Archiv von Januar, 2011

Anonymität macht mutig

Hallo nities,

ob Ihr geduzt oder gesiezt werden wollt ist euch anscheinend nicht so wichtig, oder? Ich habe mir letzte Woche eine hitzige Diskussionsrunde erhofft. ;-) Falls euch doch noch etwas dazu einfällt, lasset es uns wissen. Ich würde nämlich zu gerne wissen, ob ihr Fremde duzt oder siezt.

Heute geht es um ein negatives Resultat, welches aufgrund von Anonymität entstehen kann.
Vergangene Woche machte die „Frankfurter Neue Presse“ mehrmals auf das Thema Mobbing an Schulen aufmerksam:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/mobbing-an-den-schulen-der-stadt_rmn01.c.8619992.de.html

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/fieses-internetmobbing_rmn01.c.8623250.de.html

Durch das Internet geht es heute nicht mehr nur um Zettelchen mit bösen Sprüchen, die in Schulklassen über Außenseiter in Umlauf gebracht werden. Es geht auch nicht mehr um einen gemeinen Spruch an der Tafel oder Geflüster in den Pausen. Jetzt wird in größerem Umfang in Internet gemobbt, anonym.

Zusammengefasst geht es in den Artikeln der Tageszeitung darum, dass gewisse Internetseiten von Schulen leider nicht durch pfiffige Berichte oder herausragenden Ideen auffallen. Vielmehr werden die Foren dazu genutzt, sich über Mitschüler und Lehrer lustig zu machen, sie übel zu beschimpfen oder systematisch zu mobben. So wird über eine Gymnasiastin berichtet, welche zum Opfer wurde. Oftmals entsprechen die Geschädigten nicht der klassischen Norm der Mehrheit, haben etwas Auffallendes an sich, sind vielleicht tatsächlich auch etwas unbeliebt in einer Gruppe Klassenkameraden oder werden aus Neid und Missgunst angegriffen. Ein unbedeutendes Ereignis genügt, um eine Lawine auszulösen, dessen Umfang sich der Urheber vielleicht sogar gar nicht bewusst ist. Vielleicht wollte man die Person anfangs einfach nur etwas ärgern. Doch schnell finden andere Gefallen dran, irgendwo ablästern zu können, antworten auf einen Kommentar und ein Mobbing-Virus breitet sich aus. Der Betroffene kann vielleicht selber nicht fassen, wieso nun scheinbar alle über ihn herziehen. Doch der Tratsch und die Folgen sind nicht mehr aufzuhalten.

So was gibt es selbstverständlich nicht nur an Schulen. Auf vielen Internetseiten kann man sich anonym zu einem Thema äußern. Das macht die Leute, die sich vielleicht sonst nicht trauen, öffentlich den Mund aufzumachen, natürlich stark. Auf seriösen Netzwerken wird ein Kommentar vor Veröffentlichung geprüft, ob er von beleidigendem Inhalt ist. Das muss auch so sein. Wir prüfen das auch. Genauso, wie wir nicht jeden Pinnwandeintrag ungeprüft veröffentlichen können. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf das sich einige Menschen zu beziehen versuchen, ist schlichtweg falsch. Höflichkeit gilt immer noch und das Recht, anderen zu schaden, hat niemand. Auch im Netz kann und sollte man sich nicht alles erlauben. So kam es im Artikel über die Schülerin so weit, dass sie keinen Ausweg mehr sah, als die Schule zu wechseln. Man muss sich mal in ihre Situation versetzen, nicht zu wissen, wer für die vernichtenden Einträge verantwortlich ist. Dabei kann es jeden treffen. Auf einmal ist man selber durch irgendwas zur Zielscheibe geworden. Man sollte sich wirklich genau überlegen, was man schreibt. Jedoch scheinen das einige Menschen nicht zu beherrschen und manche wollen den anderen ja auch bewusst schaden.

Wenn ein NIT-User beispielsweise anonym seinen Frust über andere User oder mögliche unschöne Erlebnisse auf die Pinnwand schreiben möchte, um sich Luft zu verschaffen, so können wir ihm nicht helfen. Der Eintrag würde zensiert werden, also nicht erscheinen, aber da der Eintrag anonym verfasst wurde, können wir ihm inoffiziell keine Lösungsvorschläge bieten, wie er sein Problem lösen könnte. Es gibt einen Support, welcher sachkundig bei allen Fragen rund ums Thema beizustehen versucht, aber dazu brauchen wir mindestens eine gültige E-Mail-Adresse, um überhaupt helfen zu können. Daran sieht man, einige Menschen scheinen keine Lösung zu suchen, möchten nur den Frust loswerden, natürlich anonym.

Geht es, wie aktuell, nur um die Bewertungen der Handlungen eines simplen Medienspielchens wie das Dschungelcamp, so überschwemmen entsprechende Kommentare bezüglich der Artikel der jeweiligen Internetseiten die Foren. Die Antworten finden auf gleichem intellektuellem Level statt, wie das Thema selbst. Das soll in dem Fall aber so sein. Schließlich stellten sich die Teilnehmer selber dafür zur Verfügung und wussten, was auf sie zukommt. Umso mehr drüber geredet wird, umso erfolgreicher die Sendung – Masse, statt Klasse. Dabei werden Kommentare, egal ob anonym oder mit Namen, gern gesehen.

Hier bei NIT dürft ihr euch selbstverständlich auch Nicknamen angeben, Hauptsache, ihr versteckt euch spätestens bei einem persönlichen Treffen nicht hinter einem Pseudonym. Freundschaft besteht nämlich aus Vertrauen.

Seid ihr auch schon mal im Internet beleidigt oder gemobbt worden? Wie hat sich die Sache aufgelöst und wusstet ihr, wer dahinter steckte? Nun dürft auch ihr eure Meinung dazu äußern, sogar anonym. Doch bitte denkt dran, die üblichen Regeln zu beachten.  ;-)

Mit nicht-anonymen Grüßen
Eure Katja

Sie dürfen mich auch siezen

Verehrte nities,

wie haben Sie das Wochenende verbracht? Haben Sie ein paar Leute kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft? Sind Sie vielleicht gar tanzen gewesen? Ich danke Ihnen übrigens auch sehr für die netten Beiträge, die Sie mir diesbezüglich haben zukommen lassen.

Was soll der Quatsch denn jetzt, fragt ihr euch? Wieso siezt sie uns auf einmal? Klingt komisch und fremd in dem Fall, oder? Drum soll das Sie und Du in der Anrede heute mal mein Thema sein:

Im digitalen Zeitalter scheint es schon normal zu sein, dass man geduzt wird und selber duzt. Wir sind fast alle Mitglieder in irgendeinem virtuellen Netzwerk, erhalten dort Einblick in private Fotoalben und Informationen über Mitmenschen, die sich „Freunde“ nennen. Sogar über Freundes Freunde, die wir teilweise nicht mal kennen, können wir uns informieren. Das vermittelt Kameradschaft. Laufen wir irgendwann mal einem solchen Freund über den Weg, der sich richtiger vielleicht besser „Kontakt“ nennen sollte, stehen wir oft da und sind unsicher, wie wir unser Gegenüber ansprechen sollen. In der Tat wissen wir bereits einiges über die Person, haben sie sogar auf Partyfotos gesehen, kennen ihre Vorlieben und sie die unseren. Gibt dies uns das Recht zu duzen? Klingt die Sie-Form vielleicht zu distanziert? Werden wir siezend möglicherweise als Langweiler abgestempelt? Aber gleich Du zu sagen, das trauen wir uns auch nicht. Schließlich wurden wir zur Höflichkeit erzogen. Was nun?
Bis man sicher ist, könnte man sich geschickt um beide Formen herummogeln, indem man sie rhetorisch übergeht.


Ich denke, in Geschäften sollte der Verkäufer den Kunden siezen und umgekehrt auch. Das ist respektvoller. Es gibt Läden, in denen die Verkäufer die Kunden duzen, um damit eine vertrauensvolle, kumpelhafte Atmosphäre zu schaffen. Je nachdem, was für ein Geschäft das ist, kann es auch vorteilhaft sein, um die Ware an den Mann zu bringen. In Hamburg auf dem Fischmarkt ist dies unter den Marktschreiern sogar üblich. Ich bin jedoch auch schon in Geschäften gewesen, in denen ich vom Verkäufer lässig Kaugummi kauend per du angesprochen wurde. „Hallo, kann ich dir helfen? Was brauchst du?“ Ich sag euch, ich war schneller wieder draußen, als ich den Weg rein gefunden hatte. Bin ich denn ein Schulmädchen? In einer Bar hingegen scheint das Du weit verbreitet zu sein. Gut, da lasse ich es mir schon eher gefallen. Ein Teil von mir fühlt sich zwar nicht altersgemäß angesprochen, zumal die Bedienung um einiges jünger zu sein scheint. Der andere Teil denkt sich, er lässt die Fünf gerade sein, es gibt schlimmere Dinge, als sich zu ärgern. In der zweiten, dritten Kneipe fühlt sich das Du sogar schon gut an, so vertraut.

Manchmal werden bestimmte Anredeformen sogar als Beleidigung eingesetzt, und zwar beide Formen:
Ein Du kann, auf unterschiedliche Weise, als herablassende Unhöflichkeit eingesetzt werden. So ist es auch verboten, Amtsträger wie beispielsweise Polizisten zu duzen. Laut Knigge wird so vorgegangen, dass der Ranghöhere oder Ältere das Du anbietet, umgekehrt gilt es als unhöflich und respektlos.
Das Sie kann ebenfalls als Beleidigung eingesetzt werden, um eine Person gezielt aus einem bestimmten Kreis auszugrenzen.

Das Sie und Du im Alltag anhand eines Beispiels.
Ich habe einmal mitbekommen, wie eine Kundin einen Verkäufer in einer Bäckerei geduzt hat. „Was kriegst du denn dafür?“, hatte die Kundin gefragt. Daraufhin fragte der verärgerte Verkäufer die Dame: „Sagen Sie mal, sehe ich aus wie sechzehn, dass Sie mich duzen?“ Die Dame wirkte erstaunt und entschuldigte sich mit den Worten „sie mache das immer so“.
Dürfen wir jeden duzen, weil wir es immer so machen? Manche Menschen trauen sich auch einfach nicht, einer unkorrekte Anrede zu widersprechen. Die Antwort der Dame im Beispiel hätte auch anders ausfallen können, denn die Kundin hätte einen arroganten Eindruck vom Verkäufer erhalten können. Im schlimmsten Fall hätte die Dame, die den Verkäufer geduzt hat, sich wegen seines Hinweises beschweren und vom Ladeninhaber sogar recht bekommen können, da der Kunde ja König ist. Muss man sich denn in der Position eines Dienstleistenden vom Kunden alles gefallen lassen?
In vielen Ländern hat man das Problem der Anrede ja erst gar nicht, da es nur das Du gibt.

Also ich denke, Siezen ist im Zweifel immer noch die höflichste Form. In einer NIT-Gruppe siezt man sich natürlich nicht. Oder habt ihr schon mal einen Pinnwandeintrag gelesen, der in der Sie-Form verfasst wurde: Hätten Sie Lust, heute mit mir ins Theater zu gehen?
Klingt nach einer Anzeige aus einer Seniorenzeitschrift, nicht wahr? ;-)
Also das Sie klingt im Freizeitbereich schon etwas fremdartig. Selbst in der Volkshochschule, die ich dem Freizeitbereich zuordnen würde, wird meist geduzt. Allerdings fragt die Kursleiterin oder der Kursleiter vorher, ob es in Ordnung sei, zu duzen.

So bin ich schon bei meinem ersten Blog für euch zum Entschluss gekommen, euch bei NIT zu duzen. Irgendwie passt es gar nicht, wenn ich sieze, womit ihr mir aufgrund der seltsam klingenden Einleitung vielleicht beipflichten werdet. Deswegen, so denke ich, bleiben wir hier bei new-in-town beim persönlichen Du. Was meint ihr?  ;-)

Eure Katja

Meine ersten Tanzschritte über NIT

Servus nities,

Tanzen müsste man können, dachte ich vor noch nicht allzu langer Zeit. Tanzen ist toll. Es sieht gut aus, sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Man bekommt ein gutes Körpergefühl, heißt es, glücklich machen soll es auch und es verbindet. Ich stellte mir berühmte Traumtänzer wie Patrick Swayze in Dirty Dancing oder und John Travolta in Saturday Night Fever vor. Vielleicht begegnete ich in meinen Tanzstunden auch so einem Mann? Reizvoll. Also nichts wie los!  ;-)

Voller Vorfreude schaute ich mich in meiner Gegend nach Tanzschulen um. Wie sollte ich jedoch wissen, welche die beste für mich war? Nach welchen Kriterien gehe ich überhaupt bei der Suche vor? Muss ich bereits einen Tanzpartner mitbringen oder bekomme ich dort einen vorgesetzt? Fragen über Fragen, die ich vorher zu klären hatte.

Zuerst einmal suchte ich mir im Internet Tanzschulen in meiner Nähe heraus. Mithilfe von Qype und anderen Bewertungsportalen schaute ich, was die jeweiligen Tanzschulen für einen Ruf hatten, was über sie geschrieben wurde. Die Seiten der Tanzschulen selber stießen bei mir natürlich auf nicht wesentlicheres Interesse. Wann finden die Kurse statt, wie oft und vor allem wo und in welcher Altersklasse? Ein weiterer wichtiger Punkt war natürlich der Preis. Die teuersten Lehrorte sind nicht gleichfalls die besten.

Auch auf der Pinnwand von NIT fand ich einige Anzeigen, die auf ähnliche Wünsche hindeuteten. Eine „Schatzi_81“ inserierte:
„Hallo zusammen. Wer hätte Lust auf einen Salsa-Anfängerkurs?
Habe bereits Tanzerfahrung, jedoch nur in Standard-und Latinotänzen, ist aber auch schon paar Jahre her. Wollte am Montag mal in der Tanzschule vorbeischauen, dort hat bereits ein Anfängerkurs begonnen. Man kann jedoch jederzeit dazustoßen.
Um nicht auf Aushilfs-Tanzpartner angewiesen zu sein, würde ich mich freuen, wenn ein netter Herr bis 40 Jahren mitkommen würde. Ich bin ca. 1.65m, normale Figur und furchtbar neugierig, wer sich meldet!!! Also dann bis Montag! Schatzi_81“

Auch Anzeigen von Herren gab es. Ein „salsa_73“ beispielsweise postete:
„Ich suche für meinen Standardkurs (Fortgeschrittener) eine neue Tanzpartnerin, da meine Noch-Tanzpartnerin aufgrund anderer Tanzkurse keine Zeit mehr hat. Ich möchte aber unbedingt den Folgekurs im Februar machen, da mir das Tanzen großen Spaß macht!
Wo?: in der Tanzschule Schwingefuß
Wann?: jeden Sonntag
Uhrzeit: 18:00-19:30 Uhr
Wenn Du zuverlässig, an mehreren Tanzkursen interessiert und schwungvoll bist, so freue ich mich von Dir zu hören.
Da ich selbst nicht klein bin, solltest Du mind. 1,80 m groß sein.
Gewünschtes Alter: 26-39 Jahre.
Grundkenntnisse oder leicht fortgeschritten wäre toll. Auch fände ich es klasse, wenn man zwischendurch in diversen Tanzschulen tanzen geht, um das Erlernte zu festigen. Natürlich möchte ich viel lernen und Fortschritte machen, bei mir steht aber vor allem Schwung und Spaß im Vordergrund. Wir können uns gerne zum kennenlernen und Probetanz vorher verabreden.“

Viele Anzeigen, die ich so las, betrafen eher den Salsatanz. Ich hingegen wollte lieber einen Kurs für Standardtänze besuchen, als südamerikanisch meine Hüften zu schwingen und war dabei blutiger Anfänger.
Nachdem ich mir in meinem Wohnort eine Tanzschule herausgesucht hatte, die Zeiten und das Finanzielle stimmten, brauchte ich nur noch einen Tanzpartner. Wie „Schatzi_81“ bereits festgestellt hatte, wollte auch ich einen festen Tanzpartner haben. Mir graute es davor, die vielleicht einzige Tänzerin zu sein, die ohne festen Partner dasteht. So was hatte ich früher in der Schule im Sportunterricht, ich war nicht gerade eine Sportskanone, allzu oft erlebt. Über NIT wollten jedoch alle anderen in meiner Nähe nur den Salsatanz erlernen. So gab ich mal wieder selber eine Annonce auf:
„Hallo Leute. Warum immer nur Salsa? Hat jemand Lust, Standardtänze zu lernen? Ich möchte sonntagabends einen Grundkurs besuchen und könnte noch einen zuverlässigen Tanzpartner gebrauchen, der zwischen 175 und 180 cm misst.“

Ich wartete: keiner meldetet sich.
Komisch?
Ich wartete weiter.
Nicht passierte.
Warum nur?
Ich wartete noch ein wenig …
und gab auf!
Mist, warum meldet sich niemand?
Gerade als ich die Anzeige wieder löschen wollte, flatterte eine Antwort herein. Anscheinend wieder ein Salsafan, wie ich dem Nicknamen entnahm. „salsa_around_the world_2010“. Ich ahnte, was kommt. Richtig, er wollte auch nur wieder Salsa tanzen und fragte mich, ob ich nicht mit ihm einen solchen Kurs machen wollte. Warum tanzen hier so viele Salsa, fragte ich ihn.
Na ja, weil es jeder tut, lautete seine Antwort. Das sei in Mode.
Da ich noch nie getan habe, was gerade jeder tut, kam „salsa_around_the_world_2010“ auch nicht infrage. Letztlich meldete ich mich doch zu einem Singlekurs an, wo man seine Tanzpartner untereinander tauscht. Für den Anfang, um ein wenig zu lernen, war das nicht weiter tragisch.
In der ersten Stunde stellten wir uns alle gegenüber auf, Männlein wie Weiblein. Glücklicherweise hielt sich die Anzahl Männer wie Frauen in der Waage. In meiner Jugend, ich machte auch mal einen Tanzkurs, musste ich die Schritte der Männer lernen, da es davon zu wenige gab. Gelernt habe ich nicht viel. Da ich ohnehin über zwei linke Beine verfügte, fand ich die Version, den Mann zu spielen auch nicht so toll. Jetzt bekam ich aber einen richtigen Tanzpartner, einen Mann. In der ersten Runde wurde mir Ronald zugeteilt. Einen dürren, schlaksigen Kerl weit über 190 cm. Ich reichte ihm bis zur Höhe seiner Achsel, was nicht gerade angenehm gewesen ist. Nach einigen Runden versuchte ich ständig, mich seinem durchnässten Hemd abzuwenden und konnte mich kaum mehr auf die Tanzschritte konzentrieren.
Weiter ging‘s mit Heinz-Peter, einem pubertierenden Jüngling, von dem ich mich fragte, wie er sich in die Ü30 Altersklasse eingeschmuggelt hatte. Er war kleiner als Ronald. Mein Gesicht in Nähe seiner mit Pusteln übersäten Wangen zu haben, war jedoch auch nicht so das Wahre. Dafür führte er gut, das musste man ihm lassen.
Irgendwann landete ich noch bei Nils mit den nassen Händen und Thomas mit den Trampelfüßen.

Leider sah niemand so aus wie John oder Patrick, meinen berühmten Wunschtanzpartnern. Stattdessen fand ich Kontakt zu einer Maria. Sie schaute genauso frustriert aus der Wäsche wie ich und so kamen wir ins Gespräch. Siehe da, sie hatte auch eine Anzeige bei NIT aufgegeben, die mit dem gleichen Ergebnis wie die meine endete. Sie war neu in der Stadt und wollte Leute kennenlernen. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch.
Fortan sahen Maria und ich die Tanzstunde eher locker. Das Bäumchen wechsel dich Spiel unserer Tanzpartner nach jedem erlernten Tanz nahmen wir mit Humor. Nach den Stunden gingen wir zwei stets gemeinsam was trinken und lachten über den Unterricht und unsere eigene Ungeschicktheit. Lustig fand ich, dass ich damals ja eigentlich tanzen lernen wollte und – ja, ich gebe es zu – vielleicht einen hübschen Mann zu treffen hoffte, an den ich mich beim Tanzen schmiegen kann. Maria und ich, eben auch nur Frauen, verloren ziemlich schnell das Interesse am Tanzen und brachen den Kurs vorzeitig ab. Der Erfolg hängt auch ein wenig vom richtigen Tanzpartner ab, stellten wir fest.
Letztlich gehe ich weiterhin mit zwei linken Beinen durch das Leben, hoffe, dass ich nie in die Verlegenheit komme, irgendwo zum Tanz aufgefordert zu werden. Doch auf der anderen Seite habe ich so ganz nebenbei wieder eine tolle NIT-Freundschaft geknüpft, die noch bis heute besteht.
Ist euch das auch schon Mal so ergangen? Habt ihr über NIT tanzen gelernt, ich meine so richtig? Oder ist euch zufällig durch das Tanzen etwas ganz anderes widerfahren? Vielleicht kann auch jemand die Frage beantworten, wieso die meisten Anzeigen auf der Pinnwand dem Salsatanz gewidmet sind? Diese Frage hat sich mir bis heute nicht geklärt.

Eure Katja

Bedienungsanleitung Freundschaften knüpfen

Hallo nities,

Hand aufs Herz, wer von euch ist nach knapp einer Woche seinen Neujahrsvorsätzen noch treu? Nichts ist schwieriger, als beispielsweise seine Ernährung umzustellen oder seine eingefahrenen Gewohnheiten zu ändern. Aber Veränderung ist möglich und muss ja nicht sofort passieren. Auch kleine Schritte führen ans Ziel. Oft sogar besser und langfristig erfolgreicher.

Genauso ist es bei der Freundschaftssuche. Ich möchte euch drei Tipps und Richtlinien mit auf den Weg geben, wie ihr hier leichter gute Freundschaften knüpfen könnt. Die meisten von euch gehen selbstverständlich bereits so vor, doch es gibt immer wieder nities, welche die Redaktion anschreiben, weil es eben nicht so gut klappen will. Hier ein paar Tipps, die sich bewährt haben:

1. Die Kommunikation:
Das A & O. Ich hatte dem Thema in der Vergangenheit ja bereits eigene Blogs gewidmet. Schreibt so, wie ihr auch gerne angeschrieben werden möchtet, mit Respekt. Achtet drauf, dass ihr Worte benutzt, die man nicht falsch verstehen kann. Ihr kennt den anderen ja noch nicht. Wisst nicht, wie dieser Dinge auffasst, was er bereits für Erfahrungen gemacht und erlebt hat. Wenn ihr einen Spaß macht, dann benutzt am besten einen Smiley. Nicht jeder liest in einem Satz, der lustig gemeint ist, die Pointe raus. Kennt Ihr die Sender-Empfänger Weisheit? Man lernt so was in Kommunikationsseminaren. Oft kommt etwas beim Empfänger ganz anders an, als es der Sender gemeint hat. In der direkten Kommunikation kann man sich zusätzlich mit Tonfall und Gestik ausdrücken, aber in einer geschriebenen Nachricht eben nicht. Drum meinen Tipp, einen Smiley benutzen, wenn eure Ausdruckweise nicht eindeutig ist.

2. Schreibt die Leute nicht wahllos an:
Ein weiterer Punkt, der oft zu Frust führt: Einige Mitglieder schreiben nities aufgrund ihres Profils an. Sie wohnen vielleicht in der Nähe, geben ähnliche Hobbys an oder sind euch aus anderem Grund aufgefallen. Viele User mögen es gar nicht, angeschrieben zu werden. Andere hingegen warten drauf. Sollte sich jemand also nicht melden, gehört er zur ersten Kategorie. Pocht nicht weiter drauf. Dieser User mag vielleicht eine Karteileiche sein, bereits fest in einem Freundeskreis integriert oder aktuell gar nicht auf der Suche sein. Im Zweifel meldet ihr euch besser bei Leuten, die auf der Pinnwand inseriert haben. Selbstverständlich könnt ihr auch selber aktiv werden und etwas inserieren. So sprecht ihr gezielt die Leute an, die wirklich Lust auf die Sache haben, die ihr aktuell machen möchtet, z. B. gemeinsam einen Kinofilm anschauen.

3. Zuverlässigkeit:
Immer wieder hört man von Freundschaftswilligen, das Verabredungen kurzfristig abgesagt werden oder die Person ohne Grund überhaupt nicht erscheint. Wäre NIT eine Partnerbörse, so kann der eine oder andere vielleicht vage nachvollziehen, wenn das andere Geschlecht erst einmal auf der anderen Straßenseite steht und schaut, wer da überhaupt erscheint. Aber da es hier um Freizeitgestaltung geht, manchmal auch nur für eine einmalige Sache, möchte niemand versetzt werden. Ein bis zwei Stunden sollte man sich schon Zeit nehmen, den anderen kennenzulernen. Wer weiß, vielleicht ist man nachher durchaus positiv überrascht.
Zu den Leuten, die kurzfristig absagen, möchte ich gerne sagen, dass es immer Gründe geben kann. Manche Leute bekommen kurz vorher Nervenflattern. Das ist gar nicht nötig. Anderen geht es doch auch so.
Manchmal scheint es auch so zu sein, dass man sich verabredet und einem etwas scheinbar Besseres angeboten wird. Vor lauter Angst, einen Abend alleine zu Hause verbringen zu müssen, wird sich nämlich kreuz und quer verabredet, wissend, dass man alles gar nicht wahrnehmen kann. So bleiben andere zugesagte Verabredungen kurzfristig auf der Strecke.
Auch ich kenne das von eigenen Organisationen, z. B. einen Frühstückstreff. Viele Leute kommen einfach nicht. Gibt es kein Telefon? Kann man nicht absagen oder noch besser: Kann man nicht einfach zuverlässig sein und kommen, wenn man zugesagt hat?
Selbst bei bezahlten Events von NIT aus ist es manchmal so, dass Leute einfach nicht erscheinen. Wenn ein Event-to-meet veranstaltet wird, plant man eine gewisse Anzahl von Leuten ein. Mehr kann man nicht aufnehmen. Darunter sind oft User, die nicht erscheinen. Andere, die gerne dabei gewesen wären, können nicht mitkommen, da die Plätze schon ausgebucht sind. Zuverlässigkeit ist ein wichtiger Punkt in einer Freundschaft. Und glaubt mir, auch wenn NIT durch Nicknames anonym erscheint, Unzuverlässigkeit spricht sich herum.

Wenn ihr diese Punkte einhaltet, so kann eigentlich nicht viel schief gehen, dass ihr hier viele tolle, neue und langfristige Freundschaften knüpft. Wie ist es euch denn so ergangen? Welche Tipps würdet ihr den anderen geben?

Eure Katja

Wie ihr Hautkrankheiten, Allergien oder einen chronischen Blähbauch dauerhaft lindern könnt

Prosit nities,

Weihnachten ist vorbei, der Alltag kehrt zurück und viele von euch werden sich für das neue Jahr sicher wieder einige Vorsätze zurechtgelegt haben. Laut diverser Umfragen unterschiedlicher Institute und Internetseiten, steht bei den Deutschen der Wunsch nach einer gesunden Lebensweise oder einer Gewichtsabnahme ganz vorne. Bei euch auch?

Seid ihr öfters erkältet, habt ihr Magen-Darm-Probleme, leidet unter Akne oder seid bereits an Schlimmerem erkrankt? Auch viele sogenannte Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Bluthochdruck und Diabetes haben meist ernährungsbedingte Ursachen.
Deswegen stelle ich euch heute mal eine Ernährungsweise vor, die trotz der Erwiesenheit auf gesundheitlichen Erfolg – in einer Gesellschaft voller Light-Produkten, Diätpräparaten, Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminpräparaten und ähnlich industriell gefertigtem Zeug – gar nicht so bekannt zu sein scheint:

Die vitalstoffreiche Vollwertkost nach Dr. M. O. Bruker.

Diese Ernährungslehre ist absolut unabhängig. Während viele berühmte Diäten oder Ernährungsweisen nach einer Produkt-Marke, die ihr möglichst in großen Mengen einkaufen sollt, benannt sind, gibt es bei der vitalstoffreichen Vollwertkost keine finanziellen Vorteile für irgendjemanden. Diese Ernährungstheorie stammt von dem deutschen Sachbuchautor, Politiker und Arzt Dr. Max Otto Bruker (1909-2001). Er gründete 1978 den gemeinnützigen Verein, die „Gesellschaft für Gesundheitsberatung“ (GGB) in Lahnstein.

Zielgruppe:
Ihr leidet beispielsweise unter Abgeschlagenheit, häufiger Erkältung, einem Blähbauch oder befindet euch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium einer Zivilisationskrankheit. Gelenkerkrankungen, Diabetes, Krebs, Allergien, Neurodermitis, Akne, Bluthochdruck, Übergewicht, Essstörungen und bestimmte psychiatrische Erkrankungen zählen dazu.

Worum geht es:
Die so genannte „ursprüngliche“ Ernährungsweise besteht aus naturbelassenen, vitalstoffreichen Lebensmitteln, vorzugsweise aus biologischem Anbau. Das bedeutet, es wird geraten viele Vollkornprodukte zu sich nehmen. Vollkornmehl behält viele seiner natürlichen Vitalstoffe, wenn es frisch gemahlen und sofort verarbeitet wird. Obst, Gemüse, Salate – möglichst roh oder schonend gegart – und naturbelassene Nüsse gehören ebenso zur Basis. Auch Butter und Sahne sind erlaubt, da sie kaum Eiweiß, sondern hauptsächlich natürliches Fett enthalten, sowie kalt geschlagene oder kalt gepresste Öle (z.B. aus Sonnenblumen oder natives Olivenöl). Als Süßungsmittel wird Honig empfohlen. „Überhaupt empfiehlt Bruker nur, er verbietet nichts, bzw. klärt über die Zusammenhänge auf“, so Andreas Grella, ärztlich geprüfter Gesundheitsberater GGB aus Offenbach. „Wenn man jedoch einen Erfolg erzielen möchte, sollte man sich weitgehend an die Empfehlungen halten, um Krankheiten zu lindern, zum Stillstand zu bringen oder noch besser gar nicht erst entstehen zu lassen. Je konsequenter die Ernährungsrichtlinien eingehalten werden, desto sicherer der Erfolg.“

Fruchtsäfte sind wiederum ungünstig, egal ob gekauft oder selbst gepresst, denn diese sind nur Teilnahrungsmittel und können bei Magenempfindlichen zu Verträglichkeitsproblemen führen. Bestimmte Lebensmittel sind der Lehre nach sogar schädlich. Empfohlen wird hauptsächlich ein Verzicht auf Fabrikzucker und Weißmehl (Auszugsmehl). Auch Süßstoffe sind nicht gut, da – wir haben es schon gelernt – industriell gefertigt und außerdem wird das Verlangen nach Süßigkeiten aufrecht erhalten. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sollte man möglichst nicht tagtäglich genießen, da sie das vegetative Nervensystem schädigen können und suchtbildend seien. Weiter sollte man bei bestimmten Erkrankungen, die beispielsweise die Haut betreffen und Allergien, tierisches Eiweiß einschränken oder gar meiden, dazu gehören Milch und Milchprodukte, sowie Fleisch und Fisch. „Gerade was Milchprodukte angeht, herrschen viele Missverständnisse“, so der Gesundheitsexperte weiter. „Für Kinder wird die „extra Portion Milch“ angeworben, dabei wurde diese pasteurisiert oder gar ultrahocherhitzt, ist also industriell gefertigt, ein sogenanntes „totes Nahrungsmittel“.
Viele Menschen leiden bewusst oder sogar unterbewusst an Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (z.B. Blähbauch, Hautkrankheiten). Oft ist die Milch oder der Joghurt (Laktoseintoleranz) Übeltäter. Weiter braucht ihr nicht gleich zu einem strengen Vegetarier werden, wenn ihr euch nach Dr. Bruker ernähren wollt. Man kann nicht oft genug betonen, dass die vitalstoffreiche Vollwertkost nur Empfehlungen ausspricht, keine Verbote. Probiert am besten selber aus, was euch gut tut und was nicht.

Es gibt jedoch ein Gericht, dass man im Rahmen einer vitalstoffreichen Vollwertkost täglich auf seinem Speiseplan haben sollte, den sogenannten Frischkornbrei. Das müsliähnliche Gericht enthält sehr viele Vitalstoffe, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Die Grundzutaten für den Frischkornbrei nach Dr. Bruker sind:

- Ca. 40 g ( 3 Esslöffel ) GFrischkornbrei nach Dr. Brukeretreide oder Getreidemischung ( Dinkel, Weizen, Gerste, Roggen, Hafer ) grob schroten
- Ca. 3 Esslöffel Wasser dazugeben und verrühren
- Abdecken und über Nacht quellen lassen
- nach Geschmack würzen (Sahne, Delifrut, Zimt, Zitronensaft)

Das Getreide sollte das Wasser aufgesogen haben. Dann ist es verzehrfertig und angenehm zu kauen. Bei Nudeln würde man sagen “al dente”. Je nachdem wie fein oder grob ihr das Getreide schrotet, wird der Frischkornbrei mehr oder weniger breiig.
Je nach Lust und Laune könnt ihr immer noch was variieren oder Obst hinzu schneiden.

Da Dr. Bruker viele dicke Bücher geschrieben hat und ich nur einen Blog zur Verfügung habe, kann ich euch auch nur einen minimalen Teil vorstellen, eben einige der Grundregeln und worum es geht. Selbstverständlich könnt ihr euch selber weiter informieren, z.B. bei der GGB Lahnstein.

Klar, Ernährungsweisheiten widersprechen sich ständig. Man ist ganz irritiert, wenn man im Jungle des Supermarktes steht und gesunde Lebensmittel einkaufen möchte. Die Werbung preist beispielsweise den probiotischen rechtsgedrehten Joghurt an, obwohl ich behaupten möchte, die meisten Menschen wissen nicht mal, was das eigentlich ist. Der Name alleine klingt aber gut, wissenschaftlich, und schon wird es gekauft. Dabei ist es doch nicht so schwer: Einfach bei den natürlichen Produkten bleiben, so wie sie ursprünglich für den Menschen geschaffen wurden. So bleibt oder wird man hoffentlich fit, leistungsfähig, schlank und gesund.

Viel Erfolg beim Durchhalten eurer guten Vorsätze für 2011.

Eure Katja

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