Archiv von Juli, 2009

Kostenlos ist NICHT umsonst!

Vergleicht man die aktuellen Artikel zum Thema Geld verdienen im Internet und Bankenpleiten, muss man sich die Augen reiben. Einige Blogger haben für die Firma Vodafone als Testimonial hergehalten und werden quasi aus dem Netz gemobbt.
Frank Bültge bietet sein WordPress-Wissen kostenlos an und bittet um freiwillige Spenden mit leider wenig Erfolg.
Chris Anderson, Chefredakteur des ‘Wired’ propagiert das Kostenlos-Netz, verkauft aber dennoch seine eigenen Inhalte, wenn sie einen Zusatznutzen bieten. Ähnlich funktioniert die new-in-town Pinnwand. Sport- und Freizeitgesuche sind kostenfrei einstellbar. Für alles andere sind die Kleinanzeigen (ab € 4,50 pro Woche) gedacht. Gerne wird diskutiert, warum der Freizeitclub, die kostenfreie Spielgruppe, der eingetragene Verein (e.V.) eine Anzeige schalten soll. Ganz einfach: Wir verdienen so unser Geld, um new-in-town überhaupt betreiben zu können. Der Wunsch bei new-in-town zu veröffentlichen, hat ja auch mit dem Erfolg der Plattform zu tun. new-in-town existiert seit 10 Jahren mit über 280.000 Mitgliedern und die Anmeldung, der Mailverkehr und die Pinnwand sind kostenlos, nur wir von new-in-town arbeiten nicht umsonst.

Zurück zum Einstiegsgedanken: Blogger, die Werbung machen, Anbieter von Software, Communitybetreiber werden bespuckt. Banker, die die Weltwirtschaft ruiniert haben, bekommen noch Millionenabfindungen und führen ein ruhiges und sicheres Leben – siehe Spiegel Titelgeschichte 29/2009.

So zitiere ich Andre Vatter von basicthinking:

Vielleicht ist es eines von den vielen deutschen Phänomenen, die tatsächlich nur hierzulande auffällig häufig hervortreten: Das Gemeckere, das Konservative, das Rechthaberische, die Furcht vor dem Neuen und der Neid, der Neid, der Neid. Anders sind derart persönliche Angriffe nicht zu erklären. Doch wer im Vodafone-Kontext unfair polemisiert, sollte die diffamierten Blogger lieber ordentlich für ihre Arbeit bezahlen oder meinetwegen endlich eine Maschine erfinden, die völlig ohne Zutun Dritter ein Monatsgehalt ausspuckt. Oder einfach die Klappe halten.

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