nities bei Unfall verletzt – Freundschaften sind mehr als nur miteinander feiern

Liebe nities,

aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich heute mit dem Thema Gefahren und Unfälle in der Freizeit. Ich widme den folgenden Artikel meiner new-in-town-Bekannten Andrea, die nach einem Freizeitunfall am vergangenen Wochenende noch immer mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus liegt.

Vor wenigen Wochen noch schaute die Welt mit Erschrecken und Unverständnis auf Duisburg zur Loveparade. Wie konnte es nur passieren, dass man knapp über eine Millionen Menschen auf ein Gelände schleust, das nur ein paar Hunderttausend fassen kann, fragte man sich. Unterschiedliche Stimmen wurden laut, diskutierten über den Sinn und Unsinn und die Eigenverantwortung bei dem Besuch einer Massenveranstaltung. Wie auch immer, Gefahren lauern überall, aber das eine Party mit Leid, Angst und Schrecken, Verletzungen und – in dem Fall der Loveparade – sogar bei 21 Menschen mit dem Tode endet, damit hat wohl niemand gerechnet. Sicher waren auch einige von euch dabei oder haben um beteiligte Freunde gebangt, die aufgrund des überlasteten Handynetzes stundenlang nicht zu erreichen waren. Ich selber habe von einer vor Ort gewesenen Kollegin aus erster Hand einiges berichtet bekommen.

In der Woche davor erst, sind zwei andere Freunde von mir fast mit einem Heißluftballon abgestürzt. Sie konnten notlanden, doch es gab einen Verletzten. So etwas passiert einem auch nicht alle Tage und im Nachhinein ist doch jeder froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Aber man ist in solchen Situationen einfach machtlos höherer Kraft ausgeliefert. Es geht manchmal so schnell.

Zum jüngsten Ereignis: Am vergangenen Wochenende trafen sich mehrere meiner new-in-town-Freunde zu einer Fahrradtour. Auf dem Rückweg stürzten in einer Kurve elf Teilnehmer in einer engen Kurve auf die Straße und wurden teilweise heftig verletzt, darunter waren drei meiner new-in-town-Freunde. Eine Bekannte liegt noch immer mit ihren schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus. Aber dadurch scheint ein noch größerer Zusammenhalt zu entstehen, der vielleicht ganz enge Freundschaften hervorbringt? Man kümmerte sich am Unfallort sofort um fremde Verletzte, auch wenn man auf der vorherigen Feier selber kaum mit den jeweiligen Leuten gesprochen hat. Es wurden Genesungskarten geschrieben und von allen Beteiligten unterschrieben. Manchmal auch entstehen durch unschöne Situationen enge Freundschaften.

Natürlich will ich euch nicht einreden oder an euch appellieren, nicht mehr auszugehen, denn auch und gerade zuhause, so sagt man ja, lauern die meisten Gefahren. In einer solchen Situation wird einem nur immer wieder bewusst, dass von jetzt auf gleich vieles anders sein kann. Wenn einem nichts Schlimmes passiert, dann schimpft man schnell über Kleinigkeiten, regt sich über Lappalien auf, doch dann passiert es doch, etwas Schlimmeres. Erst dann wird man sich bewusst, was es heißt, Freunde zu haben, gesund zu sein, das alles „seinen Gang“ läuft. Man denkt sich, dieser oder jener Streit mit den Mitmenschen, das böse Wort kürzlich oder der letzte Streit mit dem Partner wäre doch gar nicht nötig gewesen. Es tut einem beispielsweise leid, neulich ohne eine Entschuldigung oder ein Gespräch danach, das Haus verlassen zu haben. Manchmal hat man sogar gar keine Gelegenheit mehr, diese Person noch einmal zu sprechen…

Alles Gute und weiterhin gute Besserung an meine new-in-town-Bekannte Andrea, Ihren Freund und Familie und all die anderen, die dabei waren und die Bilder des Unfalls noch immer mit schrecklicher Erinnerung vor sich sehen.
Passt auf euch auf!

Eure Katja

PS: Schreibt mir einen Kommentar. Ich freue mich auf Rückmeldungen.

Dieser Beitrag wurde am 15. 08. 2010 veröffentlicht und im Bereich Allgemein, Katja, new-in-townabgelegt. Sie können jede Antwort zu diesem Beitrag abonnieren. Both comments and pings are currently closed.

Ein Kommentar to “nities bei Unfall verletzt – Freundschaften sind mehr als nur miteinander feiern”

  1. Claus-Stefan sagte:

    Aus Sicht eines Betroffenen:

    Ballonfahrt wird zum Kick mit Power
    gerät man in nen Regenschauer.
    Tut sich dazu noch Wind entfalten
    ist die Kiste nicht zu halten :-o
    Padauz!Ich klopp hier keinen Spruch
    Die Landung war tatsächlich Bruch!!
    Und die Moral von der Geschicht:
    Bei schlechtem Wetter fliegt–pardon-
    „fährt“ man nicht.

    Meint
    Claus-Stefan

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