzutage hat doch keiner mehr Zeit“, kontert die Frau vor ihm. Eine andere Kundin meldet sich zu Wort und meint: „Also die paar Minuten können Sie doch wohl warten!“ Ich muss stillschweigend schmunzeln. Wo habe ich den Ausdruck heute nicht auch schon überall gehört?
;-)

Eure Katja

PS: Noch ein Video zum Thema gefällig: http://www.youtube.com/watch?v=qIvh8ngaBN4

In eine Abofalle getappt

Es ist mitunter ziemlich unübersichtlich im Netz und passiert daher unbewusst. Man surft ein bisschen herum, klickt hier, klickt da und irgendwann bekommt man eine Mail mit einer satten Zahlungsaufforderung. Dazu muss man gar nicht mal zu viel angegeben haben, eine E-Mail-Adresse, die man heutzutage bei vielen Aktionen standardmäßig eingeben muss, reicht. Leicht sagt es sich, man sollte im Internet immer vorsichtig sein. Doch auch die Fallensteller bilden sich fort, arbeiten mit immer dreisteren Mitteln. Was also tun, wenn man eine Zahlungsaufforderung bekommt?


Zuerst einmal Ruhe bewahren. Viele Betrüger versuchen es einfach nur, haben aber keine Chance, wenn es hart auf hart kommen sollte. Angenommen, man ist auf einer Internetseite gelandet, hat sogar tatsächlich die E-Mail-Adresse hinterlassen und bekommt eine Mail mit einem Link, den man anklicken, also bestätigen soll. Spätestens da ist Vorsicht geboten. Durch Anklicken bestätigt man, dass unter dieser E-Mail-Adresse jemand zu Hause ist. Also vorsichtig sein, wenn man nicht ganz genau weiß, ob die Sache wirklich seriös und unbedenklich ist. Manchmal jedoch kann man auch unwissend aufgrund eines Tippfehlers in eine Abofalle geraten. Beispielsweise wenn man statt “Facebook” versehentlich “Faacebook” eintippt. Siehe auch folgenden Artikel: http://computer.t-online.de/abofalle-will-facebook-nutzer-hereinlegen/id_44450994/index

Einige Hilfeforen raten dazu, aufgrund einer Zahlungsaufforderung auch erstmal einfach nicht zu reagieren. Gerade deswegen, weil diese Kleingauner es einfach nur versuchen, aber wissen, dass sie eigentlich im Unrecht sind, können sie einem rechtlich meist nichts anhaben. Manche Menschen lassen sich jedoch davon einschüchtern und zahlen prompt. Das sollte man unter keinen Umständen tun. Nicht drauf eingehen.
Sollten weiterhin Mahnungen eingehen: Es haben bereits Dutzende Gerichte entschieden, dass man einen untergeschobenen Vertrag nicht zahlen muss. Hier ein paar Seiten, wo Ihr Hilfe findet:

http://www.computerbetrug.de/abzocke-im-internet/abofallen-im-internet-das-muessen-sie-wissen/

http://www.computerbetrug.de/nachrichten/newsdetails/justizministerium-abo-fallen-im-internet-nicht-bezahlen-100118/

http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/Abofallen-im-Internet-Niemand-muss-zahlen-4149024-4149029/