
Quelle: Wikimedia Commons , Fotograph: Raimond Spekking
New in Town? Wer neu nach Köln zieht oder dort lebt, ohne in der Domstadt geboren zu sein, wird von den Kölschen gerne als „Imi“ bezeichnet, was sich von „Immigrant“ herleitet und sicher nicht böse gemeint ist. Wenn man genauer hinhört, merkt man schnell, dass man fast ausschließlich von „Imis“ umgeben ist. Denn selbst die, die sich am lautesten als Kölner Urgesteine präsentieren, stammen häufig aus dem Umland: Aus dem Bergischen, dem Siebengebirge oder aus der Eifel. Es ist also keine Schande, ein Imi zu sein. Wer dennoch ein Problem mit seinem Migrationshintergrund hat, kann versuchen, sich schnell zu integrieren, indem er sich betont kölsch gibt. Vielleicht findet sich ein freundlicher älterer Nachbar, der einem die wichtigsten Begriffe auf Kölsch beibringt. Wer Französisch kann, ist beim Spracherwerb klar im Vorteil: Das Federbett heißt auf Kölsch „Plümmo“, der Regenschirm „Paraplü“, und wer hier krank wird, der ist „malad“! Wichtig ist natürlich auch ein gewisses gastronomisches Grundwissen, weshalb sich ein Gang durch die Brauhäuser empfiehlt. Dabei ist stets Vorsicht geboten: Ein „halver Hahn“ ist KEIN halbes Hähnchen, sondern ein Stück Brot mit einer dicken Käsescheibe! Selbstverständlich sollte man dazu ein Kölsch bestellen. Ist dies ausgetrunken, wird es umgehend durch ein frisches ersetzt, wenn man nicht rechtzeitig seinen Bierdeckel aufs Kölschglas legt. Heute existieren von dem obergärigen Bier noch knapp 28 Sorten. Wer alle probiert hat, kann stolz sein, sollte aber dennoch nie vergessen: Selbst als Bierkenner wird er hier eines für immer bleiben: Ein Imi!
Wir von new-in-town wünschen natürlich jedem new-in-town‘ler viel Spaß beim Einleben und probieren – und wer nicht gern allein probiert, der findet über die Pinnwand bestimmt den ein oder anderen Mitstreiter.
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